Lektion 21, Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen

Danke Felix, dass du Dienstags immer ein paar Lektionen zum hören hier reinstellst. Und danke Michael, dass Du diese Worte sprichst, auch in aufgezeichneten Sessions akute Fragen beantwortet werden und direkte Hilfe auch da zu finden ist.

Dort wo ich arbeite, liegt morgens immer eine Zeitung. Mein Chef lässt sie aufgeschlagen liegen, ich klappe sie dann zusammen,schaue währenddessen die Bilder an, versuche auch oft, so wie Michael es beschreibt die Dinge direkt vergebend anzuschauen, bin aber eigentlich kein Zeitungsleser. Also ich lege sie zusammen, bringe sie ins Altpaier oder auch meiner Mutter mit nach Hause, da sie gerne die Zeitung liest. Heute morgen fiel dabei ein Bild auf meine Augen, blutrot, blutrotes Wasser, ein Schiffchen mit zwei drei Männern und toten Delphinen. Dann habe ich kurz die Überschrift gelesen, die Tierschützer wehren sich gerade über die gräßlichen Delphinfänge in Japan. Manche werden lebendig gequält und verkauft, manche sehr teuer an die Delphinanlagen für die Tiertrainer, weiter habe ich dann gar nicht mehr gelesen. Dann die heutige Lektion: Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen. Es tat furchtbar weh. Später dann bei meiner Mutter angekommen, ich lege die Zeitung auf den Tisch, sie war mit dem Rücken zu mir, dann ist mir dieser schreckliche Artikel eingefallen, ich habe ganz schnell diesen Teil rausgezogen, zerknüllt, so dass sie es nicht mitbekam, ich wollte einfach nicht, dass sie das liest, weil ich weiß, wie sehr sie diese Dinge auch schmerzen, und sie hat ja keinen Kurs in Wundern Ich wollte sie vor der schrecklichen, grausamen Welt beschützen, ich wollte sie vor diesen Schmerzen bewahren.  Zum Glück habe ich dann noch in eine aufgezeichnete Session reingehört, die Felix auf die Seite gestellt hat, und ich habe hier die wichtigsten, für diesen speziellen Fall hilfreichsten Worte aufgeschrieben. Wir können es jetzt ja, wer will, nochmal zusammen machen:

Auszug aus: Entschuldige nie – du begründest sonst, Bruder! von Michael Ostarek zu Lektion 21, Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen:

Als Mensch sagst du: „Ich will andere Dinge sehen, andere Dinge“. „Ich will das nicht sehen, sondern das“. „Ich will nicht so eine Mutter haben, sondern eine andere“. „Ich will nicht so eine Wohnung haben, sondern eine andere“. „Ich will nicht diesen Flugzeugabsturz sehen, ich will lieber sehen, dass ein Flugzeug sicher landet“ – andere Dinge. „Ich will nicht sehen, dass jemand den anderen ermordet, ich will lieber sehen, dass einer den anderen streichelt“. Das ist nicht der Kurs, andere Dinge sehen zu wollen. Auch nicht, wenn sie dir lieber sind.

Und darum haben wir die ersten 20 Lektionen geübt, alle Dinge sehen zu wollen, alle. Und zwar alle gleichlang. Nicht andere Dinge sehen wollen, sondern alle Dinge sehen wollen. Und diese Dinge, die will ich anders sehen. Es ist nicht so, dass ich nicht einen Flugzeugabsturz sehen will, sondern lieber, dass ein Flugzeug sicher landet. Nein, ich will den Flugzeugabsturz anders sehen und ich will es anders sehen, wenn ein Flugzeug sicher landet, das ist der Kurs.

Und ich will nicht nicht sehen, dass einer den anderen schlägt sondern lieber sehen, dass einer den anderen streichelt. Nein, ich will, dass einer den anderen schlägt, anders sehen und ich will es anders sehen, wenn einer den anderen streichelt.

Es geht nicht darum, was ich lieber sehe. Es geht nicht darum, was aber schöner ist oder liebevoller. Die Bedeutung der Liebe kann ich hier nicht lehren, ist unmöglich. Ich muss erst mal begreifen, dass ich für alles verantwortlich bin, für alles. Und darum kann ich nicht das eine verleugnen und sagen: „Das will ich nicht sehen. Ich will was anderes sehen“, sondern ich muss alles anders sehen. Das ist so ein wichtiger Schritt.

Nicht: „Ich will nicht sehen, dass meine Oma Krebs hat“, sondern „ich will meine krebskranke Oma anders sehen“.

Da tut sich was in meinem Geist. Das sind entscheidende Schritte. Und das sind die Schritte, die der Kurs macht. Die unterscheiden sich von dem, was du gesagt hast, was du gedacht hast. Die unterscheiden sich prinzipiell. Denn du wolltest immer andere Dinge sehen, anderes Essen haben, andere Menschen treffen, in einem anderen Zustand sein, der dir lieber ist. Und was verleugnest du dadurch? Du verleugnest dadurch, dass du das, was dir nicht lieb ist, auch gemacht hast. Und das, was dir nicht gefällt, das hast du auch gemacht. Weil du es gemacht hast, musst du es berichtigen: „Ich will es anders sehen“.

