Wir nehmen einen neuen Kurs

 Gestern war wieder mal eine, wie Michael es immer nennt, Schlüssellektion. L 157  In SEINE GEGENWART möcht ich jetzt eintreten. Hier die  Mitschrift der dazugehörigen Session: (die Kurszitate sind hellblau gekennzeichnet)

 Es scheint irgendwie ein Tag wie jeder zu sein. Einer hat Grippe, der nächste hat irgendwie Sorgen um seinen Job, der nächste denkt an seine Arbeit. Und was ist dieser „Kurs“? Er will dir zeigen, wie frei du bist. Er will dir zeigen, dass du heute, in meinem Fall ist es, ich habe ziemlich Fieber, Schnupfen, Husten und ich kann einfach sagen „In seine Gegenwart möchte ich jetzt eingehen“. Und das genügt. Es hat überhaupt nichts mit dem Zustand des Körpers zu tun, ich muss auch nicht denken „ja, dann nehme ich noch einen tiefen Atemzug, einen letzten tiefen Atemzug, bevor ich in seine Gegenwart eingehe“ oder irgendsolche Dinge. Weder „endlich kann ich diese Scheißwelt verlassen“, noch „eigentlich schade, ich wäre noch gerne geblieben“. Es hat mit der Welt, mit dem, wie es dir in der Welt geht, an sich überhaupt nichts zu tun, gar nichts. Du bist nicht, wenn es im „Kurs“ heißt „du bist kein Körper, du bist frei“, dann heißt das, dass du an überhaupt nichts gebunden bist, was mit dem Körper zu tun hat. Sondern es ist eine Entscheidung, die der Geist trifft und wenn du in seine Gegenwart eingehen möchtest, dann möchtest du das und in dem Moment geschieht das. Warum? Weil das das ist, was Gott sowieso will. Er würde keinen Augenblick sagen, „na warte noch einen Moment, warte mal, bis du stirbst, warte mal, bis du was weiß ich, bis du wieder gesund bist oder warte, bis du noch kränker bist, denn noch bist du noch nicht krank genug, um in meine Gegenwart einzugehen, du musst erst todkrank sein. Aber das sind Gedanken in deinem Geist, die sprechen dir die Willensfreiheit einfach ab. Und an dem heutigen Tag sollst du alles, was du bisher irgendwie gedacht hast, „wie könnte ich in seine Gegenwart eingehen? Was bedeutet das?“. Wahrscheinlich erst mal, „na ja, dann muss ich sterben, dann ist es mit dem Körper zu Ende“. Und von da aus logisch weiter gedacht, „na dann muss ich einen letzten Atemzug nehmen“, zum Beispiel. Und dann, „ja aber was ist dann mit meinen Kindern, was ist mit meinen Freunden, was ist mit meinem Hund“, was ist mit all dem, wo du dir sonst immer Sorgen machst, wenn du nämlich übrig bleibst und dein Hund stirbt oder deine Katze oder dein Kind, dann fühlst du dich immer verlassen. Und weil du dich verlassen fühlst hast du Angst, du könntest schuldig sein, wenn du andere verlässt, ist doch klar. Manchmal juckt es dich nicht, wenn du jemanden verlässt, da sagst du „ja der muss ohne mich klar kommen, der ist ja erwachsen“, oder irgend sowas. Aber wenn du jemanden liebst und der stirbt, dann fühlst du dich immer verlassen. Und in deiner fehlgeleiteten Empathie glaubst du dann, der andere muss sich verlassen fühlen, wenn du in seine Gegenwart eingehst. Und das ist eine bedeutungslose Idee, mit der du die Trennung wirklich machst. Mit dem Gefühl der Verlassenheit machst du die Idee der Trennung für dich wirklich und arrangierst ein gigantisches Verlassenheitszenarium, wo jemand stirbt und du bist verlassen. Und dann bist du auf einmal traurig, weil er dir die Freude, die er dir eigentlich schuldet, nicht mehr geben kann. Und dann fühlst du dich einsam, weil er dir die Gemeinsamkeit, die er dir schuldet, wenn du dir von der besonderen Beziehung was erhoffst, weil er dir die nicht mehr geben kann. Aber wir beschäftigen uns jetzt, wir müssen immer mal ein Stündchen ohne den Körper kommen, also ohne uns gleich vorzustellen, „ja was bedeutet das für mich als Mensch, für mich in der Verkörperung einer bedeutungslosen Idee?