Sei nicht mit der Vergebung in Konflikt, Bruder

Heute Morgen gab es wieder mal eine sehr hilfreiche Session.  Hier das ganze in geschriebener Form. (Wenn Michael aus dem Kurs vorliest, ist die Schrift kursiv.)

Lektion 107, Die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen

Sei nicht mit der Vergebung in Konflikt, Bruder

Jesus sagt uns im Kurs ganz klar, es ist eigentlich gar nicht Dualität was wir gemacht haben, Illusionen sind Illusionen von Unterschieden, es ist ein einziger falscher Gedanke. Es ist nicht Gut und Böse was du gemacht hast, es sind nicht einerseits Liebesbeziehungen und andererseits Hassbeziehungen, alles was du gemacht hast ist die Hölle. Was ist eine Liebesbeziehung? Die Hölle. Hast du es noch nicht erlebt, dass eine Liebesbeziehung die Hölle ist? Noch nicht? Hast du noch nicht unter einer Liebesbeziehung gelitten? Wenn du nicht leiden würdest, würdest du nicht in eine Liebesbeziehung gehen. Denn warum gehst du in eine Liebesbeziehung? Weil
du leidest. Und, hört dein Leiden in der Liebesbeziehung auf? Nein, du kultivierst es. Du zelebrierst dein Leiden, oder nicht? Oder zelebrierst du in einem Gourmetrestaurant nicht deinen Hunger, dein Leiden? Mit deinem Lieblingsessen, das dir schmeckt. Was ist dein Geschmack? Dein Ausdruck deines Leidens, was denn sonst? Also gibt es keinen Unterschied zwischen einer Liebesbeziehung und der Hassbeziehung, denn sie sind dasselbe. Du hast die
Liebesbeziehung gemacht. Oder hat Gott die gemacht? Und du hast die Hassbeziehung gemacht. Und dann glaubst du, du kannst unterscheiden zwischen liebevollem Leiden und hasserfülltem Leiden. Das ist Ehrlichkeit Bruder, du musst irgendwann ehrlich werden, und nicht glauben, dass du hier teilweise den Himmel gemacht hast. Wo hast du denn den Himmel gemacht? Wo denn? Auf Hawaii? Und dann kommt ein Tsunami und du glaubst wirklich, im Himmel gibt es einen Tsunami? Und in einer Liebesbeziehung kann jemand sterben? Nein Bruder, eine
Liebesbeziehung ist nicht der Himmel auf Erden, eben nicht. Sonst würdest du doch nicht in einer Liebesbeziehung den anderen anschnauzen, in einer Liebesbeziehung vom anderen was haben wollen, in einer Liebesbeziehung traurig sein, in einer Liebesbeziehung nehmen wollen, befriedigt werden wollen oder
befriedigen wollen. Das muss dir klar sein, dass mit deinen Liebesbeziehungen machst du die Hölle. Und das ist in jeder Liebesbeziehung so, und darum ist ja die Liebe eine Farce. Und egal, ob dir dein Essen schmeckt oder nicht schmeckt, es ist die Hölle überhaupt essen zu müssen, sei dir da ganz sicher. Also lass
dich durch deinen Geschmack nicht täuschen, und durch dein Gefühl nicht täuschen. Wenn es sich gut anfühlt, ist das noch lange nicht der Himmel. Wir brauchen mehr Ehrlichkeit, wirklich mehr. Soviel Ehrlichkeit, dass du, ein alter Begriff wäre, „dich selber durchschaust“, dass du durchschaust. Nicht an der Oberfläche hängen bleibst, das sieht schön aus. Jesus hat mal gesagt:
„übertünchte Gräber“. Was ist, wenn du durchschaust? Na ja, dann ist da nichts da, was Substanz hat. Wenn die Liebe vergeht, muss es die Hölle gewesen sein. Was ist das Gute an der Hölle? Sie vergeht. Lass sie vergehen, lass sie wirklich vergehen und benütze diesen Kurs dazu, und benütze deinen Willen, dass du dich befreist. Und hüte dich
davor, irgendwann zu sagen, „da hat Vergebung nicht geholfen, da mussten wir was tun“. Spiel nicht Vergebung gegen Tun aus. Denn, wenn du ohne zu Vergeben etwas tust, dann prahlst du vielleicht mit dem, was du wieder alles getan hast, aber du bemerkst gar nicht, wie ärgerlich du bist. Und du bemerkst gar nicht, wie wütend du schon wieder bist. Und dann redest du irgendwas von
Kursgeschwafel, und merkst nicht, dass du schwafelst. Hüte dich davor, den Kurs gegen irgendetwas auszuspielen. Erst vergeben, und dann lass dir von der Vergebung sagen, was es zu tun gibt. Und tue nicht so, also ob du von dir aus irgendetwas tun könntest. Mag sein, dass du dann
Recht hast, aber bist du wirklich glücklich? Bist du es?
Ich kenne viele, die gehen sehr leichtfertig mit dem Kurs um, darum haben wir gestern gehört, Vergebung ist eine Fähigkeit, die musst du entwickeln. Und die entwickelst du nicht, solange du jedes Mal sagst „ja da hilft aber keine Vergebung was“. Wenn du wüsstest, wie sehr Vergebung hilft. Wenn du wüsstest, dass Vergebung mehr hilft als irgendein Tun. Konnte Jesus am Kreuz irgendwas tun? Irgendwas tun, Bruder? Hat er seine Muskeln angespannt und die Nägel wieder rausgerissen? Hat er das gemacht? Hat er so geatmet, dass er nicht gestorben ist? Hat er irgendwas getan? Nein, es gibt einen Punkt, da kannst du nichts tun, gar nichts. Da musst du erst vergeben. Und dann kannst du den Felsen wegwälzen, dann ja. Dann kannst du sogar den Felsen wegwälzen. Das kannst du aber nicht mehr von dir aus tun, und das kannst du erst tun, nachdem du anderen vergeben hast, was sie nicht getan haben, sie haben dich nicht gekreuzigt. Das musst du perfekt vergeben. Und dann wälzt du den Stein weg.
