Anfang Januar auf dem Mölmeshof: Fasten- und Stillezeit.

Liebe Brüder,

zur Zeit ist auf dem Mölmeshof Fasten und Stille [Anm.: Fastenzeit war vom 1.-8. Januar]. Gestern Abend hat Michael ein paar hilfreiche Worte dazu gesagt, die ich hier gerne zum lesen zeigen möchte: (Die letzten paar Abende geht es ja auch verstärkt darum, dem Heiligen Geist die Führung zu überlassen und unseren Willen zu übergeben. Also auch noch die letzten Sätze der gestrigen Abendsession dazu, für alle lieben Brüder, die gerade mittendrin sind beim fasten und still sein, damit es eventuell ein bisschen leichter fällt und für alle anderen auch:

…Und die Form ist dann nicht mehr eine Form des Glücks oder der Freude, sondern nur noch eine nützliche Form. Aber nicht eine Form des Glücks. Und dann siehst du die Dinge tatsächlich ohne Gefühle, ohne da Gefühle von Glück oder Freude zu investieren. Und warum hilft dir das? Es hilft dir insofern, als dass du die Freude die du bist nicht ständig von dir abspaltest, nicht ständig nach außen projizierst auf irgendein Ding. Weil du das nicht mehr tust, erlebst du immer mehr, dass du vollständige Freude bist. Das ist ein Gefühl, das kannst du nicht beschreiben. Es ist auch kein Körpergefühl. Gott sei Dank, denn sonst würdest du es mit dem Ablegen des Körpers verlieren. Es ist auch keine körperliche Freude. Gott sei Dank, denn dadurch kannst du sie nicht verlieren. Aber es ist tatsächlich immer mehr das, was du bist, und zwar in seiner Vollständigkeit. Wenn du über die Form dessen, was du willst, entscheidest, verlierst du das Verständnis seines Zwecks. Und darum kann ich sehr wohl in dieser Welt bereits bitten: „So wie du es willst, soll es geschehen“. In der konkreten Form habe ich dann in dem Kurs „ich will zurücktreten und dir die Führung überlassen“.

Jetzt übernimmt der Heilige Geist den Willen Gottes auf Erden und er kann mich jetzt führen. Das ist etwas, was ich lernen kann. Ich sage dann auch nicht mehr „nein, das will ich nicht“, ein ganz wichtiger Schritt des Lernens im Voranschreiten des Lehrers Gottes. Es ist dann auch nicht so, dass du eine schöne Wohnung ablehnst. Es ist aber auch nicht so, dass du eine schöne Wohnung willst. Du akzeptierst, was dir gegeben wird. Wie das von statten geht, so geht es von statten. Wenn du nicht mehr konkret bittest, dann lehnst du auch nicht mehr das Konkrete ab wenn es da ist oder dir angeboten wird, eben nicht mehr. Es ist alles viel harmonischer und du akzeptierst immer mehr: „Das ist sein Wille, der auf Erden jetzt durch dich und für dich geschieht.“ Und das kann erst dann passieren, wenn du nicht mehr die Dinge auf deine Art und Weise wertschätzt. Wenn du also nicht mehr vorschreibst, in welcher Form das Glück heute zu dir kommen soll, oder die Freude, oder die Liebe.

Denn, so siehst du deinen Willen in dem Götzen und reduzierst ihn so auf eine konkrete Form. Dies aber könnte nie dein Wille sein, weil das, was an der ganzen Schöpfung teilhat, sich nicht mit winzigen Ideen und kleinen Dingen zufrieden geben kann.

Es ist was anderes, ob du durch ein Ding Zufriedenheit erlangen möchtest, oder, ob du ein Ding einfach benützt, während die Zufriedenheit von Gott kommt. Frag dich nicht, wie das gehen soll, es geht.

Lerne viel mehr, wie es gehen wird, durch die Lektionen. Es muss niemand fragen, wie das gehen soll. Schau dir den Kurs an, so geht´s. Indem du erst mal sagst, dass nichts, was du siehst, irgendwas bedeutet, so geht´s, so funktioniert´s. Alles, was im Textbuch steht.

Hinter der Suche nach jedem Götzen liegt die Sehnsucht nach Vollständigkeit. Ganzheit hat keine Form, weil sie grenzenlos ist. Nie ist es der Götze, den du willst. Es ist immer nur die Freude, und die kommt von Gott, wenn du ihm das überlässt.

Noch ein Blick in die Lektion: Sieh dich jetzt langsam um und übe dich darin, diesen Gedanken ganz konkret auf alles anzuwenden, was du siehst: Dieser Tisch bedeutet nichts.

Warum solltest du dann um einen besonderen bitten?

Diese Hand bedeutet nichts. Warum solltest du dann um irgendetwas für diese Hand bitten? Warum? Um dich zu quälen?

Jener Körper bedeutet nichts. Dann musst du nicht mal für Leben für einen Körper bitten, nicht mal das. Du musst überhaupt nicht mehr darum bitten. Du kannst dein Gebet aufsteigen lassen und endlich um Seinen Willen bitten, das genügt völlig. Um zu erleben, was dann passiert.

 

Und dazu eignet sich doch eine Zeit des Fastens, wo du nur ständig für den Körper um irgendein Essen bitten musst, sehr gut. Und eine Zeit, wo dein Geist nicht ständig Worte spricht oder denkt, denn deine Worte sind doch eh nur Wünsche, sind ja eh nur Gebete für den Körper. Da eignet sich doch eine Zeit der Stille sehr gut, um mal zu hören, was ansonsten ständig aus deinem Mund an Wünschen raus geht, rausgehen würde. Und dann würdest du bemerken: Alles, was aus deinem Mund rausgehen soll, soll ansonsten auch wieder durch deinen Mund oder durch deine Haut oder durch deine Augen oder deine Ohren wieder reingehen. Ja willst du dich selber erschaffen? Drehst du dich im Kreis? Bist du ein eigener Kreislauf? Das ist es, was du in der Zeit von Fasten und still sein wirklich bemerken kannst. Da hörst du in deinem Geist endlich, was du sonst immer sagen würdest. 

Und jetzt lässt du es endlich still werden. Und vieles muss durch deinen Mund und durch deine Augen und durch deine Ohren jetzt gar nicht mehr rein gehen. Also faste doch auch von Musik und von Filmen. Lass doch deine Ohren auch mal fasten und deine Augen und deine Haut und alles – ganzheitliches Fasten. Und wer beginnt dann? Wer bricht dann endlich sein Fasten? Der Christus hört endlich auf zu fasten und bittet endlich darum: „Dein Wille soll wieder geschehen“. „Da will ich jetzt wieder satt sein, da will ich jetzt wieder die Fülle genießen, die Fülle erleben, die Fülle meines Seins“. Und die soll nicht durch Körperfreuden überdeckt oder durch Körperleiden verzerrt werden, eben nicht. Also wenn du willst, dann nütze diese Zeit dafür.

Es steht im Kurs nichts von fasten, es steht aber auch nichts vom essen. Was steht im Kurs? Alle Dinge sind Lektionen. Ist Fasten nicht irgendetwas, was es in dieser Welt gibt? Okay, willst du es so machen wie früher? Oder willst du jetzt als Lektion fasten? Damit du dann vielleicht nicht wieder so isst wie früher, sondern dass Essen für dich dann auch zu einer Lektion wird, oder was immer das dann ist. Also ist es einfach die Fasten- und Stillelektion.

…doch im Kurs steht: Ich will einen Augenblick lang still sein und nach Hause gehen.

Also lerne die Stillelektion und dann wieder die Sprechlektion.

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