Wie kann ich mich erlösen?

Wie kann ich mich erlösen?

Abendsession, Montag, 26. November 2011

 

 

 

Jesus hat sich in der Wortwahl des Kurses solche Mühe gegeben, dass du jedes Wort, das im Kurs steht, sehr wohl verstehen kannst. Das einzige, was du kannst ist, du kannst es ablehnen. Aber du kannst die Worte nicht missverstehen, denn es sind die Worte, die er gewählt hat, weil du sie verstehst. Heutige Lektion: GOTT hat mich nicht verurteilt. Du verstehst, was verurteilen bedeutet. Du kannst es ablehnen, es zu verstehen, aber du verstehst es. Denn du weißt, was Verurteilung bedeutet. Was bedeutet Verurteilung? Es bedeutet, jemand hat etwas getan und er wird dafür verurteilt. Also weißt du genau, was Verurteilung bedeutet. Jemand hat gestohlen, also wird er verurteilt und ihm wird gesagt, „du hast gestohlen“. Und was ist er dann? Ein Dieb. Und was hat er getan? Etwas Böses. Ganz klar. Jemand hat dich betrogen. Was ist die Verurteilung? Du sagst, er hat dich betrogen, er ist ein Betrüger und du bist der Betrogene. Das ist Verurteilung. Du weißt ganz genau, was eine Verurteilung ist, du weißt es. Und jetzt kommt die heutige Lektion: GOTT hat dich nicht verurteilt. Das heißt, wenn du heute traurig bist, Gott sagt nicht, du bist traurig, er verurteilt dich nicht. Er macht´s nicht. Er verurteilt dich nicht. Was heißt verurteilen? Du nimmst etwas wahr und sprichst ein Urteil drüber. Das heißt, du machst es wirklich. Du beurteilst denjenigen nach dem, was er getan hat. Und nach dem, was er getan hat, ist er für dich, was er getan hat und du stehst in direkter Beziehung dazu. Du bist dann auch Teil deiner Verurteilung. Du bist die Betrogene, du bist die Verletze, du bist der Traurige. Also kannst du ganz klar sehen, jedes Urteil trifft dich. Was du über den anderen sagst, betrifft dich gleichermaßen. Und genau das tut Gott nicht. Er tut also das nicht, was du tust. Was ist die Berichtigung? Ebenso wenig tue ich es. Ebenso wenig. Ich war heute Nachmittag mit dem Willi beim Tierarzt und hat die Tierärztin gesagt, „den müssen wir einschläfern“. Und im selben Augenblick wurde ich richtig traurig und habe im nächsten Augenblick gesagt, „diesen Gedanken will ich nicht“. GOTT hat mich nicht verurteilt. Ebenso wenig tue ich es. Das hat nicht genügt. Ich war noch eine ganze Zeit lang sehr betroffen davon. Als der Willi, als der Körper, dann in dem Transporter lag, offensichtlich tot. Und dann bin ich zum Mölmeshof gefahren, habe einen Spaten genommen und habe ihn begraben. Und habe immer wieder mich an die heutige Lektion erinnert. GOTT hat mich nicht verurteilt.Was ist eine Verurteilung? Eine Verurteilung ist an sich nur dazu gedacht, um Illusionen festzuschreiben. Dann bist du verletzt, dann hat der andere das getan, dann ist er der Täter, dann bist du das Opfer. Das ist verurteilen. Das musst du machen, wenn du Illusionen wirklich machen willst. Dann machst du sie ewig, du willst sie ewig machen, da du die Ewigkeit bist. In dem Moment, wo du dich damit identifizierst, ist es ewig, denn du bist der Ewige. Was heißt ewig? Vergiss doch endlich die Idee, dass Ewigkeit lange Zeit bedeutet. Nein. Ewigkeit ist das, wie es dir jetzt geht. Das ist ewig. Ewig heißt wirklich. Zeit ist doch eine Illusion. Irgendwann musst du doch begreifen, dass ein Augenblick genügt und dass Zeit eine Illusion ist. Wie lange Ewigkeit dauert ist eine Frage, die das Ego stellt. Das hat nichts mit Länge zu tun. Fünf Minuten sind lang oder kurz. Ewig ist das, wie es dir jetzt geht. Und das genügt. Wenn es jetzt wirklich ist, du bist der Ewige, dann ist es ewig. Dann ist deine Ewigkeit nicht mehr deine Wirklichkeit, sondern ein ganz mieses Gefühl, traurig zu sein. Oder ist Trauer ein schönes Gefühl? Ein gutes Gefühl? Ein wahres Gefühl? Nein, es ist ein elendes, mieses Gefühl. Gott wird dich dazu nicht verurteilen. Er wird nicht sagen, „ja mein lieber, tut mir sehr leid, aber du musst traurig sein, weil jemand gestorben ist“. Nein. „Du musst verletzt sein, weil jemand nicht mit dir ins Kino will“. Du verurteilst dich. Oder du lässt es bleiben. Wäre ein Wunder gewesen, wenn der Wille jetzt, ja wieder quietschvergnügt wieder hier herumspringen würde? Wäre das das Wunder? Das wäre das Wunder, dass du dir wünscht. Mein Reich ist nicht von dieser Welt Bruder, ich bin nur hier um zu erlösen, nur hier um zu befreien. Es geht nicht um körperliche Zustände, es geht nicht um geistlose Magie. Es geht nicht darum, dass der Körper heilt. Dazu bräuchtest du doch keinen Kurs in Wundern. Wenn du sowas willst, dann musst du es mit Magie versuchen, mit Schamanismus oder mit irgendeiner Form von Medizin. Aber du würdest es auch nicht schaffen, dass der Willi ewig lebt, dieser Körper. Denn das hat noch kein Magier geschafft. Auch Jesus lebt nicht ewig im Körper, eben nicht. Denn dann wäre Gott ein Körper, und Gott ist sicher kein Körper.Ich bin kein Körper, und das bin ich jetzt nicht. Worum geht es also. Es geht darum, mich von jeder Verurteilung zu befreien, von jeder Verurteilung. Und darum nimmt Jesus den Begriff Verurteilung, weil jeder weiß, was mit Verurteilung gemeint ist. Du schreibst etwas fest, du benützt deine Wahrnehmung, du sagst nicht „meine Augen täuschen“ sondern du sagst „meine Augen sehen alles, meine Ohren hören richtig“, und dann sagst du als Körper „du hast das getan und deshalb bist du“. Und wie ein Kind sagst du dann, „Mama, weil du mich gestreichelt hast, bist du eine liebe Mami“. „Papi, weil du mich angeschnauzt hast, bist du böse“. Na wann ist denn dieses Kasperletheater vorbei? „Willi, weil du gestorben bist, bist du tot“. Das ist urteilen. Und da verurteilst du dich und den anderen zu einem Körper und glaubst, dein Urteil trifft dich nicht. Es trifft dich immer. Denn die Gesetze, die du aufstellst, denen kannst du nicht entrinnen, solange du sie aufstellst. Gott verurteilt dich nicht. Niemals würde er das tun. Warum