An den Früchten werdet ihr euch erkennen

Ende Juli im letzten Jahr dachte ich: Nun folge ich Ein Kurs in Wundern schon seit Jahren, mache täglich die Lektionen und wende sie praktisch an. Dennoch ist es passiert (ha, ha, ha), dass mein Partner und ich nach einem heftigen Angriff unseres Nachbarn in alte Verhaltensmuster verfallen sind und uns mit ihm eine lautstarke verbale Schlacht geliefert haben.

Danach bin ich immer wieder zurückgetreten und habe um Führung gebeten, um dann nur noch stärker dem Ego die Führung zu überlassen.

Schließlich durfte ich erkennen, dass ich todunglücklich war und habe nur noch um Frieden gebeten. An dem Tag folgte ich der

LEKTION 212

Ich bin kein Körper. Ich bin frei.
Denn ich bin nach wie vor, wie GOTT mich schuf.

1. (192) Ich habe eine Funktion, von der GOTT möchte, dass ich sie erfülle.

Ich suche die Funktion, die mich befreit von allen eitlen Illusionen dieser Welt. Nur die Funktion, die GOTT mir gab, kann Freiheit schenken. Nur diese suche ich, und diese nur will ich als die meine akzeptieren.

Ich bin kein Körper. Ich bin frei.
Denn ich bin nach wie vor, wie GOTT mich schuf.

Während des Hörens der Session zu dieser Lektion vom 31.07.2011 mit dem Titel: „Was willst du, Bruder?“ konnte ich endlich Frieden geben und im Heiligen Augenblick wahrnehmen, dass ich auf die Stimme für GOTT hören soll, und IHM folgen soll und, dass ich frei bin. Diese Freiheit brachte mich dazu unserem Nachbarn zu vergeben, was er nicht getan hat, die Sühne für uns anzunehmen und folgenden Brief an ihn zu schreiben:

„Sehr geehrter Herr …,

wir schreiben Ihnen, weil wir Frieden mit Ihnen schließen möchten. Es tut uns leid, dass es immer wieder zu Missverständnissen zwischen uns gekommen ist. Wir wünschen uns, dass wir uns wieder freundlich, nachbarschaftlich begegnen können. Wir werden das Unsrige dazu beitragen. Bitte nehmen Sie unsere Entschuldigung an.

Mit freundlichen Grüßen“

Diesen Brief steckte ich noch am selben Tag in seinen Briefkasten. Ich machte mir viele Gedanken darüber, wie er darauf reagieren würde. Ich sagte immer wieder: „Ich kontrolliere die Angst. Jesus, bitte kontrollier du mein Ego und meinen Körper. Ich will zurücktreten und dir die Führung überlassen.“

Ich hatte immer wieder Angst, unserem Nachbarn zu begegnen. Ja, ich ging ihm aus dem Weg und kontrollierte wie zuvor beschrieben die Angst und bat den Heiligen Geist um Führung. Irgendwann dachte ich gar nicht mehr an unseren Nachbarn.

Fast ein halbes Jahr nachdem ich den Brief an ihn geschrieben hatte begegneten wir unserem Nachbarn jetzt beim Einkaufen. Wir begrüßten uns freundlich. Und welch ein Wunder: Ich erkannte einen Bruder in ihm strahlend hell und glücklich. Und ich fühlte mich auch von ihm erkannt. Endlich erkannten wir uns wieder.

Jetzt habe ich erfahren, was in Ein Kurs in Wundern im Textbuch in Kapitel 26 IX. Denn SIE sind gekommen unter 8.5-9 steht:

„Ein altes Wunder ist gekommen, um eine alte Feindschaft zu segnen und zu ersetzen, die gekommen war, um zu töten. In sanfter Dankbarkeit kehren GOTT der VATER und der SOHN zurück zu dem, was IHRES ist und es auf ewig sein wird. Jetzt ist des HEILIGEN GEISTES Ziel erreicht. Denn SIE sind gekommen! Denn SIE sind endlich da!“

Danke.

Brigitte

2 Gedanken zu „An den Früchten werdet ihr euch erkennen“

  1. Liebe Brigitte,
    danke für Dein Beispiel, es erinnert mich an eine Episode aus meinen Erfahrungen mit dem Kurs. Da mir Deine Zeilen einen Sanften Stups zum Weitermachen geben, möchte ich diesen „Stups“ auf diese Weise gleich weitergeben.

