Bhakti Hardy-Ostarek

Bhakti über ihre Erfahrungen mit Mantramusik: Als ich vor über zehn Jahren in Indien zum ersten Mal in Berührung mit Mantramusik kam, und ich in an einem Mantrasingen teilnahm, schien es mir, als hätte ich etwas ganz vertrautes wieder gefunden. Am Anfang etwas eingeschüchtert von dieser „neuen“, einfachen, vielleicht monotonen Musik und dem eindringlichen Klang des indischen Harmoniums, ergab sich doch rasch aus den Wiederholungen der Silben des Mantras, ein Weg zu mir selbst, ein Weg in meinen Geist. Während ich in diese heilsame Erfahrung hinein glitt, und mich noch an die Worte Mahatma Gandhis erinnerte, mein Herz dafür öffnete um sie selbst so zu meinen: „Jede bereitwillige Wiederholung des Mantras bringt uns einen Schritt näher zu GOTT“; schmolzen nun Ängstlichkeit, Stolz und der Gedanke ein einzelnes Individuum zu sein dahin; alte Gemäuer um mich herum stürzten ein und aus meinen Augen flossen heilende Tränen – wie ein lang ersehnter Segen, den ich nun endlich während dieses Ereignisses mit jeder weiteren Wiederholung des Mantras geben konnte. Das Mantrasingen ist für mich ein Geben, ein Gebet. Jetzt ist das Mantrasingen eine Lektion. Ein Mittel zu kommunizieren, sich im Heiligen Geist zu verbinden und zu geben. Was gebe ich, während ich entweder ein Instrument spiele, singe, oder einfach nur still da sitze und horche? Vielleicht erst mal eine Zeit lang nur meine privaten Gedanken und Sorgen, die ich mit der Musik dem Heiligen Geist gebe. Wenn ich jedes Mal, bevor wir mit der Musik beginnen, innehalte und die Musik als Mittel für dieses Geschehen benützen will, wird es dann auch zu meiner Erfahrung. Wenn es in meinem Geist still geworden ist, weil ich meine persönlichen Gedanken dem Heiligen Geist übergeben habe, eröffnet sich wieder ein neuer ausdehnender Klang, in dem ich dann Freude und Segen geben kann. Es ist möglich über den Klang als Kommunikations- und Transportmittel in Verbindung mit dem Heiligen Geist zu treten.
Bhakti

2 Gedanken zu „Bhakti Hardy-Ostarek“

  1. Hallo Bhakti,

    da der Klang Deines Instruments „eine Saite meiner Seele“ trifft 😉 , wollte ich nur kurz wissen, wie dieses Instrument heißt. Ist es sowas wie ein Tischakkordeon?

    Viele Grüße,
    Eszter

    1. Ha, wer lesen kann ist klar im Vorteil, und wer Texte von Anfang an liest und nicht nur kurz überfliegt, hat gewonnen….
      Und so kann ich mir die Frage doch tatsächlichh selbst beantworten 😀
      Tischakkordeon = indisches Harmonium

      Danke,
      alles Liebe

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