sollte er? Weder sagt er, „ja du bist ja so lieb, weil du da eine Kröte gerettet hast und du bist ja so böse, weil du das gemacht hat“. Nein. Gott ist nicht albern, Gott ist nicht kindisch und darum wird Gott dich nie verurteilen, egal, was du machst. Und wenn du jemanden tötest, wird Gott dich nicht verurteilen. Und wenn du getötet wirst, wird er denjenigen nicht verurteilen, der dich tötet. Und dich wird er auch nicht zum Tod verurteilen, dich auch nicht. Weder verurteilt er dich zum Opfer, noch verurteilt er den anderen zum Täter und auch nicht umgekehrt. In keinster Weise. Da gibt es keine Rangunterschiede. Egal, was du tust, wie gut es ist oder wie böse. Egal, was dir angetan wird von einem Täter, er wird nicht verurteilt und du wirst auch nicht dafür verurteilt, immer eine liebevolle Mami haben zu müssen, da wird Gott dich nicht dazu verdonnern, ganz sicher nicht. Er wird dich nicht zu einem gesunden Körper verdonnern. Und dich zu einem gesunden Körper verurteilen indem er sagt „du bist ja ein gesunder Körper“, das wird er nie sagen. Er wird dir nie sagen „du kannst ja toll tanzen“, wird er nie sagen. Er wird dich nicht zu einem Tänzer verdonnern und auch nicht zu jemanden, der im Rollstuhl sitzt. Gott verurteilt dich nicht. Also tue du es auch nicht. In keiner Situation. Und ich habe sehr wohl gemerkt, dass es ganz schön schwierig war, mich wirklich gegen die Trauer zu entscheiden. Da war eine Stimme da, „ja aber, ja aber du hast doch den Willi geliebt und du bist doch immer mit ihm in den Wald gegangen und du bist doch und du hast doch und das ist doch herzlos“. Ich konnte es aber nicht glauben, was diese Stimme sagt. Ich konnte es nicht glauben und ich wollte es nicht glauben, weil es zu eindeutig die Stimme des Ego war. Und die heutige Lektion war zu klar in meinem Geist. Und meine Brüder waren zu klar als diejenigen, die mich entweder in der Vergebung unterstützen oder, deren Fehler ich in meinem Geist berichtigen muss. Und selbstverständlich ist der Tod eine Lektion, was soll er denn sonst sein. Er ist entweder eine Verurteilung oder eine Lektion. Und die Idee Willi, ist es nicht offensichtlich, dass die nicht gestorben ist? Sie ist immer noch in meinem Geist, sonst könnte ich sie gar nicht aussprechen. Aber so wie ich damals schon immer wieder gesagt habe, „diesen Gedanken will ich nicht“, so sage ich es eben jetzt mit etwas mehr, länger anhaltender Geduld immer noch, denn es ist immer noch nur ein Gedanke. Hat sich der Gedanke verändert? Nee, der war damals schon lebendig und tot. Und er ist immer noch lebendig und tot. Was der Zustand des Körpers daran verändert? Es ist ein bedeutungsloser Gedanke. In der Verurteilung wird er lebendig und tot. Also musste ich, als ich mit dem Willi noch durch den Wald gestrolcht bin und ihm gepfiffen habe und er kam, musste ich damals schon sagen, „diesen Gedanken will ich nicht, stattdessen wähle ich: Ich bin kein Körper“, und jetzt eben auch noch, klar. Aber, was erlebe ich, wenn ich mich nicht verurteile? Ich kann durch diesen Schleier durchschauen. Und ich kann, während ich vergebe, durchaus mit einem Kater spazieren gehen und ich kann ihn auch durchaus begraben. Und ich kann ihn füttern und ich kann auch durchaus mit ihm zum Tierarzt fahren. Alle Dinge sind Lektionen, und ich kann ihn durchaus begraben, klar. Und ich kann mich weiterhin um die anderen Katzen kümmern. Was verurteilt mich? Wenn ich eine Katze haben will, oder wenn ich unbedingt keine haben will, wenn ich mir aus der Beziehung etwas erhoffe, denn dann würde ich mir auch die Trauer erhoffen müssen, ganz klar. Und das wäre meine Verurteilung dazu. Und dann muss ich, und dann kann ich mich nur freuen, wenn der Willi mit mir spazieren geht, und dann muss ich traurig sein, wenn er tot ist. Das ist meine Verurteilung Wenn ich irgendwas von dieser Welt will, kann und wird es mich verletzen. Und das wusste ich schon, als der Willi noch gelebt hat. Wusste ich, wenn ich wirklich, wenn ich mir von der Beziehung was erhoffe, und da musste ich achtsam sein. Wie kann ich mit ihm spazieren gehen, ihm Futter geben, ihn auf den Arm nehmen, ohne etwas von ihm zu wollen? Wie ist das möglich? Das muss ich lernen. Und das lerne ich, indem ich, während ich ihm im Arm habe, unbekümmert sage, „dieser Körper bedeutet nichts, diese Pfoten bedeuten nichts“. Und es auch so meinen. Denn dann bedeuten sie auch nichts, wenn sie einen halben Meter unter der Erde sind. Denn ich bin kein Körper. Und dennoch kann ich den Körper als Kommunikationsmittel benützen. Ich muss ihn nicht vernachlässigen, nö. Ich habe ihn nicht vernachlässig, ich habe ihm zu Futtern gegeben, klar. Und ich muss aus ihm nicht einen Götzen machen. Da muss ich allerdings achtsam sein. Und da muss ich auf meine Gefühle achten. Wenn ich Körperimpulse bekomme, das sind fehlgeleitete Wunderimpulse. Wenn ich mir was erhoffe davon, weil ich das haben will. Dann werde ich Verlust erleben, dann wird es mich verletzen. Also muss ich das lernen. Denn Gott verurteilt mich nicht zu dem Gefühl „ach ist das schön, so einen Kater zu haben“. Dazu verurteilt er mich nicht. Er sagt nicht, „du bist ja ein toller Katzenliebhaber, du bist ja ein Tierfreund“. Das wäre eine Verurteilung. Nein, ich bin das nicht. Und dann werde ich sehen, dass meine Bedürfnisse, wenn ich nicht versuche, sie zu bewerten, dann werden sie einfach, ohne betont zu werden, gestillt. Und um es deutlich zu sagen, ich war früher ein sehr großer Natur- und Tierfreund. Ich hatte immer schon viele Tiere. Ich hatte Reh, Falke, also wilde Tiere auch aus dem Wald, die die Bauern uns gebracht haben, wenn die angefahren waren, weil die wussten, dass mein Vater und auch ich, man konnte uns jedes Tier bringen. Und ich habe mich eingesetzt für die Tiere und ich hatte immer einen Hund und Katzen und was weiß ich was alles. Klar. Und dann gab es ein paar Jahre, da hatte ich überhaupt kein Tier