Selbst, wenn er dein Grab schon verschließt. Das ist die Botschaft vom Kreuz. Also lass dich nicht dazu hinreißen, irgendwann zu sagen, „ja da hilft aber die Vergebung nichts, da müssen wir miteinander reden, da müssen wir das und das tun“. Ja was ist, wenn der andere nicht mit dir reden will? Dann willst du wieder damit Recht haben, dass das so nicht weitergeht? Dann willst du wieder
damit Recht haben… Was ist, wenn der andere nicht mit dir redet? Was ist dann? Was ist, wenn er dich nicht in den Arm nimmt? Was ist, wenn er einfach über deinen Kopf irgendwas entscheidet? Was ist dann? Denk dran, du hast die Hölle gemacht, nicht der andere, du hast sie gemacht.
Und dann glaubst du, eine Liebesbeziehung ist deine Rettung? Wenn der andere dich in den Arm nimmt, wenn
der andere mehr mit dir redet? Nein Bruder, die Liebesbeziehung ist Teil deiner Hölle. Das miteinander reden ist Teil deiner Hölle. Es ist dasselbe, ob jemand mit dir redet oder nicht redet, denn geholfen, wirklich geholfen hat dir die Liebesbeziehung nicht. Und wenn du einen Menschen zwanzig Jahre lang geliebt und gehegt und gepflegt und umarmt und mit ihm geredet hast, und? Dann hat er einen Autounfall. Hat dir deine Liebe was geholfen? Kannst du mit deiner Liebe deinen Bruder am Leben erhalten? Am Leben, ja? Am Leben. Liebe ist Leben. Das ist der Kurs in Wundern. Mit deiner Vergebung kannst du dich erst mal am Leben erhalten und deinen Bruder auch. Und du musst erst mal begreifen, dass Frieden keine geringe Gabe ist. Frieden ist nicht geringer als irgendetwas, was du tust. Wenn du irgendetwas ohne
Frieden tust, vergiss es.
Es gibt viele, die haben irgendwelche Kranken vorübergehend geheilt. Und wer weckt die Toten auf? Da brauchst du mehr Geduld, viel mehr. Ohne deine Vergebung wärst du schon gestorben. Ich kenne einige Brüder, die wären längst ohne ihre Vergebung gestorben, an ihrem Krebs, an ihrem Aids, an ihrer Depression, an irgendeiner Unachtsamkeit. Wenn du offenen Geistes bist, dann kannst du sehen, was dein Bruder nicht sieht. Ich kenne Brüder, die wären längst an einem Autounfall gestorben, längst an ihrer Krankheit. Und? Sie vergeben und
im nächsten Augenblick entscheiden sie sich wieder gegen die Vergebung, regen sich wieder über irgendwas auf, was hier in der Kurswg oder irgendwo anderes scheinbar nicht in Ordnung ist, und begreifen überhaupt nicht, dass ihre Vergebung sie zumindest schon Mal am Leben erhält, und sie noch nicht an ihrer Depression
verreckt sind oder an irgend sowas. Sei achtsam. Wir gehen einen Weg, den kannst du lange Zeit nicht wahrnehmen, wenn du aber deinen Geist öffnest, ich hatte Nahtoderlebnisse. Ich weiß, was es bedeutet, im selben Geist zu bleiben, und lediglich in einem anderen Körper mit derselben Scheiße wiedergeboren zu werden. Warum glaubst du, werden behinderte Kinder behindert geboren? Na weil derjenige vorher nicht anderen Geistes geworden ist, warum glaubst du denn? Warum wird ein Kind in einer Familie geboren, wo es als Kind schon gequält wird? Weil es, bevor es gestorben ist, nicht vergeben hat, was andere getan haben. Das ist Karma, ja? Du wirst in deinem eigenen Karma wiedergeboren, so lange, bis du dich endlich befreist. Ansonsten nützt dir dein Tod gar
nichts. Du stirbst unter Gewalt und wirst in derselben Gewalt wiedergeboren. Warum glaubst du, wird ein Kind schon als Kind missbraucht? Warum? Ideen verlassen ihre Quelle nicht, das ist der Kurs. Also sei froh, dass du in diesem Leben so viel vergeben kannst, dass du eine Wiedergeburt im Körper unnötig machst, weil du den Körper als Lernhilfe nicht mehr brauchst. Weil du alle deine Körpergedanken, wo du Hass mit dem Körper ausagieren willst, Liebe mit dem Körper ausagieren willst, das Gute mit dem Körper erleben willst, weil du was Gutes Essen willst, schöne Berührungen erlebt haben willst, ja dazu brauchst du einen Körper. Aber denk dran, Illusionen sind Illusionen von Unterschieden. Dann erlebst du nicht nur was Gutes mit dem Körper, sonder auch was Schlechtes. Das ist eine Gesetzmäßigkeit. Das ist das Gesetz von Karma. Und das musst du ganz klar so sehen. Und Jesus dieses Gesetz, genau dieses Gesetz, das hat er transzendiert. Er wusste,
wenn er sich nicht erlöst, wird er im Schoß einer Frau wiedergeboren werden. Und dann wird es ihm nichts geholfen haben, am Kreuz zu sterben. Dann wird er mit demselben Kreuz wiedergeboren werden, mit demselben. Also musste er sich erlösen. Und du hast diesen Kurs, du hast den Kurs Bruder. Dein Wille führt dich. Entweder du willst dir vergeben oder du willst nach wie vor dich drüber
beklagen, dass ein Bruder irgendetwas dir nicht gibt. Er wird dir auch hier irgendwas nicht geben, denn du hast die Hölle gemacht. Alles was du gemacht hast ist die Hölle, alles. Jede Beziehung, überall. Du kommst dem nicht aus,
das müsstest du doch schon bemerkt haben. Denn wie oft wolltest du denn schon woanders hin? Wie oft hast du schon geglaubt, eine Liebesbeziehung rettet dich? Wovor denn Bruder? Wovor soll sie dich denn retten?