Warum? Weil das Ziel des Kurses ist, dass du die ganze Welt anders siehst. Ein anderes Ziel hat der Kurs nicht. Er sagt nicht, dass du eine andere Welt sehen sollst. Es gibt nur eine Welt. Er sagt, du sollst die Welt anders sehen und dann wirst du staunen, dass du die Welt, die wirkliche Welt, nie gesehen hast, sondern immer geglaubt hast, wie ein Kind: „Nee Mama, ich will was anderes, einen anderen Pullover, ein anderes Essen, einen anderen Film“. Und wenn die Mama dir gesagt hat: „Nein, du ziehst den Pullover an, freu dich einfach drüber, sieh den Pullover anders“, dann warst du trotzig und hast gesagt: „Nein, der gefällt mir nicht, ich will einen anderen Pullover“. Anstatt, dass du den Pullover so siehst, bis er dir gefällt. Das ist der Kurs.

Und erinnere dich an die gestrige Lektion, verwechsele das nicht mit Zwang oder Druck. Wenn du es nicht willst, machst du es sowieso nicht, dann übst du Zwang aus, dann übst du Druck aus. Und den erlebst du dann als Druck, deinen eigenen Druck. Nicht den, den Gott dir macht. Gott macht dir keinen Druck.

Lektion 21   Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen.

Der heutige Leitgedanke ist offensichtlich eine Fortsetzung und Erweiterung des vorherigen. Dieses Mal sind jedoch spezielle Zeiten der Geisteserforschung nötig, zusätzlich zur Anwendung des Leitgedankens auf bestimmte Situationen, so, wie sie sich ergeben.

Fünf Übungszeiten werden dringend empfohlen, wobei jede eine ganze Minute eingeräumt werden soll.

Und hier steht nicht, wenn es dir unbehaglich wird, verkürze es. Heute steht das nicht da.

Und jetzt musst du dich fragen: Bist du entschlossen, die unangenehmen Dinge anders zu sehen? Bist du entschlossen, eine Schlägerei anders sehen zu wollen? Nicht stattdessen, Menschen die sich lieben und umarmen, nicht andere Menschen, sondern eine Schlägerei anders. Den Alkohol anders sehen, die Medikamente anders sehen, die Terroranschläge in der Welt anders sehen. Da musst du eine Weile hinschauen und darfst nicht gleich wegschauen und sagen: „Ich will lieber was schönes sehen“, nein. Sieh was Hässliches anders. Sieh was Brutales anders. Schau auf dich anders.

Ich will die grausam gequälten und abgeschlachteten Delphine anders sehen und ich will die Delphinjäger anders sehen 

 

 

7 Gedanken zu „Lektion 21, Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen“

  1. Liebe Kathy,

    vielen lieben Dank für deine Hilfe. Was du hier aufgeschrieben hast hat mir zuerst auch die Tränen in die Augen getrieben und ebenso als ich das Abschlachten der Delphine und der Haie im Fernseh sah. „Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen.“ ist eine sehr hilfreiche Antwort. Und „Nichts Wirkliches kann bedroht sein. Nichts Unwirkliches existiert.“ Heute folge ich der „Lektion 22 Was ich sehe, ist eine Form von Rache.“
    Danke!!!

    1. Danke Brigitte,
      schön von Dir zu hören.
      Ich bin sehr froh, dies mit Dir zu teilen und als Brüder den Weg zusammen
      weiter gehen. Die ersten Lektionen in diesem Jahr haben sehr viel Kraft, und es ist schön, diese Kraft gemeinsam zu nutzen.

    1. Danke Chandra für die Verbindung.
      Das ist wichtig und wie Michael ja immer sagt,
      wir brauchen eine Anzahl von Brüdern, die bereit
      sind, dies miteinander zu tun.
      Also gehen wir in Freude den Weg weiter

  2. Ihr Lieben, jetzt bin ich ein bißl verwirrt… (Bin neu hier!) Ich hab das bislang so verstanden, dass das, was ich sehe, Illusion ist – ein Abbild meiner „wahnsinnigen“ Gedanken – und dass das Wahre, für das sich unsere inneren Augen öffnen dürften, die Wahrheit zeigt. Da ich davon weit entfernt bin, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, was sich mir da zeigen wird, aber ich bin gewiß, es wird mir etwas gänzlich Ungeahntes zeigen…. Auf jeden Fall kein – so oder so – gesehenes Delfin-Ereignis. Oder???

    1. Liebe Karin,
      dann erst mal herzlich Willkommen.
      Wenn Du willst, hör dir mal die Session vom Montag, 27. Januar 2014, morgens an. Die findest Du im Session-Archiv, oben rechts anklicken und auf Session anhören drücken. Da wirst Du mit deiner Frage sicherlich weiter kommen. Die Tageslektion dazu war: Vor allem will ich sehen und wenn Du dieser Session folgst, Michael hat da einiges, was das „sehen“ angeht, sehr gut erklärt.

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