mehr, gar keins mehr. Früher völlig unvorstellbar gewesen. Weil ich meine Bedürfnisse dem Heiligen Geist gegeben habe. Ja, und eines Tages war eben der Willi da und dann kamen noch andere Katzen, gut, dann habe ich gesagt „okay, gut, dann kümmere ich mich darum“ und ich konnte mich auch freuen, ja. Aber das kann ich jetzt auch noch. Das geht auch noch, klar, wenn ich mir nichts von einer Beziehung erhoffe. Und die Trauer in meinem Geist, die wird zu einer Lektion, wenn ich mich dagegen entscheide. Weil ich das so will. Und das muss vom Ego als lieblos bezeichnet werden, weil es für das Ego der höchste Liebesbeweis ist, traurig zu sein, wenn jemand wirklich gestorben ist, weil er ja vorher wirklich gelebt hat. Und wodurch erlebe ich diese Wirklichkeit? Ich will es haben. Haben wollen, mir etwas zu erhoffen, weil ich ja sonst nicht lieben kann, weil ich sonst nicht glücklich sein kann, weil ich sonst alleine bin, weil ich sonst anscheinend nicht weiß, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich nichts habe, was ich lieben kann. Wenn ich diesem Kurs folge, dann entdecke ich mein natürliches Bedürfnis, mich von dieser Welt erlösen zu wollen. Und ich will auch sowas nicht absichtlich verursachen. Darum erhoffe ich mir aus einer Beziehung nichts. Ich will nicht in einer Beziehung sein, um dann in Urlaub fahren zu können gemeinsam, um dann Tiere haben zu können, um eine schöne Wohnung haben zu können, um irgendetwas zu können, was ich alleine scheinbar nicht kann. Um jemanden zu haben, der mich streichelt oder den ich streicheln kann. Das ist für mich nicht mehr Zweck einer Beziehung. Es ist für mich nicht Zweck meiner Beziehung, weil ich kein Leid verursachen will. Es gibt bereits genügend Tiere, ich will nicht eins verursachen durch einen Wunsch. Es gibt bereits genügend Urlaube und Saunabesuche und schön Essen gehen und schöne Wohnungen, ich will sowas nicht in einer Beziehung verursachen. Wozu dient zu dann? Um mich davon zu erlösen. Und dann werden die Dinge harmlos. Sie haben keine Bedeutung. Wenn ich dann Essen gehe, dann nicht, weil ich das unbedingt will, weil ich glaube, ja wozu sind wir dann zusammen. Oder wenn wir mal zusammen schmusen oder zusammen schlafen oder irgendwas, dann ist das für mich nebensächlich. Das ist nicht was, was ich will, sondern das ist etwas, was noch in meinem Geist ist, um mich zu erlösen, damit es vergehen kann, damit es ganz vergehen kann. Wenn ich es aber verursache, was sagt mir der Kurs? Ich kann nicht erst urteilen und dann vergeben. Urteilen heißt immer, „oh, das ist schön, das will ich haben“. Und vergeben heißt: „okay, das ist noch da, die Idee ist noch in meinem Geist. Ich will zurücktreten und ihm die Führung überlassen“.Und dann sind diese Gedanken noch da, der Körper funktioniert, ich erlebe Tag unterschiedliche Situationen, weil ich sie aber nicht verursache, absichtlich, willentlich, weil ich das haben will, man könnte sagen geschehen diese Situationen noch, jetzt werden sie mir geben um mich zu befreien. Was wird mir jetzt gegeben? Der Tod vom Willi. Ist noch in meinem Geist. Ist der Wille der einzige Kater oder Hund oder Mensch der heute gestorben ist? In meiner Wahrnehmung? Will ich zwei Welten sehen? „Mein Kater stirbt nicht, aber andere sterben“? Will ich zwei Welten sehen? Will ich mich alleine erlösen? Mich und meinen Kater? Mich und meine Frau? Mich und meinen Wunsch? Oder bin ich aus einem anderen Grund hier? Was ist das Wunder? Wunder haben nicht immer beobachtbare Wirkungen.“ Es gibt diejenigen, die heilen Körper“ steht im Kurs, na und? Heilen sie den Geist? Nein. Und so wird eben alles zu einer Lektion und ich kann in meinem Geist ganz viele Tode finden. Und selbst, wenn das nicht ein Mensch war, sondern ein Kater, dann stehen hinter diesem Kater, der einfach nur ein Körper ist, tausende von Hunden, Menschen, Katern, Fischen, Vögeln usw. Und ich will mich nicht verurteilen dazu, das wahrnehmen zu müssen. Auch nicht in der angenehmen Form, „ah, das ist ja toll, der Tierarzt hat gesagt, „es ist alles in Ordnung“. Nein. Wenn es so ist, ist es so. Das war ja vier Jahre lang so. Und dann kommt es irgendwann zu dem Punkt, Körper halten nicht ewig. Dann musst du eben die andere Hälfte der Lektion lernen. Und immer noch bist du kein Körper, immer noch nicht. Immer noch ist dein Bruder kein Körper. War er kein Körper, als er noch gelebt hat und jetzt auf einmal ist er einer? Weil er stirbt? Vergebung nimmt wahr, dass was du glaubtest, dein Bruder habe es getan,er ist jetzt gestorben, ist nicht geschehen. Ich wähle die Gefühle selbst, ich bin verantwortlich für alles, was ich wahrnehme. Worin will der Kurs mich schulen? In einer andere Wahrnehmung von allen und allem, eine andere Wahrnehmung. Erst Mal während ich mit einem Spaten in der Hand den Körper einbuddele, einen Augenblick inne halten, wahre Wahrnehmung. Wo findet das ganze statt? In meinem Geist, nach außen projiziert. Eben. Nichts kann zwischen eine starre Projektion und ihr Ziel treten – Praxis. Was aber, wenn ich die Projektion einen Augenblick in meinem Geist berichtige? Dann ist da kein Kater, dann ist da kein Spaten und dann ist gar nichts davon da. Dann bin ich einen Augenblick völlig erlöst. Erlösung wäre nicht, dass der Willi noch lebt. Das ist nicht Erlösung. Das ist auch nicht Erlösung von meiner Trauer. Eben nicht. Eben nicht. Das ist nicht Erlösung. Erlösung ist das, was in meinem Geist geschieht. Dass ich mich von sich verändernden Formen nicht mehr täuschen lasse. Und das musste ich vorher schon üben. Und das habe ich auf vielen Spaziergängen geübt. Denn auf vielen Spaziergängen war mir mittendrin klar, während der Willi noch da auf dem Baum rumgeklettert ist und mir auf den Schoß gesprungen ist, war mir klar, irgendwann wird er das nicht mehr tun. Ob ich das noch wahrnehme oder jemand anderer, ist doch völlig klar. Irgendwann tut er es nicht. Warum? Na