“. Wenn ich in seine Gegenwart eingehen will, es gibt nichts schnelleres, nichts Leichteres, nichts Einfacheres als das. Weil das nicht nur mein Wille ist. Sterben wollen ist nur mein Wille, da unterstützt Gott mich nicht. Er unterstützt mich auch nicht darin, wenn ich geboren werden will, denn ich lebe ja schon. Aber wenn ich in seine Gegenwart eingehen will, dann ist das nur für mich eine Erinnerungshilfe, dass ich mir endlich klar machen will, ich bin ja in seiner Gegenwart, ich bin das ja. Ich habe es nur irgendwo vergessen durch alle möglichen Gedanken und ich glaube, ich bin hier in der Gegenwart von Häusern, Tieren, die mir egal sind, Tieren, die mir nicht egal sind, Menschen, die mir egal sind, Menschen, die mir nicht egal sind, auf irgendeine Weise. Auf eine böse Art und Weise sind sie mir nicht egal oder auf eine gute Art. Und ebenso irgendwelche Dinge sind mir egal und, die meisten sind mir egal. Aber die wenigen, die fühle ich in meiner Gegenwart und darum glaube ich, dass ich in ihre Gegenwart eingehen kann und sie um mich sammeln kann. Und dann spüre ich diese Gegenwart von Menschen und Tieren. Und was spüre ich dann nicht mehr? Ich spüre nicht mehr die Gegenwart Gottes. Ich vergiss auch ständig, dass ich in seine Gegenwart eingehen möchte, bei allen Sehnsüchten nach irgendjemandem, den ich mal so gerne wiedersehen möchte, oder von dem ich so gerne hätte, dass der in meiner Gegenwart wäre. Oder, falls ich meine Eltern früh verloren habe, dass ich immer wieder noch denke, „na ja, aber es wäre so schön gewesen, wenn ich sie länger in meiner Gegenwart gehabt hätte“. Länger heißt immer noch nicht ewig, Bruder, immer noch nicht ewig. Und dann habe ich irgendwelche wilden Fantasien, die tatsächlich vom Körper abhängig sind, ob ich überhaupt in seine Gegenwart eingehen darf oder ob ich das überhaupt will. Ich stelle damit eigentlich meinen wahren Willen permanent in Frage, denn mein Wille ist seine Gegenwart. Das ist eine unveränderbare Tatsache. Und so was soll ich mir mit der heutigen Lektion in meine Erinnerung rufen, damit ich tatsächlich heute die Erfahrung machen kann, „ah ich muss es eigentlich nur wollen“. Essen nützt mir nichts, wenn ich lediglich essen will, da muss ich was essen. Wenn ich lediglich Fernsehen schauen will, dann schaue ich noch lange nicht Fernsehen. Das kann mir jemand verbieten, indem er den Fernseher nicht an macht. Und obwohl ich immer noch Fernsehen schauen will, schaue ich nicht Fernsehen. Ist das nicht komisch? Oder ich will jemanden lieben und ich glaube, ich kann ihn nicht lieben, weil ich völlig vergessen habe, wie mächtig mein Wille ist. Ich habe das in dieser Welt vergessen, und zwar so völlig, dass ich es umgedreht habe: Mein Wille ist sowas von schwach, sowas von schwach, dass meine Hände viel viel stärker sind“. Denn wenn ich das mit meinen Händen mache, dann erste hat mein Wille für mich einen Sinn. Also braucht mein Wille die mächtige Unterstützung des Körpers. Mein Wille ist sozusagen nicht der Herr, sondern nur der Diener. Er dient dem Körper so ein bisschen, aber eigentlich bringt der Körper alles in mein Gewahr sein. Was nützt es mir, lediglich Eltern die mich lieben zu wollen und ich habe Eltern, die mich verprügeln? Und dann schaue ich, dass ich mich mit meinem Körper dagegen wehren kann, gegen diese Prügel, auf irgendeine Art und Weise. Ich schlag zurück, ich laufe weg, aber mein Wille, warum ist das so? Wir haben eine Erklärung, wir Schüler dieses Kurses. Die Welt ist nicht unser Wille, sie ist nicht unser Wille. Sie soll aufzeigen, dass der Wille schwach ist und das Fleisch stark. Und Jesus hat das vor zweitausend Jahren schon mal umgedreht, der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach. Und wofür habe ich meinen Willen bekommen? Um einfach in seine Gegenwart eingehen zu können, und das genügt immer noch. Wenn ich allerdings meinem Geist diese Blockaden auferlege, „ja aber dazu muss ich doch im Körper sterben und das will ich doch jetzt nicht. Ja soll ich mich jetzt umbringen, damit ich in seine Gegenwart eingehen kann?