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Morgengebet

Das in der heutigen Morgen-Session erwähnte Morgengebet lautet:

Morgengebet
Wie fröhlich bin ich aufgewacht,
wie hab‘ ich geschlafen, so sanft, die Nacht!
Hab Dank im Himmel du VATER mein,
dass DU hast wollen bei mir sein.
Behüte mich auch diesen Tag,
dass mir kein Leid geschehen mag.
Amen.

Der Wunsch

Es war einmal ein kleiner Wunsch.

Ein winz’ger Hauch, beinahe Nichts,
den ich zu Anfang des Gedichts
nur kurz, flugs unachtsam dachte.
Eine Idee, ganz unscheinbar,
reichlich verschwommen, sonderbar,
der Wunsch dies’ Etwas hier zu haben,
an seinen Gaben mich zu laben,
mich zu erfreuen, es zu lieben,
eines zu haben – oder sieben.

Und plötzlich – eh ich mich verseh’
Tut etwas in mir schrecklich weh:
Dies Ding, das ich so gerne hätte,
es lieget nicht in meinem Bette!
Ich habe keins, es ist nicht da,
und was ich habe – sonderbar –
das will so gern ich gar nicht haben,
es hat nicht mehr die rechten Gaben.

Und so beginnt Der Wunsch weiterlesen