weil ich einen Tag vorher, auf dem Weg zum Einkaufen am Eingang von Marksuhl eine überfahrene Katze gesehen habe. Na klar, ist doch völlig klar, dass das dem Willi auch passieren wird, in irgendeiner Form. Also musste ich mich damals schon nicht täuschen lassen von der lebendigen Form, die sich sicher verändern wird. Wie kann ich das üben? Na ich kann es bei mir üben. Wenn sich diese Form verändert, diese Form, wenn da mal Kopfschmerzen sind, eine Veränderung der Form, wenn da mal Gliederschmerzen sind, muss ich mich gleich dazu verurteilen, dass ich sage „da liegt ein schwerer Bandscheibenvorfall vor“? Das kann ich in meinem Geist berichtigen. Dann sind es einfach nur verändernde Formen, einfach nur das. Manchmal nenne ich die Veränderung „älter werden“, manchmal nenne ich sie „dicker werden oder dünner“, oder „fettiger“, oder „trockener“, oder irgendetwas, „schöner oder hässlicher“. Aber wenn ich jeden Tag übe, dass ich mich davon nicht täuschen lasse, und mir der Gedanke „ich bin kein Körper“ sehr lieb ist, dann lasse ich den Willi schon zu Lebzeiten los, und zwar ganz, und erlebe einen Augenblick „da ist keine Welt“. Und wenn er dann gestorben ist, dann erlebe ich auch wieder „da ist keine Welt, da ist kein Willi“. Weder ein lebendiger noch ein toter. Ich will aus dem Traum aufwachen. Und dazu muss ich jede Gelegenheit benützen. Wenn ich aber eine will, dann will ich sie alle. Und dann werden mich die anderen Situationen verletzen. Denn ich habe sterbliche Körper gemacht, also wäre es komisch, wenn ich nicht erleben müsste, dass sie sterben. Das wäre wirklich seltsam, wenn ich glaube, dass ich mir das ersparen kann. Ich habe Kriege gemacht, es wäre komisch, wenn ich keinen erleben würde, das wäre seltsam. Ich habe Mobbing gemacht, es wäre äußerst seltsam, wenn ich nicht erleben würde, gemobbt zu werden. Ich habe Essen gemacht, das mir nicht schmeckt. Es wäre komisch, wenn ich nur was essen könnte, was mir schmeckt, das wäre seltsam. Was ist das Wunder? Ich erlebe beides und schaue anders drauf. Erlösend, vergebend. Ich erlebe es bei dir und ich erlebe es bei mir. Und ich schaue in meinen Geist und nimm dankbar die Sühne für mich an, damit ich das nicht in Zukunft weiterhin verantworten muss, weil ich es will. Und wer eine lebendige Katze will, muss erleben, dass sie stirbt. Das ist ganz klar. So wie jeder, der ein neues Auto will erleben muss, dass es alt wird. Und wenn du glaubst, du entgehst dem, indem du dir alle zwei Jahre ein neues kaufst, dann täuscht du dich. Dann täuscht du dich. Dann wirst du das Opfer deiner Täuschung. Dann glaubst du zwar, du erlebst das nicht, aber da musst du schon mit sehr großen Scheuklappen rumlaufen, und dafür hast du die Trennung gemacht. Und dann sagst du „ja, es gibt schon alte Autos, aber ich fahre immer ein neues“. Das ist Stolz, das ist Hochmut. „Es gibt schon Leid, aber ich erlebe es nicht“. „Es gibt schon Zimmer, die mir nicht gefallen, aber ich ziehe in so eins nicht ein“. Das ist Stolz, das ist Verblendung. Aber dafür zahlst du den Preis der Trennung. Und wie groß dieser Preis ist, das willst du dir nie eingestehen. Mit Hilfe dieses Kurses sollst du lernen, es gibt eine Verantwortung, die ist deiner nicht würdig. Also lade sie dir nicht ständig wieder auf. Denn die ist nur eine Last.Wenn, dann übergib Jesus die Kontrolle über deinen Körper und über dein Ego, und dann führt er dich in die Situationen, in denen du dich von dem, was du bereits gemacht hast, erlöst. Und er wird dir nicht sagen, „verursache es nochmal und erlöse dich dann“. Er wird dir also sagen, „du, es gibt doch von allem bereits genug. Sei doch zufrieden, dass du dich davon erlöst“, und deshalb betont er deine Bedürfnisse nicht. Denn dein Bedürfnis ist zu erschaffen. Hier würdest du aber nur fehl erschaffen. Und darum betont er dieses kreative Bedürfnis in keinster Bedürfnis, dieses schöpferische Bedürfnis. Als Kind hast du das. Da willst du das machen und das erreichen und das willst du werden und unbedingt das Zimmer musst du haben und das… Das ist alles deine fehlgeleitete Schöpferkraft. Da hast du ein Autoritätsproblem. Du glaubst nämlich, du bist ein alleiniger Schöpfer, ein alleiniger Autor, und das ist aber ein Problem. Denn du bist nicht dein eigener Schöpfer. Du akzeptierst nicht, dass der Vater dein Schöpfer ist. Und deshalb will der Heilige Geist deine Bedürfnisse nicht betonen. Denn wenn du sie betonst, dann willst du all das, was du willst, auch noch selber verursachen. Und zwar in der bestmöglichen Form, wie es überhaupt geht. Aber dazu machst du ständig wieder einen neuen Traum, einen neuen. Es gibt aber noch so viele alte Träume um dich herum, die noch in deinem Gewahr sein sind, dass du eigentlich genug damit zu tun hättest, dich davon zu befreien. Und da aber jeden Tag wieder ein neuer Tag kommt, und du sozusagen wieder erneut das Bedürfnis hast zu essen, sagt er „ja, aber dieses Bedürfnis werde ich nicht betonen“. Und erneut das Bedürfnis hast, dich anzuziehen wird er sagen „ja okay, aber überlasse es mir“. Erschaffe dir nicht wieder neue Dinge, die du unbedingt anziehen willst. Und es gibt bereits genügend Orte, Jesus wird dich schon an die Orte führen, wo du gebraucht wirst. Du musst dir nicht noch einen Ort ausdenken, wo du unbedingt sein willst, weil es da so supertoll ist, da verursachst du weitere Träume. Und wie willst du dann vergeben? Da musst du mit der Vergebung nicht nach. Weil du entweder vergibst, oder du urteilst. Entweder du befreist dich und hebst das auf, was noch scheinbar da ist, oder du fügst dem ständig neues hinzu. Und das erwartest du dir aus einer Beziehung. Wenn du das nicht mehr tust, und wenn ich sage aus einer Beziehung, dann meine ich damit, ein fieberhafter Gedanke tut vieles. Wenn du es in der Beziehung mit deinem Freund nicht kannst, dann erwartest du sie eben aus deiner Beziehung mit deiner Freundin, oder mit dem