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Halt still

Halt still …
halte so lange inne, bis du beginnst
zu erleben, dass das, was gerade
gegenwärtig zu sein schien, in
Wirklichkeit vergeht.
Unendlich langsam zwar, so
langsam, dass es gegenwärtig zu
sein scheint – und doch –
hältst du nur einmal wirklich still,
erlebst du sehr genau,
dass du der Gegenwärtige bist;
und alles andere vergeht!

Wenn du ganz still bist,
wenn du nicht unruhig
und ängstlich eins mit dem
Vergehenden bist,
wenn du nicht selber sterben
magst und deshalb es nicht
greifst noch festhältst –
dann musst du still
und Der geworden sein …

Ich Bin
 (Michael Ostarek)

Am Anfang

Hurra, dies ist ein neues Jahr,
ich könnt‘ erinnern was einst war,
doch dazu ist es gar nicht da!

Ein neues Jahr ist uns gegeben,
damit darin wir glücklich leben.
Und Ärger, der vielleicht mal war,
ist heut‘ von sich aus gar nicht da,
wird nur erinnert und gehegt,
bis zu vergeben man stets pflegt.

Und heut‘ beginnt dies neue Jahr.
Und wozu dient es? — Ach, ja klar:
Damit verschwindet, was nie wa(h)r.

                        *   *   *

Uns allen ein gesegnetes neues Jahr.

Weihnachtsstern


Weihnachtsstern, Sternenlicht, von Ihm gesandt,
mir zugewandt, strahlt Er … scheint in herrlicher Pracht,
Weihnachtsstern, … leuchte hinweg die sternenklare Nacht.
Deine Strahlen dringen nach Innen … erhellen meinen Geist …
Innehalten, mich besinnen … Christi Zeit nun verkünden,
an Seine Wiederkunft erinnern.
Nach Deiner Hand möcht‘ ich erneut greifen,
Deine Gegenwart überall in Mir willkommen heißen.
Lass jede finstere Wolke an mir vorüberzieh’n,
jede von mir gegebene Bedeutung ihnen entzieh’n.
Dem Lichte der Wahrheit muss jede dunkle Wolke weichen und vergeh’n.
Laß auf meiner ganzen Wahrnehmung gütige Vergebung ruh’n. Weihnachtsstern weiterlesen

Gedicht für diesen Tag …

Lasst uns froh und glücklich sein,
und zufrieden obendrein:
Die Trauerwelt ist nur ein Schein,
der Körper wird uns nicht befrein.

Und dennoch sind wir ewig frei,
zu merken dies wir brauchen drei:
Vergebung, Sühne und Geduld
beenden uns’ren Traum der Schuld
und offenbain was ewig wahr –
wir ruh´n im VATER immerdar.
                                           Danke.