Ein schöner Ort rettet dich. Ja welcher denn? Viel Geld rettet dich. So so. Soviel Geld gibt es gar nicht, dass es dich retten kann. Das gibt es überhaupt nicht. Soviel menschliche Liebe gibt es gar nicht, als dass sie dich retten könnte. Es gibt etwas, da musst du begreifen, du wirst immer leiden, es sei denn, du erlöst dich davon. Und dein Leiden endet nicht dadurch, dass ein anderer dich liebt, eben nicht. Das sind Egoideale. Und solange du glaubst, dass deine Rettung ist, wenn ein anderer dich liebt, wirst du immer andere beschuldigen, weil sie dich nicht genügend lieben. Und andere werden dich beschuldigen, weil du sie nicht genügend liebst. Das ist die Welt. In der Zeit bist du schuldig und der andere auch. Warum schuldig? Na wer bedürftig ist, ist schuldig. Denn wenn dir jemand was schuldet, dann musst du selber schuldig sein. Wenn du aber, egal in welcher Situation du bist, egal in welcher Beziehung der andere zu dir steht, wenn nicht das verpflichtend ist, was er dir schuldet, sondern wenn die Beziehung verpflichtend ist, und du endlich begriffen hast, selbst, wenn du den anderen
beschuldigst, selbst, wenn du damit Recht hast, selbst, wenn du ihm noch so sehr die Hölle wünscht, weil er dir das nicht gegeben hat, was er dir schuldet, selbst wenn du ihn deswegen schlägst und ihn umbringen willst und ihn deswegen mit deiner Depression, mit deiner Verzweiflung drohst, selbst wenn du dich wegen ihm umbringst, weil er dir das nicht gegeben hat, was er dir schuldet, ist er immer noch ohne Schuld, immer noch. Du irrst dich.
Und wenn du ihn noch so wütend anschnauzt und ihm noch so sehr sagst, „das was du machst ist falsch, du musst mehr mit mir reden, du musst mich mehr achten“. Und? Kannst du damit was erreichen? Du kannst damit Recht haben, glücklich wirst du damit nicht. Und du wirst den Kurs nur dazu bekommen, um dich zu erlösen, du dich. Und das einzige was dich da führt ist dein Wille, dein eigener. Und es kann sein, dass du noch viele Male andere beschuldigst, weil sie dir wieder irgendetwas  wieder nicht gegeben haben. Und? Hilft dir die Beschuldigung was? Als Ego ja. Denn dann aalst du dich damit, dass du Recht hast, suchst dir einen
Verbündeten, dann klagt ihr zu zweit den anderen an. Und? Und dann gründet ihr eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung. Und?
Tauscht euch dann miteinander aus, gebt euch gegenseitig Liebe…. Und? Wie oft hast du das schon
gemacht? Wie oft? Du kannst es noch oft machen. Wie lange wartet der Heilige Geist? Er wartet, bis du bemerkst, dass
dir das nicht hilft.
Und dann machst du dir die beste Mami, und das ist dann auch die beste Mami, und die gibt dir alles, und dann stirbt sie, wenn du acht Jahre alt bist. Oder dein Onkel vergewaltigt dich, dann nützt dir auch die beste Mami nichts. Oder dein bester Freund stirbt, oder irgend so etwas. Oder du wirst dann verkrüppelt geboren oder irgend so etwas. Sei dir ganz sicher, alles was du machst hier ist die Hölle. Jeder erfährt hier leid und du glaubst,
du erfährst keins? Wer die Hölle macht, hat für Leid vorgesorgt. Irgendwann trifft es dich. Und dann glaubst du, helfen dir deine Heilspläne? Wir müssen mehr uns lieben, mehr uns umarmen, wir müssen……soso. Dann hältst du der Welt eine Predigt und bist sauer, wenn sie sie
nicht hört. Und dennoch gibt es etwas, was dir hilft. Dir. In der Not, die du gemacht hast. Wenn die ganze Welt dich verlässt, wenn keiner deine Predigt hören will und du endlich nicht mehr Recht haben willst, und dir endlich nicht mehr jemanden suchst, der sie doch hört, wenn du dich dann nicht aus Hochmut umbringst, sondern inne hälst, dann bist du reif für den Kurs in Wunder. Dann willst du nichts anderes als vergeben. Und musst diese Fähigkeit entwickeln, und keine andere. Weil dir das wirklich hilft.
Das ist dann der Punkt, dann kannst du dir anscheinend nicht mehr helfen, da helfen dir auch andere nicht mehr, auch wenn du ihnen geholfen hast. Das alles macht nichts. Wenn andere dir nicht helfen, macht nichts. Wenn andere dich nicht lieben, macht nichts. Stell dir vor, es macht nichts mehr, wenn andere dich nicht lieben. Ansonsten hat es immer etwas gemacht, dass andere dich nicht geliebt haben, dass andere dich nicht umarmt haben, dass andere sich nicht um dich gekümmert haben. Die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist
berichtigen. Und dann musst du dir eingestehen, dass deine Umarmungen nichts helfen. Da du aber an deine Umarmungen geglaubt hast, ist das für dich vielleicht ganz schwer zu begreifen, dass sie nichts helfen.
Und da du an
deine gute Ernährung geglaubt hast, fällt es dir vielleicht ganz schwer zu akzeptieren, dass sie nichts hilft. Und das alle deine Heilspläne nicht nur nichts helfen, sondern aktive Angriffspläne sind auf diesen Heilsplan. Wann kannst du bemerken, dass sie aktive Angriffspläne sind? Das kannst du an deiner Wut bemerken, an deiner Enttäuschung, an dein Insistieren, an deinem „die Vergebung hilft aber nichts“. An deinem Ärger kannst du bemerken, dass dein Heilsplan ein Angriffsplan ist. An dem, dass du mit deinem Bruder nicht im Frieden sein kannst, kannst du
bemerken, dass dein Heilsplan zumindest einen Bruder immer angreift. Natürlich nicht deinen Verbündeten, aber den, gegen den du dich verbündet hast, den greift er an. Also muss dein Heilsplan ein Irrtum gewesen sein. Selbst, wenn du ihn Liebe genannt hast, warum funktioniert er nicht. Glaubst du wirklich, Liebe funktioniert nicht? Glaubst du immer noch, Liebe kann abgelehnt werden?
Liebe kann nicht abgelehnt werden, es ist unmöglich. Wenn deine Liebe abgelehnt wird, war sie eine Farce. Wenn die Liebe nur wie sich selbst erschafft, von wem
kann sie abgelehnt werden?
Du musst unterscheiden, zwischen Irrtümern in deinem Geist, die du auch noch nach außen projiziert hast und der Wahrheit. Und was tut die Wahrheit? Na sie duldet diese Irrtümer nicht, sie berichtigt sie, ist doch logo. Warum sollte sie die Irrtümer dulden wollen? Sie greift sie nicht an und sie duldet sie nicht. Sie berichtigt sie.