“. Das sind die Fragen, die das Ego, ich habe jetzt nur zwei genannt, es gibt tausende von solchen Fragen. Das sind immer Fragen, die das Ego stellen würde, auf die der Heilige Geist selbstverständlich keine Antwort gibt, weil es auf diese Fragen keine Antworten gibt. Aber, er gibt mir Antworten, wenn ich frage „ja genügt mein Wille?“ Dann sagt er „ja klar“. Klar, und das genau ist es, was du wieder lernen musst. Ich habe das heute früh, als ich dann noch so im Bett lag, verschwitzt und hustend und fiebrig und so und habe diese Lektion so gelesen, da war die Gegenwart dieses Körpers so stark, dass mir wieder klar wurde, was das für eine Lektion ist. Es ist eine Lektion für meinen Geist, denn es ist nicht der Körper, es sind die Körpergedanken, die ich auf die Ebene des Geistes hebe. Es ist die Macht, die ich ständig dem Körper gebe und ständig den Körper frage „bist du bereit, in seine Gegenwart einzugehen? Bist du bereit? Möchtest du das“ Das wird der Körper nie beantworten können, weil der Körper nie in seine Gegenwart eingehen wird. Da ist kein Körper, du träumst das! Dies ist ein Tag des Schweigens und Vertrauens. Es ist eine besondere Zeit der Verheißung im Ablauf deiner Tage. Es ist eine Zeit, die der HIMMEL ausgesondert hat, um auf sie zu leuchten und ein zeitloses Licht über diesen Tag zu werfen, an dem der Widerhall der Ewigkeit gehört wird. Dieser Tag ist heilig, denn er läutet eine neue Erfahrung, eine andere Art des Fühlens und Bewusstseins ein. Es hat eben mit dem Körperbewusstsein, wo du dir des Körpers bewusst bist, überhaupt nichts mehr zu tun. Du hast lange Tage und Nächte damit verbracht, den Tod zu feiern. Heute lernst du die Freude des Lebens zu empfinden. Lernen kannst du das, das ist wahres Lernen. Das ist ein weiterer entscheidender Wendepunkt im Lehrplan. Ich nenne solche Lektionen manchmal Schlüssellektionen, wo der Lehrplan, und zwar der ganze Lehrplan wieder einen Wendepunkt nimmt, weil du wieder in eine andere Richtung gehen kannst. „Auf Kurs sein“ heißt, du manövrierst oder du wirst manövriert. Immer wieder musst du dich mal mit dem Körper beschäftigen, mit den Körpergedanken um sie zu identifizieren und sie loszulassen. Und wenn du das eine Weile gemacht hast, dann gibt es wieder einen Wendepunkt und dann musst du sehen, in seine Gegenwart gehst du immer direkt ein. Wir fügen jetzt eine neue Dimension hinzu, eine neue Erfahrung, die ein Licht auf alles wirft, was wir bereits gelernt und die uns auf das vorbereitet, was wir noch zu lernen haben. Sie bringt uns an das Tor, an dem das Lernen endet, und wir erhaschen einen kurzen Blick auf das, was jenseits der äußersten Bereiche liegt, die es, das Lernen, überhaupt erreichen kann. Einen Augenblick lässt sie uns hier, und wir gehen darüber hinaus, unserer Richtung und unseres Zieles sicher. Heute wird es dir gegeben sein, einen Hauch des HIMMELS zu verspüren, auch wenn du zu des Lernens Pfaden wiederkehrst. Und das sollte jede Mutter, jeden Vater trösten, jeden Hundebesitzer, jeden der irgendwie in dieser Welt noch eine Verantwortung für jemanden fühlt, sollte das trösten, du wirst wieder zu des Lernens Pfaden zurückgeführt. Wir haben ja auch gesagt, wir werden vorbereitet auf etwas, was wir noch lernen müssen. Und dennoch kannst du heute, und es sollte dich eigentlich beruhigen, einen Augenblick über die äußerste Grenze