Verkäufer im Geschäft, oder mit der Bedienung in dem Lokal. Das sind doch Beziehungen. Und du fügst immer neue Träume hinzu, und das ist letztlich deine Verurteilung, deine, deine eigene. „Ich bin noch ein Mensch, ich bin jetzt glücklich, und ich freue mich aber über den Gedanken, und ich will das aber anziehen, und das fühlt sich aber gut an und und und ich will aber nicht verzichten“. Und da bist du wie ein Kind, das scheinbar das ganze irdische Leben noch vor sich hat und Jesus sagt dir nur „komm, komm, komm, führe doch mal das Ende der Zeit herbei und nicht ständig neue Zeit“. Neue Gedanken, weitere Gedanken, aus einer Bedürftigkeit heraus, die vom Heiligen Geist viel weniger betont wird, viel weniger. Und darum haben das die Meister Genügsamkeit genannt. Du begnügst dich einfach mit dem, was da ist. Und dann wirst du sehen, da ist jeden Tag was zu essen da. Da ist jeden Tag irgendeine Tätigkeit da, wo du funktionieren kannst. Da bist du sowieso in Beziehungen und hast jede Menge Gelegenheiten, dir dafür zu vergeben, anstatt dich zu beurteilen, „das gefällt mir nicht“, und dieses urteilen noch einmal bestätigen mit „ja aber, wenn ich das mache, das gefällt mir…“ – weiterer Traum. Und so ist Zeit für dich scheinbar linear und dehnt sich aus anstelle der Ewigkeit. Wenn das aber alles nichts bedeutet, auch nicht der Tod vom Willi, auch nicht, dass er lebt, dann willst du nicht irgendetwas und kannst jeden Tag einen Augenblick lang still sein und nach Hause gehen. Und kannst jeden Tag immer wieder im Heiligen Augenblick wirklich ausruhen. Und dann kommt die nächste Situation. Du fährst zum Tierarzt und diesmal wird er eingeschläfert, stirbt da. Okay. „Dieser Tod bedeutet nichts“. Und weil du nicht unbedingt was gewollt hast, verurteilst du dich jetzt auch nicht dafür und kannst in deinem Geist noch die Reste von Verurteilungen finden. Und kannst deinen Brüdern, die sehr traurig sind noch helfen, indem du ihre Trauer als einen Fehler in deinem Geist berichtigst und siehst, „ja, ich kann Trauer nicht begrenzen. Denn selbst, wenn ich wenig traurig bin, mein Bruder ist wahnsinnig traurig, ich kann es nicht begrenzen“. Wann bin ich geheilt? Erst Mal muss ich schon soweit geheilt sein, dass ich nicht nur an mich und meine Trauer, weil es ja mit dem Willi so toll war, denke, und mich meiner Trauer hingebe, und womöglich noch mit jemandem drüber rede und mir Unterstützung hole für meine Trauer, einen Beistand. Nein. Ich kann, weil ich nicht alleine heilen kann, finde ich jetzt auch die größere Trauer anderer als denselben Fehler in meinem Geist. Und weil ich nicht mehr so wahnsinnig traurig bin, finde ich mein Bedürfnis in anderen. Das würde ich sonst gar nicht finden, nicht als ein Bedürfnis. Dann wäre das lediglich eine weitere Verurteilung. Also muss ich schon darauf achten, dass ich geheilt bin, soweit es geht. Sonst kann ich anderen überhaupt nicht helfen. Helfen heißt nämlich, Fehler berichtigen und nicht Fehler bestätigen. Kapitel 11 Gott oder das Ego, und ich kann das sagen, denn jeder, der mich kennt, hat sehr wohl erlebt, dass ich auf eine Art und Weise mit dem Willi umgehe, gegangen bin, die war sicher nicht lieblos. Die war sicher nicht herzlos. Sondern der Körper hat einfach perfekt funktioniert, ich war einfach nur hilfreich und ich konnte meine Freude geben, wenn ich sie aber vom Willi hätte haben wollen, würde es mir jetzt hundsmiserabel gehen. Dann würde ich mich damit kreuzigen, und genau das will ich nicht mehr. Ich will sowas nicht verursachen. Es gibt genug, was ich bereits verursacht habe, und da habe ich genug damit zu tun, mich davon zu erlösen. Und wenn das ganz getan ist, dann bin ich erlöst. Wenn ich aber dem ständig wieder was Neues hinzufüge, muss ich auch davon wieder erlösen. Das spart natürlich keine Zeit ein, das erfordert wieder mehr Zeit. Mehr Zeit des Leides. Denn wie gesagt, während der Willi noch gelebt hat, bin ich wieder mal an einer überfahrenen Katze, einem überfahrenen Fuchs, einem überfahrenen Reh oder zehn totgeschossenen Wildschweinen vorbeigefahren. Eben. Ich kann nicht zwei Welten sehen. Und weil es nicht zwei Welten sind, wo die Lebenden lebendig bleiben, sondern eine Welt ist, muss ich erleben, dass die lebenden sterben, während die gestorbenen schon gestorben sind. Und meine Freude, was ist jetzt mit all der Freude, die ich mit dem Willi erlebt habe? Wenn ich sie nur mit ihm erlebt hätte, wäre sie jetzt weg, dann würde mir nur Trauer bleiben. Weil es aber die Freude der Vergebung war, erlebe ich jetzt etwas ganz anderes. Der Körper spielt keine Rolle. Weder der Körper des Willi noch der Körper von, wen könnte man den nehmen? Wer ist denn noch gestorben? Meine Mutter. Spielt keine Rolle. In der Vergebung, in der wahren Wahrnehmung vergebe ich mir selbst dafür und erlebe, wie es in meinem Geist hell wird. Während jeder Groll nur das Licht der Welt, das in meinen Geist leuchtet, verbergen würde. Und alles was ich mir von einer Beziehung erhofft hätte, jede Hoffnung würde einfach nur in nackte Verzweiflung umschlagen müssen.Die Projektion des Ego lässt es so erscheinen, als sei der WILLE GOTTES außerhalb von dir und somit nicht der deine. Nach dieser Deutung erscheint es möglich, dass der WILLE GOTTES und der deine miteinander in Konflikt sind. Es mag dann den Anschein haben, als fordere GOTT etwas von dir, was du nicht geben willst, und als entzöge ER dir dadurch das, was du haben willst. Wäre denn GOTT, DER nur deinen Willen will, dessen fähig?Ich musste heute auch, ich musste mich in der Tierarztpraxis dann erinnern, „Moment, wer hat die Obhut über Wunder? Ich oder Jesus? Wer sagt mir, wo ich ein Wunder wirken soll?