Wenn du einen Fehler machst, in der Schule, warum sollte dein Lehrer deinen Fehler dulden? Und warum sollte er ihn angreifen? Wenn er ein schlechter Lehrer ist, greift er ihn an. Wenn er ein schlechter Lehrer ist, duldet er ihn. Dann ist es immer noch ein schlechter Lehrer, dann toleriert er ihn. Dann sagt er „macht doch nichts“. Seit wann machen Fehler nichts? Fehler machen Illusionen. Also sag nicht, dass Fehler nichts machen. Fehler verursachen Leid. Weißt du was Leid ist? Also sage nicht, dass Fehler nichts machen. Fehler müssen berichtigt werden. Und es nützt dir nichts, wenn du Fehler tolerierst und sagst „ja das ist doch aber liebevoll“. Ich glaube nicht, dass die Liebe ein Irrtum ist. Ich glaube, dass die Liebe die Wahrheit ist. Ich glaube nicht, dass Frieden ein Irrtum ist oder Leben ein Irrtum ist oder eine Illusion ist. Wenn Leben eine Illusion ist, muss ein Irrtum vorliegen. Den kann ich nicht tolerieren. Jesus sagt, du bist viel zu nachsichtig, dem Umherschweifen deiner bedeutungslosen Gedanken in deinem Geist. Du tolerierst das viel zu sehr. Und du tolerierst auch die Fehler anderer in deinem Geist und sagst einfach „das macht doch nichts, solange ich es nicht denke“. Warum sollte ich den Fehler anderer in meinem Geist tolerieren? Warum denn, wenn Geister verbunden sind? Natürlich macht das etwas, nämlich Illusionen. Und ich bin nicht der Schüler, der sagt, „das sind ja nur Illusionen, die machen ja nichts“. Ich bin der Schüler, der
sagt, „das sind Illusionen, die machen eine Welt der Angst“. Und diese Welt der Angst steht wie ein Block vor dem Antlitz Christi, wie ein Block. Wie eine schwarze Wolke, die das Licht der Welt sehr wohl verbergen. Denn, wenn sie es nicht verbergen würden, würde ich das Antlitz Christi sehen. Und wenn ich es sehen würde, würde ich mich sicher anders benehmen.
Dann würde ich mich nicht in Liebesbeziehungen zurückziehen und dann auch noch ärgerlich sein, wenn meine Süße nicht mit mir knutscht. Dann würde ich mich so nicht benehmen, dann hätte ich nicht solche Gefühle. Dann wäre das nicht so. Also muss ich ehrlich sein. Und dann würde ich mich nicht aufregen, nur weil jemand nicht mit mir redet und würde mich auch nicht in besondere Beziehungen hinein dividieren und mich nicht an bestimmte Orte, an denen scheinbar nicht die Hölle ist, wünschen. Und würde mich nicht mit gutem Essen betäuben. Ich würde nicht meine Sinne betäuben, das würde ich nicht tun. Ich würde mir nicht die Ohren vollstopfen,
mit den Klängen, die ich mag. Und ich würde mich nicht mit Berührungen betäuben, die sich für mich gut anfühlen. Ich würde das überhaupt nicht tun wollen, wenn ich frei wäre, wenn ich wieder im Gewahr sein meiner Wirklichkeit wäre. Und ich hätte schon gar nicht Angst vor etwas, was sich nicht gut anfühlt, ich hätte diese Angst nicht. Solange ich sie aber habe, habe ich sie gemacht. Und dann ist natürlich auch eine Liebesbeziehung die Hölle, klar. Sonst wäre ich nicht so ängstlich, sonst wäre ich nicht so eng, sonst wäre ich nicht so gefangen da drin. Sonst wäre ich nicht so abhängig von guten Berührungen. Oder bin ich es nicht? Was ist denn, wenn ich eine Zeit lange so eine Berührung nicht erleben kann? Was ist denn dann? Ja was ist denn, wenn ich nur daran denke, eine Zeit lang keinen Sex zu haben? Was ist denn dann? Oder nicht berührt zu werden? Habe ich dann Angst, ich opfere mich? Ah ja. Also muss die Idee in meinem Geist sein. Also ist sie
das Zentrum meiner Bemühungen. Oder irgendetwas anderes, irgendeine andere Annehmlichkeit. Beim einen ist es Sex, beim nächsten ist es gutes Essen, beim nächsten ist es, was du nennst Stille, äußere Stille, natürlich äußerer Frieden oder irgend so was. Meistens ist es eine Mischung, wo beim einen das wichtiger
ist und beim anderen das. Und der eine sagt dann überheblicher „das ist mir doch nicht wichtig“. Ja dann schau doch auf das, was für dich wichtig ist. Ich habe diesen Kurs bekommen, weil meine Heilspläne, wenn es drauf ankommt, versagen. Alle meine Heilspläne versagen, wenn es drauf ankommt. Wenn mein Heilsplan ist, wir müssen mehr miteinander reden, dann versagt der, wenn du nicht mit mir redest. Wenn mein Heilsplan der ist, dass du zärtlich zu mir bist, versagt der, wenn du nicht zärtlich zu mir bist. Es sind also Heilspläne, die von Bedingungen, die notwendige Bedingungen brauchen. „Unter der Bedingung kann ich dich lieben. Unter der Bedingung fühle ich mich gut“. Und was ist in einer Welt, in der die Bedingungen ständig wechseln? Dann willst du den anderen darauf festlegen, dass er eine bestimme Bedingung, ein bestimmtes therapeutisches Milieu schafft? Nein Bruder, du brauchst kein therapeutisches Milieu, denn das gibt es nicht. Du brauchst nicht eine bestimmte Umweltbedingung, damit du dich entwickeln kannst. Schau dir doch diese jämmerliche Welt an. Wenn eine Kiefer keinen Sandboden hat, kann sie nicht wachsen. Sie braucht Lehmboden, na toll. Na was soll denn das? Wenn du nicht die Bedingung hast, kannst du nicht lieben. Na fein, na gut für dich. Wenn der andere nicht so und so zu dir ist, kannst du dich nicht geliebt fühlen. Ja bist du eine Pflanze, die bestimmten Mutterboden braucht? Und eine
bestimmt Luft und ein bestimmtes Maß an Feuchtigkeit? Damit dir das Wasser im Mund zusammen laufen kann. Liebe ist
bedingungsfrei, bedingungslos. Mit der Vergebung hast du ein Mittel, mit dem du unter allen, von dir übrigens erdachten Bedingungen, egal ob du sie magst oder nicht
magst, egal ob sie für dein Ego förderlich oder hinderlich sind, dich befreien kannst. Das ist der Kurs.