    Ich stand irgendwann im letzten Herbst vor dem Geldautomaten und der wollte mir kein Geld geben obwohl auf dem Konto gerade HartzIV und Kindergeld eingegangen waren. Ich fragte nach und und erhielt erst nach einigem hin und her die Antwort, das mein Konto gesperrt worden sei, wegen einer Sache, die bereits Wochen zurück lag und eigentlich … Es war zwei Monate zuvor bereits schon einmal passiert, da stand ich Freitags ohne Geld da und hatte übers Wochenende keine Chance an mein Geld zu kommen, Montag wurde es dann endlich nach einem klärenden Telefonat über drei Ecken, freigegeben. Damals gelang es uns auch irgendwie trotzdem die 4 Kinder übers Wochenende zu bringen und montags mit Frühstücksbroten in die Schule zu schicken. Und ich glaubte alles vergeben zu haben.
    Diesmal half das Telefonat nicht mehr so schnell, die andere Seite war erst nicht erreichbar und dann hatte sie am Montag alles getan, was aber offensichtlich seine Zeit brauchte, bis es bei der kontoführenden Stelle ankam. So kam es trotz meiner Versuche zu vergeben, zu einer unschönen Auseinandersetzung in der Sparkassenfiliale und eigentlich meinte die Leiterin, könne Sie mir das Konto auch kündigen. Ich zog mich schnellstmöglich aus dieser Situation zurück und wußte überhaupt nicht mehr weiter.
    Nach einigen Überlegungen und auf anraten anderer schrieb ich eine Mail an den Ombudsmann, natürlich eine Beschwerde, bei der ich mich auch nicht wohl fühlte.
    Die selbe mail schickte ich in Kopie an die Teamleiterin des Jobcenters, mit der ich Kontakt habe. Und von dieser bekam ich dann den hilfreichen „Tritt in den Hintern“, sie schrieb mir folgendes zurück:
    „wenn ich Ihnen ganz persönlich einen Rat geben darf, nehmen Sie das Ganze ohne Groll als eine Erfahrung an, die nötig ist. Es erschließt sich uns nicht immer, warum genau, aber vielleicht ist es eine Prüfung, ob Sie bereit sind anderen zu vergeben, als Voraussetzung für viel Erfolg und Geld. Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle, dass Ihnen das alles gelingen möge und Sie weiterhin so viel Durchhaltevermögen haben. Offensichtlich haben Sie sich für dieses Leben viel vorgenommen.“

    Ich hätt sie umarmen können!
    Da schrieb diese Frau von Groll u.s.w., wie schon so einige Male fragte ich mich auf einmal, wer hier eigentlich den Kurs macht.

    Ich war wie erlöst, schrieb einen zweite Mail an den Ombudsmann in dem ich meine Vergebung erklärte und meine Beschwerde zurücknahm. Ich ging sicherheitshalber erst drei, vier Tage später in die Filiale. Dort kam dann der Junge Mann am Schalter, der Zeuge der davor letzten Szene war, auf mich zu und erklärte mir freundlich, daß gerade kurz zuvor alles geregelt worden sei und ich sogar wieder volle Verfügungsgewalt über mein Konto bekomme. Diese war nämlich nach dem ersten Vorfall eingeschränkt gewesen.
    Und zu guter Letzt erfuhr ich dann noch danach erst, daß meine Beschwerde nicht weitergeleitet worden war, sondern von der Ombudsstelle gelöscht wurde.

    Was Vergebung vermag, zeigte mir dieses Beispiel vor allem auch deshalb, weil: es wäre so oder so dazu gekommen, daß ich wieder an mein Geld komme, aber die Frage ist: wie? Ich kann sagen, wie im Himmel, falls ihr versteht was ich meine.
    Ich bin dem HEILIGEN GEIST sehr dankbar, daß dies möglich ist und daß ich mich berichtigen kann.

    Danke

  2. Liebe Kathrin,
    auch ich habe ähnliches erlebt und sehe immer wieder ganz deutlich,dass wir alle Brüder sind und uns in Wahrheit lieben.Danke,mein Bruder

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