“ „Na ich, weil der arme Willi, das ist doch mein Willi und der kann doch jetzt nicht sterben, ich habe doch die Obhut“. Und was ist, wenn ich sie nicht habe? Ist Jesus dann grausam? Diese Kindheit muss vorbei sein. Als Kind habe ich sofort gesagt, „ah Mami, du liebst mich nicht“. Als Kind habe ich gesagt, es ist doch grausam, wenn ich keinen Pudding kriege, wenn– dann, wenn ich das nicht kriege, bist du böse, wenn ich es kriege bist du gut. Wenn du das mit mir machst bist du lieb, wenn du es nicht machst, dann bist du nicht lieb. So kann ich aber mit Jesus nicht kommunizieren. Geht nicht. Da muss auch meine Kindheit vorbei sein. Da darf ich nicht mehr sofort glauben, dass Gott mich nicht liebt, wenn er meine Wünsche nicht erfüllt. Er verurteilt mich nicht, das ist etwas ganz anderes. Also muss ich Jesus fragen. Und wo ist dann das Wunder passiert? In meinem Geist. Und der Körper war eine wunderbare Lektion in Kommunikation, dass er wirklich nichts bedeutet. Das seine sich verändernde Form nichts bedeutet. Und da ist in dem Moment in meinem Geist was passiert. Er musste sich nicht wieder zurück verändern, in einen gesunden Körper, sondern die verändernde Form bedeutet nichts. Sie bedeutet nicht einmal Leben und ein andermal Tod, eben nicht. Und dann gibt es einen Funken Leben, der natürlich nicht sterben kann, und der ist nicht getrennt von mir. Mit dem bin ich aber nicht spazieren gegangen, der ist überall.Dein Wille ist SEIN Leben, das ER dir gegeben hat. Selbst in der Zeit kannst du getrennt von ihm nicht leben. Schlaf ist nicht Tod. Was ER erschaffen hat, kann wohl schlafen, doch nicht sterben. Im Schlaf träume ich vom Tod. Ich träume dann davon, dass jemand gestorben ist. Das ist aber nur so, weil ich schlafe. Unsterblichkeit ist SEIN WILLE für SEINEN SOHN und der Wille SEINES SOHNES für sich selbst. Der SOHN GOTTES kann nicht den Tod für sich selbst wollen, denn sein VATER ist das Leben und SEIN SOHN ist so wie ER. Erschaffen ist dein Wille, weil es der SEINE ist. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann muss ich aufhören den Tod für mich zu wollen. Das heißt ich muss aufhören wollen, etwas verursachen zu wollen, was sterben kann. Solange es noch da ist, werde ich ganz eindeutige Anweisungen bekommen, wie ich hilfreich sein kann. Und das besteht vor allen Dingen in meiner Vergebung. Und das ist vor allen Dingen, indem mir der Gedanke „ich bin kein Körper“ sehr lieb wird. Du kannst nicht glücklich sein, wenn du nicht das tust, was du wahrhaft willst, und das kannst du nicht ändern, weil es unwandelbar ist.Meine Wünsche wandeln sich und sind wandelbar. Und es wäre anmaßend zu glauben, dass sich einer meiner Wünsche nicht wandeln kann. Jeder meiner Wünsche wandelt sich. Also ist keiner meiner Wünsche mein Wille. Du kannst nicht glücklich sein, wenn du nicht das tust, was du wahrhaft willst. Und irgendwann muss ich auch begreifen, ich kreuzige mich nur, wenn ich das will, was ich nicht wahrhaftig will.Ich kreuzige mich, wenn ich selbst meine Bedürfnisse zu meinen Führern mache, wenn ich mich von meinen Bedürfnissen leiten lasse, sie verursachen zu wollen, ihnen Bedeutung zu geben. Dann kreuzige ich mich. Weil ich dann den Tod verursache, klar. Ich würde immer den Tod verursachen, egal was ich verursache, es wäre immer der Tod. Und das kann mich nicht glücklich machen. Denn, es kann nicht sein, dass ich am Anfang glücklich bin und am Ende bin ich traurig. Wenn das so ist, dann stimmt etwas nicht. Denn Anfang und Ende können nicht verschieden sein. Es kann nicht am Anfang eine Geburt sein und am Ende ein Tod, da stimmt etwas nicht. Es kann nicht am Anfang wirklich werden und am Ende vergeht es. Das ist Magie. Es könnte aber sein, dass ich eine Weile geduldig sein muss, ganz geduldig, und dann finde ich in meinem Geist wahre Gedanken. Und der Unterschied zu diesen wahren Gedanken ist der, selbst wenn sie sich noch nicht verwirklicht haben, bin ich nicht unglücklich. Während, wenn sich einer meiner Wünsche nicht verwirklicht, dann bin ich unglücklich, das sind fieberhafte Gedanken, die schmeißen jede Behinderung um, wollen unbedingt verwirklicht werden, und ich bin ungeduldig, weil ich nicht glücklich bin, solange der Gedanke sich nicht manifestiert hat. Wie ein Kind, das richtig rumzappelt. „Wann habe ich denn endlich Geburtstag? Wann kriege ich das endlich? Wann ist endlich Weihnachten?“ Und du siehst, wie ungeduldig, an sich werden Menschen immer ungeduldiger, weil sie kaum mehr warten können auf irgendetwas. Weil sie das Leid ihrer unerfüllten Wünsche nicht ertragen können. Während es Gedanken gibt, die finde ich in meinem Geist, auch heute, in der Situation, einfach jetzt aktuell mit dem Willi, finde ich einen Gedanken, nicht eine andere Katze ganz schnell oder irgend so was, einen anderen Gedanken. Wenn ich an diesen Gedanken denke, an den Gedanken meiner wahren Schöpfungen, selbst, wenn ich sie nicht sehe, es macht mich glücklich, sie zu denken. Und jetzt kann ich tatsächlich im Frieden geduldig sein. Ich kann eine Welt hereinführen, und ich tue das schon seit ein paar Jahren, die scheinbar noch nicht da ist, die aber sehr wirklich ist. Und da ist keine Ungeduld, da ist kein Leid. Da suche ich nur diejenigen, die endlich alle anderen Wünsche aufgeben, Wünsche. Wünsche aufgeben ist etwas anderes, als praktisch zu funktionieren. Denn um praktisch funktionieren zu können, brauche ich keine Wünsche. Da bietet jeder Tag genügend Lektionen. Es ist so viel Essen da, ich muss mir gar kein Essen wünschen. Es sind so viele Tätigkeiten da, ich muss mir wirklich keine Tätigkeit wünschen. Wenn ich wachsam bin sehe ich, was es zu tun gibt. Dann funktioniert der Körper perfekt. Es gibt genügend Brüder, die sind da. Ich muss mir nicht mal einen bestimmten Bruder wünschen, der was Bestimmtes mit mir macht. Ich muss mir, wenn ich krank bin, nicht mal bestimmte Medikament wünschen, mein Arzt wird es mir schon sagen, wenn ich welche brauche. Als ich mit dem Willi bei der Tierärztin war, und sie mir gesagt hat, bzw. als sie dann so still wurde habe ich gesagt „ja, dann ist es wohl jetzt soweit“. Und dann hat sie gesagt „ja“. Und dann hat die andere Ärztin, es sind zwei, hat mich dann gefragt „wollen sie dabei bleiben?