Denn alle deine Heilspläne brauchen ein bestimmtes, heilsames Milieu, ein bestimmtes Liebesmilieu, ein bestimmtes Friedensmilieu. Da kannst du aber nicht allen begegnen. Das ist etwas, was du deinen Eltern vorwirfst. Sie haben dich nicht gefördert, sie haben dir nicht
das entsprechende Milieu geschaffen, damit du dein Ego perfekt entwickeln kannst. Das ist ja die Idee „ich bin hier am falschen Ort“. So so. „Ich halte es in diesem kleinen Dorf nicht aus, das ist mir zu engstirnig, ich brauche die Großstadt, damit ich mich entwickeln kann“. Na toll. „Ich brauche eine freie Beziehung, ich halte es in so einer engen Beziehung nicht aus“. Na toll Bruder, dann entwickele dich mal toll, irgendwo anders. „Ich habe das mit meinem Vater
nicht mehr ausgehalten, der hat den ganzen Tag nur Fußball geguckt und die Bildzeitung gelesen“. Ja und, dann bist du zu den Spiegellesern gegangen, na fein. Und irgendwann zur Esoteragruppe, damit du deine Spiritualität entfalten kannst, im entsprechenden Milieu. Ich habe früher so gedacht, du nicht? „Ich
halte es unter lauter Hauptschülern nicht aus, die sind unter meinem Niveau, ich brauche Gymnasiasten“. Na fein. Das ist Angst, ja? Das ist Angst. Das ist nicht Liebe. Das sind Bedingungen. Und diese Welt ist ein schillerndes Panoptikum unterschiedlichster Milieus, unterschiedlicher Bedingungen. Und wie willst du
da heilen? Wie willst du da lieben, wenn du dich nicht ausdehnen kannst? Wenn du es nicht wagst, mal deine Wurzeln in einen anderen Boden zu stecken, weil du
glaubst, da bekommst du nicht genügend Nahrung.
Weil du Angst hast, da ist zu wenig Wasser oder zu viel Sand oder zu viel Lehm oder da ist zu viel was weiß ich Fußball oder zu wenig Spiritualität oder zu viel Bürgerlichkeit oder…. Gib es doch auf dieses Denken, gib es auf. Du musst diese flachen Wurzeln, sagt der Kurs, die musst du einfach ausreißen, die tragen dich sowieso nicht.  Die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen. Und dann heilst du unter den schlechtesten Umweltbedingungen. Und dann heilst du in einem Milieu, das scheinbar überhaupt nicht therapeutisch ist. Wo heilst du dann? In genau der Beziehung, die dich krank gemacht hast, von der du glaubst, dass sie dich krank gemacht hast. Weil
du Recht gesinnt wirst. Weil du Wunder gesinnt wirst. Weil du nicht einen Therapeuten brauchst, sondern du brauchst denjenigen, mit dem du krank geworden
bist, das ist dein therapeutisches Milieu. Weil die Liebe endlich frei ist.
Was könnte Illusionen berichtigen, wenn nicht die Wahrheit? Das ist immer wieder der Grund, warum ich
Beispiele nenne, wie ich geheilt wurde. Mein letztes therapeutisches Milieu wäre nur noch eine Schmerzklinik gewesen, und ich war auch bei Wunderheilern. Es gab einen Punkt, da konnten mir Schamanen oder Kurunas nicht mehr helfen. Und jeder kennt diesen Punkt. Ob das eine physische Krankheit ist oder eine
sogenannte seelische Krankheit, ob das irgendetwas ist, da kann dir kein Mensch mehr helfen. Da gibt es kein therapeutisches Milieu mehr, da wäre dein letztes therapeutisches Milieu der Friedhof. Wo du dann mit anderen tot sein kannst, im morphogenetischen Feld des Todes, genannt Friedhof oder Hades oder was weiß ich. Das sind Ideen, die in deinem Geist sind. Befreie dich vom Reich der Toten und glaube nicht, dass du da Ruhe findest. Das wirst du nicht. Da nicht. Denn kein Lebendiger kann lange im Reich der Toten bleiben. Ist unmöglich. Du hast deine Rechnung ohne Gott gemacht. Aber du kannst lernen, perfekt zu vergeben. Und dann brauchst du nicht jemanden, der dich liebt, und dann brauchst du nicht jemanden, der dich versteht, und dann
brauchst du niemanden, der das kocht, was dir schmeckt, und dann brauchst du keine trockene Wohnung, dann brauchst du nicht mehr das, was du glaubst, dass es dir hilft. Denn dann siehst du, dass Illusionen Illusionen von Unterschieden sind, nicht wirkliche Unterschiede. Und dann lässt du dich führen und arbeitest als Schwerkranker, wie es bei mir der Fall war. Und vergibst denjenigen, die dich beschuldigen, wie es bei mir der Fall war. Und heilst die Beziehungen, von denen du abgelehnt wirst. Und dafür brauchst du viel Geduld. Und gibst dein
Geld für dich und deine Heilung aus, sondern für andere. Nicht für deine Medikamente, sondern für andere. Und das ist der Beginn, wo du bemerkst, was für eine Macht st Vergebung. Das ist Liebe. Die verzichtet auf jede besondere Bedingung.
Sie entfaltet sich nicht unter besonderen Bedingungen, und dann musst du auch nicht mehr sagen, „ja aber, aber da kann sie sich besser entfalten“. Nein, die Vergebung kann sich in einer Liebesbeziehung nicht besser entfalten als in einer Hassbeziehung, eben nicht.
