Was wird unter SOHNSCHAFT verstanden, und wer oder was ist darin einbegriffen?

Was ist die SCHÖFUNG? Wer oder was ist der SOHN GOTTES?  Ist der Mensch ein SOHN GOTTES und sind die Tiere auch ein SOHN GOTTES?  Was ist mit den Bäumen, den Mineralien, etc. Diese Fragen haben mich vor einiger Zeit beschäftigt und ich hörte sie ebenfalls von etlichen Kursschülern.  Eine einfach verständliche  Antwort habe ich dazu in dem Buch von Gloria und Kenneth Wapnick  „Der Himmel hat kein Gegenteil“ sowie im Textbuches des Kurses gefunden, die ich hier gerne mit euch teilen möchte…

Der Begriff SOHNSCHAFT oder SOHN GOTTES wird im Kurs auf zweierlei Art verwendet: um den Zustand der Wirklichkeit und um den der Illusion zu bezeichnen. Im HIMMEL bezieht SOHNSCHAFT sich auf GOTTES eine Schöpfung, den CHRISTUS der GOTTES einer SOHN ist. Dieser SOHN ist, wie wir bereits gesehen haben, völlig geeint und eins mit SICH und SEINEM SCHÖPFER. Auf der Ebene des Traums bezieht sich SOHNSCHAFT auf alle Teile des einen gespaltenen Geistes, der glaubte, er könnte die Trennung vollbringen, in der jedes Fragment scheinbar eine eigenständige Form und ein eigenständiges „Leben“ besitzt. Demnach sind die sogenannten Tier-, Pflanzen- und Mineralreiche ebenso Teil der SOHNSCHAFT wie der Homo sapiens.  Die Unterscheidung von Belebtem und Unbelebtem wurde, den Lehren des Ego folgend, willkürlich vom Homo sapiens eingeführt, um eine illusorische Welt einteilen und kontrollieren zu können und „zu herrschen über alles Getier“ (Gen. 1:26,28). Ein solcher Glaube ist das, was in Ein Kurs in Wundern als das erste Gesetz des Chaos bezeichnet wird: dass es nämlich eine „Hierarchie der Illusionen“ gibt (T-23.II.2:3), der zufolge einige Aspekte der Illusion als höher, weiter entwickelt oder stärker spirituell ausgerichtet als andere gelten; wie wenn Wissenschaftler beispielsweise von der „Kette des Seins“ sprechen, in der es implizit einen Bereich des Lebens und des Nichtlebens gibt. Tatsächlich sind aber alle Formen des „Lebens“ dasselbe, weil sie alle gleichermaßen Projektionen des vom Ego gehegten Gedanken eines Lebens getrennt von GOTT sind. Das ist die Abwehr gegen den Gedanken des LEBENS (oder die Erinnerung an das LEBEN), der (bzw. die) vom HEILIGEN GEIST im Geist aller scheinbaren Fragmente bewahrt wird. Das ist es, was im folgenden Abschnitt (Ein Kurs in Wundern, Textbuch) gemeint ist, der in der Form eines Gebets von Jesus an GOTT, unseren VATER, verfasst ist:

VATER, ich danke DIR in der Erkenntnis, dass DU kommen wirst, um jeden kleinen Graben auszufüllen, der zwischen den zerbrochenen Stücken DEINES heiligen SOHNES liegt. DEINE Heiligkeit, vollständig und vollkommen, liegt in jedem einzelnen von Ihnen (durch den HEILIGEN GEIST). Und sie sind verbunden miteinander, weil das, was in dem einen ist, in ihnen allen ist. Wie heilig ist das kleinste Sandkorn, wenn es als ein Teil des vervollständigten Bildes von GOTTES SOHN begriffen wird! Die Formen, die die zerbrochenen Stücke anzunehmen scheinen, bedeuten nichts. Denn das Ganze ist in jedem einzelnen. Und jeder Aspekt des SOHNES GOTTES ist genau der gleiche wie jeder andere Teil (T-28.IV.9; Kursive v. den Verf.).

Der im Geist gehegte Gedanke des getrennten SOHNES ist daher nicht Form, sondern Inhalt. Es ist der Gedanke, wir könnten getrennt von unserem SCHÖPFER und unabhängig von IHM sein. Die Form, die dieser Gedanke annimmt – belebt oder unbelebt, als Einzeller oder Säugetier-, ist unerheblich, weil der Gedanke derselbe bleibt. Und hinter jedem Gedanken ist der GEDANKE GOTTES, der vom HEILIGEN GEIST sicher bewahrt wird bis zu dem Augenblick, da wir zu ihm zurückkehren.

(Der Himmel hat kein Gegenteil. Kap. 20. Von Gloria und Kenneth Wapnick, erschienen im Greuthof Verlag)

2 Gedanken zu „Was wird unter SOHNSCHAFT verstanden, und wer oder was ist darin einbegriffen?“

  1. Danke Monika,

    das hat mir schon so oft geholfen und auch dieses Mal, da ich es von Dir offeriert bekomme, ist es hilfreich zu lesen, dass wir keine Hierarchie der Illusionen benutzen sollten, um uns zu täuschen.
    Danke, dass wir gemeinsam den Weg gehen, der längst gegangen wurde.

    Ich umarme Euch
    Romu

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