“ Und in dem Moment, wo ich sagen wollte „ja klar“, ich habe in dem Moment mich einfach nur gesehen, wie ich den Willi halt so im Arm habe und sie geben ihm die Spritze, sagt die Ärztin „nein, das ist wohl besser, wenn sie gehen“, dann habe ich gesagt „ja“ und habe draußen im Wartezimmer gewartet. Ich muss keinen Wunsch verwirklichen. Warum sollte ich das? Mein Bruder sagt mir, was die Lektion ist. Wie viele sind nicht dabei, wenn der andere stirbt? Eben. Dann kann ich das in meinem Geist finden und im Wartezimmer, das Wartezimmer war heute zum ersten Mal rappelvoll. Und da konnte ich da sitzen, und da war ein kleines Mädchen mit seiner Katze da und ich konnte einfach, das hat ein paar Minuten gedauert, ehe sie ihm eine Betäubungspritze gegeben haben, bis die wirkt, und dann eben die Spritze, die ihn eben tötet. Nennen wir es doch beim Namen, diesen Körper. Und ich konnte da im Wartezimmer sitzen und berichtigen. Ich muss nicht meinen Wunsch, „ja ich will aber den Willi dann….“, das ist ein Wunsch, ein gut gemeinter Wunsch. Mein Bruder sagt mir, was es zu tun gibt, wenn ich damit nicht in Konflikt bin, wenn ich nicht glaube, ich weiß das besser. Ich war auch schon bei einem Tier dabei, das gestorben ist oder bei einem Menschen, klar, ich habe im Altenheim gearbeitet. Ich muss nur eins begreifen, meine Wünsche, die verurteilen mich. Wenn ich aber zurücktrete und ihm die Führung überlasse, über meinen Körper und mein Ego, dann erlebe ich Befreiung. Denn, alles was ich hier will, das ist sowieso nicht das, was ich wahrhaft will, gar nichts davon, überhaupt nichts. Also geht es nicht darum, dass ich glaube, ich kenne den Weg zu Gott. Nein, Gott kennt den Weg zu mir. Insofern, könnte ich den Gedanken, alles was auf mich zukommt, das ist die Lektion. Wenn du so diesen Satz verstehst, das, was auf dich zukommt, okay, um deinen Eigenwillen nicht ständig vorne dran zu stellen und nicht ständig vorzutreten. Ich habe in dem Moment, als die Ärztin wirklich erlebt, ich müsste jetzt vortreten und sagen „ich will aber… „, muss ich nicht. Und wie gesagt, auf einmal war ich in einem überfüllten Wartezimmer, das sich, während ich da drin war, total gefüllt hatte. Mit Hund und Katz und Hase, und ich konnte in dem Wartezimmer noch viel in meinem Geist berichtigen. Weil ich mein Bedürfnis nicht vornedran gestellt habe. Und genau das gilt es zu lernen, wenn ich mich erlösen will. Sonst würde ich nämlich weiterhin Träume über Träume über Träume machen. Du kannst nicht glücklich sein, wenn du nicht das tust, was du wahrhaft willst, und das kannst du nicht ändern, weil es umwandelbar ist. Es ist durch GOTTES WILLEN und den deinen unwandelbar, denn sonst würde SEIN WILLE nicht ausgedehnt. Du fürchtest dich, den WILLEN GOTTES zu erkennen, weil du glaubst, er sei nicht deiner. Wenn ich ein Kind bin, dann glaube ich an meine Wünsche und dann glaube ich, der Wille meiner Eltern sei nicht meiner, meine Eltern wären gegen mich. Oder mein Freund ist gegen mich. Oder Gott ist gegen mich. „Ja mein Wille ist doch, dass der Willi lebt. Ja Gott ist anscheinend gegen mich. Wann ist diese Kindheit vorbei? Und wann glaube ich nicht mehr, dass mein Bruder gegen mich ist? Wann? Wenn ich nicht mehr an meine Wünsche glaube. Weil ich akzeptiere, dass meine Wünsche sowieso nicht mein Wille sind. Darum kann ich vergebend auf meine Wünsche schauen. Und das heißt letztlich, mir zu vergeben, mich selber zu berichtigen, mich gegen meine Gedanken, gegen meine Gefühle zu entscheiden. Warum? Weil sie mich sowieso trennen. Weil ich nicht mal meine schönsten Gefühle mit allen teilen kann, und auch nicht immer. Oder kann ich mein schönes Gefühl, dass ich vor einem halben Jahr mit dem Willi hatte, mit dir teilen? Na nicht mal mehr mit dem Willi. Also muss es eine Lösung geben für dieses Dilemma. Aber die Lösung ist nicht, dass ich es immer weiter verursache und weiter verursache und weiter verursache, sondern dass ich in den Situationen, die ich verursacht habe, ich sehe nur die Vergangenheit, die Sühne dafür annehme und beginne, mich von der Vergangenheit, die noch eine ganze Weile dauern wird, denn morgen, das ist nicht Zukunft, das ist immer noch Vergangenheit, es sei denn, ich füge dem schon wieder einen weiteren Wunsch hinzu, dass ich mich davon befreie. Du fürchtest dich, den WILLEN GOTTES zu erkennen, weil du glaubst, er sei nicht deiner. Dieser Glaube ist deine ganze Krankheit und deine ganze Angst. Hier entsteht jedes Krankheits- und Angstsymptom, weil dies der Glaube ist, der macht, dass du nicht erkennen willst. Und da du das glaubst, verbirgst du dich in der Dunkelheit und verleugnest, dass das Licht in dir ist. Du wirst nur deshalb darum gebeten, dem HEILIGEN GEIST zu vertrauen, weil ER für dich spricht. ER ist die STIMME FÜR GOTT; vergiss aber nie, dass es nicht GOTTES WILLE war, allein zu sein. ER teil SEINEN WILLEN mit dir; ER drängt ihn dir nicht auf. Denk immer daran, dass ER das, was ER gibt, behält, sodass nichts, was ER gibt, IHM widersprechen kann. Du, der du SEIN Leben teilst, musst es teilen, um es zu erkennen, denn Miteinanderteilen ist Erkennen. Solange ich an meine Wünsche glaube, werde ich immer glauben müssen, Gott ist grausam, weil er zu lässt, dass der stirbt, der krank ist. Weil er zulässt, dass mein Freund mit mir nicht ins Kino gehen will. Weil er zulässt, dass ich arbeitslos bin. Weil er zulässt, dass die Oma Krebs hat. Denn warum schaffe ich es nicht, die Oma gesund zu machen? Warum schaffe ich es nicht, den Willi gesund zu machen? Warum nicht? Weil es nicht um die Heilung des Körpers geht. Weil es nicht darum geht, dass ich irgendwas schaffe. Eben nicht. Weil dieser Kurs viel tiefer ansetzt, viel tiefer geht. Der Lehrer dieses Kurses ist der Heilige Geist, der spricht nicht für dich in deiner Ego-Identität, der