des Lernens hinausgehen und in seine Gegenwart eingehen. Du wirst da nicht bleiben. Und es kann jetzt sein, dass du widersprüchliche Gefühle hast: „Ah, das ist aber schade“. Gut, aber es kann auch sein, dass du, wenn du einen Augenblick länger inne hältst merkst, davor hast du eigentlich Angst, immer da zu bleiben, denn was ist denn dann mit deinem Kind? Was ist denn dann mit dem, was du hier noch tust? Warum sollten das nicht widersprüchliche Gefühle sein? Es gibt ja noch mehr zu lernen. Noch erlebst du dich immer wieder in der Gegenwart hier von Bäumen, ja sogar von Autos und von Plastiktüten und natürlich auch von Menschen und Tieren. Heute wird es dir gegeben sein, einen Hauch des HIMMELS zu verspüren, auch wenn du zu des Lernens Pfaden wiederkehrst. Doch bist du weit genug gekommen auf dem Weg, dass du die Zeit so weit verändern kannst, um dich über ihre Gesetze zu erheben und eine Weile in die Ewigkeit zu gehen. Ich meine Bruder, wenn du ehrlich bist, dann kannst du auch glauben, du fährst nur zum einkaufen und kommst nicht mehr zurück, weil du da einen Unfall hast. Oder du gehst nur schwimmen oder du fährst nur in Urlaub oder du besuchst nur einen Freund. Hier wird dir gesagt, du wirst zurückkehren, und das sagt dir Gott. Das kann das Ego dir nicht sagen, ob du vom einkaufen zurückkehren wirst, das weiß keiner vorher. Oder ob du aus dem Urlaub zurückkehrst. Wenn du ehrlich bist, weiß das keiner. Aber hier sollst du eins lernen und das ist es, was mir auch einen tiefen Frieden verleiht, seit ich den „Kurs“ mache. Ich weiß, dass ich nicht plötzlich unverhofft empor gehoben werden und irgendwie plötzlich jemanden im Stich lasse, das weiß ich ganz genau. Denn das ist der „Kurs“. Ich werde immer wieder zu des Lernens Pfaden zurückkehren, so lange, bis das Lernen vollständig ist, und das werde ich merken. Und das kann ich dann auch noch kommunizieren. Es ist kein Kurs in Angst und in Verlassenheit und so. Es ist ein Kurs, wo du einen ganz klaren Weg gehst, den der Heilige Geist genau vor sich sieht und den er mit dir teilen will. Und er wird dir jeden Schritt sagen, jeden, damit du ihn gehen kannst. Weil das so ist, habe ich vor vielen Jahren, habe ich es auch wirklich gewagt, ganz in seine Gegenwart einzugehen, ich musste noch ein bisschen Angst kontrollieren, „ja aber wenn ich dann doch sterbe oder irgend sowas“, aber es ist nicht passiert. Warum nicht? Schau dir Lektion an, es ist die Lektion 157, da endet der „Kurs“ nicht. Er endet nicht mit dieser Lektion, es geht noch weiter. Und wir lernen im Rahmen dieses „Kurses“. Sie bringt uns an das Tor, an dem das Lernen endet. Und du wirst lernen, das immer mehr zu tun, indem jede Lektion, die treu geübt wird, dich rascher an diesen heiligen Ort bringt und dich einen Augenblick lang deinem SELBST überlässt. Schau mal Bruder, du bist doch jetzt kein Körper und du warst gestern auch keiner. Es ist doch nicht wirklich eine äußere Veränderung, doch nicht eine äußere. ER wird dich heute in deinen Übungen anleiten, denn was du jetzt erbittest, ist das, was ER will. Und da du an diesem Tag deinen Willen mit dem SEINEN verbunden hast, muss das, worum du bittest, dir gegeben werden. Nichts ist vonnöten als der heutige Gedanke, um deinen Geist zu erhellen, nur deinen Geist, nichts ist vonnöten als der heutige Gedanke, um deinen Geist zu erhellen. Jesus erwähnt hier den Körper in keinster Weise, dass da irgendetwas nötig wäre, was der Körper tun muss. Und ihn in schweigender Erwartung und stiller Freude ruhen zu lassen, in denen du die Welt rasch hinter dir lässt. Von diesem Tag an nimmt dein GOTTESdienst eine aufrichtige Hingabe an und ein Glühen, das von deinen Fingerspitzen auf die übergeht, die du berührst, und