Und sie kann sich, wenn du dich gesund ernährst, nicht besser entfalten, als wenn du hastig irgendwas in dich reinstopfst, eben nicht. Und wozu brauchst du das, Bruder? Kannst du deinen Weg bestimmen? Kannst du es festlegen, dass dich jeder liebt? Und wenn du dich noch so beschwerst, dass es jemand nicht tut, ist das die Garantie
dafür, dass er es nicht wieder tut? Ist es die Garantie? Und wenn du dann an einen anderen Ort gehst, ist das die Garantie dafür, dass du, liegt in deiner Entscheidung wirklich Macht? Dass dir dann, an dem Ort, nicht wieder dasselbe passiert? Jesus sagt dir, „und selbst, wenn du den ganzen Ort hier, scheinbar
zerstörst und stirbst, ist das nicht die Garantie dafür, dass du dem Elend entronnen bist, du wirst im selben Karma wiedergeboren.
Das trifft sogar auf den Dalei Lama zu, sonst wäre er nicht verjagt worden, sonst würden seine
Klöster nicht geplündert werden von den Chinesen. Sieh einfach, welchen Dienst er dir wirklich leistet. Er zeigt dir, den Unterschied zwischen Jesus und dem Dalei Lama, der im selben Körper wiedergeboren wird. Der immer wieder in einem anderen Körper wiedergeboren wird. Was zeigt er dir? Mach aus dem Dalei Lama
einen Augenblick keinen Götzen. Sieh ihn als einen Bruder, der dir was zeigt, einen Dienst. Und dann vergib ihm, finde seinen Fehler in deinem Geist und erlöste den Dalei Lama von diesem Zyklus, dass er ständig wieder als Dalei Lama wiedergeboren werden muss, in einer Welt der Hölle. Mach aus ihm keinen Götzen, tue es nicht und glaube nicht, dass er weiter ist als Jesus. Er hat einen Dienst, aber er wird dir sicher sehr dankbar sein, wenn du seinen Fehler in
deinem Geist berichtigst, damit auch er von diesem Zyklus befreit wird. Anstatt, dass du aus ihm irgendeinen Götzen machst, das hilft ihm nichts und dir auch nichts. Irrtümer, die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen, alle. Was zeigt er dir, der Dalei Lama? Dass das, was er lehrt, das lernt er auch. Und wie lange lehrt er das schon? Na seit Jahrhunderten lehrt er es. Und? Er lernt es und er lehrt es und er lernt es, und er lehrt es und er lernt es. Und? Was lehrt Jesus in deinem Geist? Da ist keine Welt. Befreie dich davon. Nicht nochmal im Schoß einer Frau. Was lehrt der Dalei Lama? Nochmal im Schoß einer Frau. Das ist der Unterschied. Und diesen Unterschied, du entscheidest, dein Wille führt dich, nur dein Wille. Jesus erlebt kein Leid mehr. Er hat sich wirklich ganz befreit.
Sich, sich wenn du in seiner Wahrnehmung bist, dann hat er nicht nur sich befreit, sondern die ganze Welt. Welches Reich ist sein Reich? Sein Reich ist nicht von dieser Welt. Hat er ein Reich begründet? Ja natürlich, ist doch logo.
Ein nonduales Reich, in dem es kein Karma mehr gibt. Überhaupt keine Schuld, gar nichts mehr, kein Körper mehr. Weil er nicht mehr nötig ist.
Hat der Dalai Lama den Körper schon abgelegt? Nein, noch nie. Noch nie hat er ihn abgelegt. Warum nicht? Ja weil er es nicht lehrt. Jesus hat es gelehrt. Aber wofür kannst du das nützen? Du kannst aus ihm die Bitte um Vergebung hören. Denn wer ist der Dalai Lama? Eine Projektion deines Geistes. Vielleicht hat er sich ja als Jesus längst erlöst, nur du projizierst ihn noch als Dalai Lama nach außen. Das ist dein Film Bruder. Du entscheidest, wie wirklich der ist.
Lehrst du noch beides, dann nimmst du beides wahr. Wen nimmst du wirklicher wahr? Hüte dich davor, zu glauben, dass
es ihn gibt, unabhängig von dem, was du lehrst. Du irrst durch ein schierbar endloses Labyrinth der Zeit. Im Reich Jesu gibt es nicht mal mehr einen Dalai Lama, weil er sich und dich ganz erlöst hat. Das ist eine geheilte Wahrnehmung.Denn wo es einen Dalai Lama gibt, gibt es auch Chinesen, die die Klösterplündern. Und nicht nur Chinesen, sondern auch eine El Kaida, usw. Lass die
Wahrheit alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen.
Wo Wahrheit eingekehrt ist, schwinden Irrtümer dahin. Sie vergehen einfach, ohne eine Spur zu hinterlassen. Von Jesus findest du keine Spur mehr in dieser Welt. Keine Spur. Er hat dir den Heiligen Geist als Tröster hinterlassen, ja. Sie vergehen einfach, ohne ein Spur zu hinterlassen, durch die man sich
an sie erinnern könnte. Weg sind
sie, weil sie ohne Glauben kein Leben haben. Und irgendwann muss die Kreuzigung für dich ohne eine Spur einfach vergangen sein, da ist kein Kreuz mehr, da ist kein Golgatha mehr, da ist keine Kreuzigung mehr. Wo ein Kreuz stand, ist jetzt das
Antlitz Christi, und sonst gar nicht. Jemanden vergeben, was er nicht getan hat.
Und so verschwinden sie ins Nichts und kehren dorthin zurück, woher sie kamen. Aus Staub gemacht, wird wieder Staub aus ihnen, denn nur die Wahrheit bleibt. Kannst
du dir vorstellen, was ein Geisteszustand ohne Illusionen ist? Wie er sich anfühlen würde? Versuche, dich an eine Zeit zu erinnern – vielleicht war es nur ein Minute oder weniger -, als nichts kam, um deinen Frieden zu stören, als du gewiss warst, geliebt zu werden und in Sicherheit zu sein. Versuche daraufhin dir vorzustellen, wie es wäre, wenn dieser Augenblick sich bis zum Ende der Zeit und in die Ewigkeit ausdehnte. Lass darauf das Gefühl der Ruhe, das du spürtest, hundertmal vervielfacht werden und dann nochmals weitere hundertmal. Jetzt hast du eine kleine Ahnung – nicht mehr als nur die schwächste Andeutung – des Zustands, in dem dein
Geist ruhen wird, wenn die Wahrheit gekommen ist.