spricht für dich, den Christus. Er spricht nicht für all die Körper, er unterstützt nicht deine Wünsche, er ist nicht ein Verbündeter, so wie das Ego Verbündete sucht. Er ist nicht eine besondere Beziehung, von der du dir irgendwas erhoffen kannst bezüglich deiner Wünsche. Er macht nicht alles positiv, was positiv und negativ ist. Er versucht nicht, die absolute Wahrheit in die Illusionen zu bringen, eben nicht. Und darum dauert es so lange, bis jemand sich, oder vielleicht du, ganz dem Kurs verpflichtet. Weil es nur um Erlösung geht. Weil es nur um deinen Geist geht. Weil der Heilige Geist dir etwas zeigen will, was du mit Gott die ganze Zeit hindurch erschaffen hast. Ewige Schöpfungen, die nicht zum Tierarzt müssen, die keine Bauchschmerzen bekommen können, so wie du in deiner Körperidentität. Ewige Schöpfungen. Damit du aufhörst, das Sterbliche unbedingt haben zu wollen. Denn du kannst es machen. Der Wunsch danach ist seltsam. Dass du es machen kannst, das musst du in jedem Augenblick begreifen. Du kannst weitere Illusionen verursachen. Wer sonst? Gott nicht. Und von sich aus entstehen keine Illusionen. Und nachdem du der einzige bist, der das verursachen kann, wird dir gesagt, wie du es machst, wen du dafür benützt, du benützt Beziehungen, du benützt deine Bedürfnisse und du benützt ein Autoritätsproblem. Du willst dein eigener Schöpfer sein. Und je weniger du das tust, umso mehr befreist du dich und die Welt. Ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass weitere Katzen wegen mir geboren werden müssen, nur weil ich unbedingt eine will. Dafür bin ich nicht zuständig. Denn diese Schuld nehme ich nicht auf mich. Ich will mich nicht selber kreuzigen. Alles was dadurch noch immer noch auf mich zukommt, das werden Lektionen. Aber ich kenne den Unterschied in meinem Gewahr sein. Das eine Mal ist es eine Kreuzigung, das andere Mal ist es eine Erlösung. Und dann bringt jeder Tag noch, wie hat es Jesus mal gesagt: „Noch genügend Last, von denen du dich am Abend des Tages hoffentlich befreit hast“. Und der nächste Tag auch wieder, und der nächste auch, und der nächste auch. Solange bis du die ganze Zeit nur dafür genutzt hast, dich und die Welt zu befreien. Und wenn du erlebst, ja du wirst eben nochmal Vater, nicht, weil du es unbedingt wolltest, oder du bekommst eine Arbeit, nicht die, die du unbedingt wolltest, sondern einfach, weil es noch passiert, dann kannst du das nützen, um alle deine Urteile in deinem Geist zu berichtigen, mit viel Geduld. Und das wird die Zeit deiner Erlösung sein, dein letzter Traum. So ist der Kurs in Wundern gedacht, so ist er konzipiert. Weder musst du es dann vehement ablehnen, noch unbedingt wollen. Du, der du SEIN Leben teilst, musst es teilen, um es zu erkennen, denn Miteinanderteilen ist Erkennen. Selig bist du, der du lernst, dass den WILLEN deines VATERS hören deinen eigenen erkennen heißt. Denn es ist dein Wille, so zu sein wie ER, DESSEN WILLE ist, dass es so sei. Es ist der WILLE GOTTES, dass SEIN SOHN eins sei und vereint mit IHM in SEINEM Einssein. Deshalb ist Heilung der Beginn der Einsicht, dass dein Wille SEINER ist. Ich kann doch die Dinge gar nicht Lektionen sein lassen, solange ich sie unbedingt will. Denn, wenn ich etwas will, ist es keine Lektion, sondern ein Urteilen. Wenn ich auf das, was ich gewollt habe oder noch zu wollen glaube, in meinem Geist vergebend schaue und meinen Körper für das benütze, für das, was mein Geist bereits nach außen projiziert hat, darauf auch vergebend schaue, dann habe ich doch den Tag über genug zu tun, um mich zu erlösen. Und dann kann ich in jeder Situation, wie gesagt, während ich mit dem Willi spazieren gehe vergebend drauf schauen, und während das passiert, was heute passiert ist, eben auch vergebend drauf schauen, und morgen, keine Ahnung, ob nicht morgen wieder ein neuer streunender Kater hier auf dem Hof auftaucht, oder die Katzen, die noch da sind. Egal was die machen, ob da morgen der nächste überfahren wird von einem Auto oder der nächste, der mit mir im Wald spazieren geht, habe ich doch eh keine Ahnung, weiß ich doch nicht. Soll ich mir da vornehmen, was Bestimmtes zu wollen? Warum denn? Wozu denn? Gott verurteilt mich nicht, und ich auch nicht. Also kann ich mit allem in der Vergebung bleiben, denn es passiert ja sowie noch das und das. Aber in der Vergebung kann ich in allen Situationen einen Frieden finden, den mir die Erfüllung meiner Wünsche sowieso nicht bringen kann. GOTT hat mich nicht verurteilt. Ebenso wenig tue ich es. VATER, ich habe mich in mir geirrt, ich habe mich in mir geirrt, weil ich die QUELLE nicht erfasste, aus der ich kam. Ich habe jene QUELLE nicht verlassen, um in eine Körper einzugehen und zu sterben. Meine Heiligkeit bleibt ein Teil von mir, wie ich ein Teil von DIR bin. Und meiner Fehler in Bezug auf mich sind Träume. Ich lasse sie heute los. Und ich bin bereit, nur DEIN WORT darüber zu empfangen, was ich wirklich bin.Wann kann ich das so meinen, wie es hier steht? Und ich bin bereit. Wann bin ich bereit? Wenn sich ein toller Wunsch von mir erfüllt? Nee. Wenn ich ganz verzweifelt bin, weil er sich nicht erfüllt? Auch nicht. Wann bin ich bereit? Wenn ich sage: Und ich bin bereit, nur DEIN WORT darüber zu empfangen, was ich wirklich bin.Jetzt muss ich das nur noch einen Augenblick so meinen. Und wenn sich dann der Gedanke aufdrängt, „ja aber das ist doch schade, dass der Willi gestorben ist“ muss ich sagen „diesen Gedanken will ich nicht. Stattdessen wähle ich und ich bereit, nur DEIN WORT darüber zu empfangen, was ich wirklich bin.Und dann können Träume allmählich vergehen und sie dienen mir dazu, während sie vergehen, und werden immer unwichtiger, weil sie immer mehr vergehen. Und endlich kommt die Gegenwart immer mehr in mein Gewahr sein.  (Michael Ostarek, Mölmeshof, 26. 11. 2012)

 

 

 

 

 

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