diejenigen segnet, auf die du blickst. Eine Schau erreicht jeden, dem du begegnest, und jeden, an den du denkst oder der an dich denkt. Das ist Kommunikation. Denn deine heutige Erfahrung wird deinen Geist so verwandeln, dass er zum Prüfstein für die heiligen GEDANKEN GOTTES wird. Deinen Geist, ja? Hier steht nicht, dass der Körper verwandelt wird in einen Toten oder irgend sowas, nein, nur der Geist. Und jetzt kommt: Dein Körper wird heute geheiligt werden, da sein einziger Zweck nun der ist, die Schau dessen, was du an diesem Tag erfährst, zu bringen, um die Welt zu erhellen. Eine Erfahrung wie diese können wir nicht direkt vermitteln. Erleben kannst du sie direkt, aber vermitteln kannst du sie nicht direkt. Sie hinterlässt jedoch eine Schau in unseren Augen, die wir jedem anbieten können, und siehst du, es ist unsinnig zu glauben, du stirbst dann. Im Gegenteil, du sollst dann mitten unter deinen Brüdern sein und sie sollen in deinen Augen eine Schau sehen, ein Leuchten, eine Freude, die du mitgebracht hast, die durch deine Augen durchleuchtet. Wo wie ein Glühen auf deinen Fingerspitzen auf die übergeht, die du berührst. Sie hinterlässt jedoch eine Schau in unseren Augen, die wir jedem anbieten können, damit er umso eher zur selben Erfahrung kommen möge, in welcher die Welt still vergessen ist und der HIMMEL eine Weile in Erinnerung tritt. Nur eine Weile. Noch löst du die Zeit nicht auf, aber du veränderst die Zeit soweit, dass du eine Weile in die Ewigkeit gehen kannst, nur einen Augenblick gibt dich die Zeit frei. Und die Welt verschwindet noch nicht gleich, sie hört nicht auf scheinbar zu sein, sie ist aber schon mal eine Weile still vergessen, damit der Himmel eine Weile in Erinnerung tritt. Das hat mit Sterben gar nichts zu tun. Auch nicht mit dem Körper ablegen, das kommt viel später. Es ist nur eine Erfahrung, die du direkt machst und dann leuchten deine Augen, wie bei Moses oder bei Jesus oder bei, es gibt so ein Foto von Ramana Hashi, da leuchten seine Augen. Du hast es bestimmt auch schon bei einem Bruder gesehen oder hast eine Berührung mal gespürt, wo du gemerkt hast, es ist eine andere Berührung. Die gilt eigentlich nicht dem Körper, da ist der Körper das Kommunikationsmittel und du fühlst dich eher innen angerührt durch die Berührung als den Körper berührt. Es ist eine tiefere Zärtlichkeit, die tatsächlich dir gilt. Und dafür kannst du den Körper benützen, das ist der einzige Zweck, den er hier haben kann. Indem diese Erfahrung sich vermehrt und alle Ziele außer diesem von geringem Werte werden, rückt die Welt, in die du jetzt zurückkehrst, dem Ende der Zeit ein wenig näher. Warum ein wenig? Weil noch viele mit dir gehen sollen. Das sollst du ja oft erleben und immer wieder aus dem Heiligen Augenblick zurück kommen und immer wieder soll ein Bruder in deinen Augen das leuchten sehen, auf dem Arbeitsamt oder beim Zahnarzt und immer wieder soll er eine Berührung fühlen, die ihn an etwas erinnert, wo in ihm etwas angerührt wird. Das vermittelst du nicht mit Worten oder nur ganz selten. Dem Ende der Zeit ein wenig näher, wird sie in ihrer Art dem HIMMEL ein wenig ähnlicher, kommt sie ihrer Befreiung ein wenig näher. Immer nur ein wenig. Wir brauchen grenzenlose Geduld. Und ein wenig einfach aus dem Grund, weil immer nur einer mal bereit ist oder mal zwei einen Augenblick, und dann wendet er sich wieder der Welt zu. Und darum immer nur ein wenig. Das ist kein puschen, das ist kein drängen, aber es ist was Stetiges. Und du, der du ihr Licht bringst, wirst beginnen, das Licht sicherer und die Schau klarer zu sehen. Die Zeit wird kommen, in der du nicht in derselben Form wiederkehren wirst, in der du jetzt erscheinst, denn du wirst sie nicht