Und wofür hast du diese Worte, diese Lektion? Um sie heute anwenden, um das anzuwenden, wenn du dir heute Sorgen wegen deinem Zimmer, wegen deiner Gesundheit, wegen deiner Beziehung oder irgendetwas machst. Wenn du aber wieder sagst, „ja das hilft uns gar nichts, wir müssen hier die Sachen klären“. Ja wozu hast du denn dann die Lektion bekommen? Wozu denn? Um sie in Frage zu stellen? Um wieder zu sagen, die Lektion hilft nichts? Ich werde mich nicht in Frage stellen lassen, und wenn du mich noch so beschuldigst, interessiert mich nicht. Und wenn du noch so sagst, „das ist alles Kursgeschwafel“, für mich nicht mehr. Ich weiß, was mir hilft. Ich weiß was Jesus geholfen hat. Und ich weiß, was tatsächlich hilft. Und dann, wenn ich diesen Augenblick erlebt habe, den muss ich aber erst mal erleben, dann habe ich eine kleine
Ahnung, nicht mehr, als nur die schwächste Andeutung des Zustands, in dem dein Geist ruhen wird, wenn die Wahrheit gekommen ist.
Ohne Illusionen könnte es keine Angst, keinen Zweifel und keinen Angriff geben. Und wenn du
die Lektion so schnell weg legst, dann ist das deine Entscheidung, die ich sicher nicht mit dir teilen werde. Auch nicht hier am Mölmeshof, auch nicht, wenn du hier wohnst. Erst mal will ich
diesen heiligen Augenblick erleben. Und wenn ich den erlebt habe, werde ich sehen, was ich dann tue. Ich muss aber erst mal die Lösung geben, und das hier ist die Lösung für alle meine Probleme, alle. Das ist die Welt, die
sehe ich noch nicht, ich soll sie aber hereinführen. Und du bist nur aus einem einzigen Grund hier. Um diesen Augenblick zu erleben, nur das.
Und wenn du
das nicht willst, dann wirst du es eben auch hier nicht erleben, klar. Dann du meinen, deine Probleme, die müssen auf die Art und Weise gelöst werden, wie dir irgendjemand anderer gesagt hat, dass er sie lösen will. Okay, dann mach das, ich warte inzwischen. Ich
habe genug Erlebnisse gehabt, wo mir nichts anderes geholfen hat, als die Vergebung.
Wirklich nichts anderes, weil mir kein anderer mehr geholfen hat, sondern, ganz im Gegenteil, der andere war mit einem Messer oder mit der Schrotflinte vor mir gestanden, und mir hat nichts anderes geholfen als das.
Und nur deshalb lehre ich den Kurs. Und ich hatte kein Geld, ich hatte nicht mal ein Zuhause. Ich habe unter der Brücke gelebt. Du auch? Ich habe davor keine Angst mehr. Ich bin an Supermärkte gegangen, und habe hinten die Obsttonnen, die Abfalltonnen durchgesucht. Ich war in Straßencafes und bin blitzschnell, ehe der Kellner noch die halbe Pizza wegräumen konnte, die jemand
liegen gelassen hatte, bin ich blitzschnell hin und habe mir die halbe Pizza vom Teller geholt. Oder ich bin auf Pausenhöfe gegangen und habe mir da die Pausenbrote der jungen Mädchen geholt, die sie da reingesteckt haben, weil sie abnehmen wollten. Ich habe aus der Mülltonne gelebt, ich weiß, was mir hilft. Ich weiß, was mir geholfen hat. Und es hilft mir immer noch. Und allmählich ist mein Morphogenetisches Feld nicht mehr die Hölle. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich in einer Liebesbeziehung bin. Das hat etwas damit zu tun, dass ich vergebe, und sonst mit überhaupt nichts. Dann werden auch die Beziehungen von vergebender Liebe erfüllt. Und was anderes hilft nicht. Das ist meine Erfahrung. Eine Hilfe, die immer da ist. Ich muss sie nur wollen. Eine Liebe, die ich überall erleben kann, ich muss sie nur geben. Wenn die Wahrheit gekommen ist, bleibt sie nicht eine Weile, um dann zu verschwinden, oder sich in etwas anderes zu verwandeln. Sie wechselt nicht oder verändert ihre Form, sie kommt und geht auch nicht und geht und kommt dann wieder. Sie bleibt genauso, wie sie immer war, sodass du dich in jeder Not auf sie verlassen und ihr vollkommen vertrauen kannst in allen scheinbaren Problemen und Zweifeln, die die Erscheinungen erzeugen, die die Welt dir zeigt. Ich
habe nicht mehr die Idee, dass ich mir einen angenehmen Ort irgendwo suche und mit Bhakti irgendwo eine schöne, stille Liebesbeziehung lebe, und wir sorgsam darauf achten, dass ja niemand unseren Frieden stören kann. An sowas glaube ich
nicht mehr. Ich dachte, das könnte ich bei den Hopi finden, und habe es da nicht gefunden. Ich dachte, das könnte ich auf Hawaii bei Karunas finden, und habe es da nicht gefunden. Ich dachte, ich kann es an der Kanadischen Grenze irgendwo bei Indianern finden, und habe es da nicht gefunden. Ich kann es nirgendwo finden. Ich kann glauben, es ist in Auroville und muss da erleben, dass ich es
da genauso vergeben muss. Und ich könnte denken, ich finde es am Mölmeshof. Und was muss ich dann erleben? Ich muss es da geben, wenn ich es empfangen will. Sie bleibt genauso, wie sie immer war,
sodass du dich in jeder Not auf sie verlassen und ihr vollkommen vertrauen kannst in allen scheinbaren Problemen und Zweifeln, die die Erscheinungen erzeugen, die die Welt dir zeigt. Sie werden einfach weggeblasen sein, wenn die Wahrheit die Irrtümer in deinem Geist berichtigt.
Und so muss ich an einem bestimmten Punkt auch dir Bruder sagen, wenn du dich bei mir über irgendetwas beschwerst, muss ich dir sagen, „Bruder, da musst du vergeben“. Und wenn ich es dir zum hundertsten Mal sagen muss, so wie es mir zum hundertsten Mal gesagt wird. Und wenn du dann sagst „das hilft nichts“, dann ist das deine Entscheidung. Wenn die Wahrheit gekommen ist, birgt sie in ihren Flügeln die Gabe der vollkommenen Konstanz und Liebe, die nicht wankt im Angesicht von Schmerz, sondern darüber hinausschaut, stetig und gewiss. Und es geht noch viel weiter Bruder. Wenn du in der Vergebung bist, dann hörst einen Ruf aus jemandem, der jetzt in Syrien ist und in einer schlimmeren Situation ist als du. Und wenn du diesen Fehler, diesen Ruf in deinem Geist beantwortest, und derjenige bereit ist, wird
ihm durch deine Vergebung geholfen. Und dann zweifelst du nicht mehr daran, dass es eine Hilfe gibt, die kannst du gar nicht machen und dennoch geschieht sie.
Und dann bildest du dir nicht mehr so viel ein auf das, was du mal gerade machst, sondern dann machst du diese Dinge, aber sie sind nicht deine eigentliche Hilfe, nicht das. Du kannst so vielen Menschen helfen, wenn du Wundergesinnt wirst. Und dann kann ein Mensch in einer Situation, die überhaupt nicht hilfreich ist, dann wird ihm geholfen. Und wer das erlebt hat, und vielleicht ist es genau das, was du erleben musst, die äußere Situation ist nicht die, wo du glaubst, so wird mir geholfen. Nein. Aber denk daran, es gibt tausende, die sind in äußeren Situationen, da wird ihnen nicht durch die Situation geholfen, es kann aber ein Wunder geschehen. Jesus wurde doch nicht durch die Kreuzigung geholfen, aber ihm wurde während der Kreuzigung geholfen. Und das ist die Hilfe, die uns Gott gibt. Die Hilfe,
die überall wirksam werden kann, wenn du sie anwendest. Ansonsten hast du doch gar nicht die Macht, jeden dazu zu bringen, dass er dich liebt, dass er
freundlich zu dir ist. Die Macht hast du doch gar nicht. Aber du kannst etwas anderes tun. Und du hast auch nicht die Macht, einfach nur durch deine Beschuldigung zu sagen, „ich will nicht, dass du das tust“.
„Ich will aber
nicht, dass mir das widerfährt.“ Aber was machst du, wenn es dir widerfährt? „Ich will aber nicht, dass ein anderer mir die Vorfahrt nimmt“. Ja das habe ich schon oft nicht gewollt. Schon ganz oft. Ich muss doch bemerken, dass meine Heilspläne einfach nur eine Farce sind. Es gibt aber einen Heilsplan der wirklich hilft, wenn er angewendet wird. Es ist nur mehr Geduld nötig, es ist mehr Bereitwilligkeit nötig und es ist mehr zurücktreten nötig, damit es passieren kann. Die Wahrheit kommt und geht nicht, noch wechselt sie oder verändert sich, nimmt nicht diese dann jene Erscheinung an, um der Gefangennahme zu entgehen und sich den Zugriff zu entziehen. Sie versteckt sich nicht. Sie steht frei im Licht, in augenfälliger Erreichbarkeit. Es ist unmöglich, dass irgendjemand sie wahrhaft suchte und es ihm nicht gelänge, sie zu finden. Der heutige Tag gehört der Wahrheit. Gib ihr, was ihr gebührt, und sie wird dir das deine geben. Es war dir nicht bestimmt, zu leiden und zu sterben. Dein Vater will, dass diese Träume vergangen sind. Lass sie alle von der Wahrheit berichtigt werden. Ich bin es so gewöhnt, dass meine Heilspläne, wenn es drauf ankommt, nicht funktionieren, dass ich dazu neige, genauso über die Vergebung zu denken. Das heißt, ich höre auf zu vergeben. Wenn ich aber in der Vergebung weiter mache, über den Misserfolg hinaus, über die Beschuldigung hinaus, mein Heilsplan hat da geendet, wo ich beschuldigt wurde. Mein Heilsplan hat da geendet, wo ich habe geliebt, aber der andere hat mich nicht geliebt, also war mein Heilsplan zu Ende. Und was ist die Vergebung? Sie beginnt da. Ich segne den, der mich verflucht. Dieser Kurs ist kein Ende, er akzeptiert kein Ende. Die Wahrheit wird alle Irrtümer in meinem Geist berichtigen, und ich werde in ihm ruhen, der mein Selbst ist. Ich werde also noch oft erleben, dass mein Heilsplan an ein Ende kommt. Und genau für die Situation habe ich dann die Lektion, genau dafür. Wo nicht einmal meine Tränen, nicht einmal meine Verzweiflung dich dazu bringen konnte, dass du zu mir liebevoll bist. Wo nicht einmal meine Beschuldigung dich zur Umkehr bringen konnte, da beginnt meine Vergebung. Wo dir mein Leid völlig scheiß egal war, da beginnt die Vergebung und führt mich aus meinem Leid heraus. Damit ich eins begreife, leiden hilft nichts, Schuld hilft nichts, Ärger hilft nichts. Dann gib ich die Mittel auf. Und das kann ich heute praktizieren, die Wahrheit wird diese Irrtümer, mitsamt ihren tragischen und komischen und entsetzlichen Folgen berichtigen. Denn selbst, wenn die ganze Welt mich verlassen hat, hat Gott mich nicht verlassen. Und dann bemerke ich, dass mich auch die Welt nicht verlassen hat, eben nicht, weil ich beginne, der Welt ein Freund zu werden. Entwickele diese Fähigkeit, so wie wir das Lied von Thomas D am Anfang der Session heute gehört haben: Und die Kraft der
Vergebung ein Bestandteil meines Lebens ist. Und wenn ich vorhin solche Dinge aus meinem Leben erzählt habe, dann heißt das nicht, dass das Lektionen sind, die du auch lernen musst. Ich sage dir das nur, als eine Lernhilfe, vielleicht als ein extremes Beispiel. Das waren noch lange nicht alle Beispiele, wo du sehen kannst, das mir geholfen wurde, weil ich hilfreich sein wollte. Nicht weil ich gut war, gut war ich sicher nicht. Sondern, weil ich mich wirklich befreien wollte, und das will ich immer noch. Es muss nicht jeder unter der Brücke landen, ich musste es. Es war halt meine Lektion. So weit habe ich es gebracht.

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