brauchen. Jetzt aber hat sie einen Sinn und Zweck und wird diesem gut dienen. Also sei dir ganz sicher, du wirst schon noch eine Weile diesen Körper hier benützen müssen, sollen. Und doch hast du hier eine Perspektive für die Zeit, wo du den Körper noch benützt, weil du ihn immer wieder mal schon einen Augenblick nicht ablegen, aber vergessen kannst und die ganze Welt einen Augenblick vergessen kannst. Ja, auch dein Kind, klar, auch deine Eltern, auch deinen Körper, alles, einen Augenblick ja, weil du die Zeit soweit verändern kannst. Zeit ist an sich was in sich geschlossenes. Zeit soll Ewigkeit sein. Hier hast du diese Idee der liegenden Acht, ein Symbol scheinbar für die Ewigkeit. Es sind aber an sich nur zwei Ringe, die du ineinander legst und dann glaubst, du hast jetzt ein Symbol der Ewigkeit. Und hast du vier Ringe, dann hast du einen Audi und hast du fünf Ringe, hast du das Olympia. Es gibt keine Symbole dafür, aber du siehst, das sind immer in sich geschlossene Symbole. Na der Kreis, der Uhr, der Jahreszeiten, oder selbst, wenn es eine liegende Acht ist, ist es immer noch in sich geschlossen, dann fährst du halt Achterbahn in der Zeit oder du veränderst die Zeit soweit, dass sie mal eine Öffnung frei gibt, dass sie sich öffnet für dich. Und dann kehrst du wieder zurück. Jetzt aber hat diese Form einen Sinn und Zweck und wird diesem gut dienen. Und darum will der Heilige Geist deine Augen und deine Hände und deine Füße, damit du schauen und berühren und gehen kannst. Um eine Erfahrung zu vermitteln, die du nicht direkt vermitteln kannst. Die kann der andere nur selber direkt machen, wenn du ihm dazu, durch eine Berührung oder durch einen Anblick verholfen hast, indem überhaupt diese Sehnsucht wieder in ihm erwacht ist. Hast du nicht schon mal erlebt, dass du ein Marienbild oder ein Jesusbild oder ein Buddhabild oder ein RamanaHashibild oder ein Franziskusbild angeschaut hast und du warst berührt davon, von diesen Augen und hast dir einen Augenblick vorgestellt, wie wäre es eigentlich, wenn Maria mich berührt oder Jesus? Dafür kann der Körper sehr wohl hilfreich sein. Und darum freue ich mich auch immer, wenn ich meinem Zahnarzt mal die Hand geben kann oder so. Ich nütze solche Gelegenheiten. Oder ich schaue ihn schau. Ich muss da nur drauf achten, das ich nicht irgendwie im Groll bin mit irgendwas, mit der Krankenkasse oder mit meinen Zähnen oder ihn irgendwo lediglich als Arzt bewerte. Da schaut doch kein Segen aus meinen Augen. Menschliche Freundlichkeit ja, die ist aber kein Segen für die Welt, verwechsel da nichts. Und in der heutigen Lektion sollst du eine neue Dimension erleben, eine neue Erfahrung, die ein Licht auf alles wirft, was wir bereits gelernt haben. Und uns auf das vorbereitet, was wir noch lernen werden. Heute wollen wir einen Kurs einschlagen, den du dir nicht hast träumen lassen. Nimm das wörtlich. Er ist nicht ein Traum, den du dir hast träumen lassen. Es gibt viele Träume, die hast du dir träumen lassen, ja. Und du ihm noch immer weitere hinzu fügen. Aber es gibt einen Traum, einen Kurs, den hast nicht du dir träumen lassen, den träumt der Heilige Geist für dich. Und zwar die ganze Zeit. Und er will dich in diese Richtung führen, auf diesen Kurs bringen. Der HEILIGE jedoch, der GEBER der glücklichen Träume des Lebens, der ÜBERSETZER der Wahrnehmung in Wahrheit, der heilige FÜHRER in den HIMMEL, der dir gegeben wurde, hat diese Reise, die du machst und heute beginnst, für dich geträumt, wobei die Erfahrung, die dieser Tag für dich bereithält, dein sein soll. Und letztlich sollst du in dieser Erfahrung erleben, es gibt keinen Tod. Du willst in seine Gegenwart eingehen, aber das hat mit dem Tod nichts zu tun. Auch nicht mit dem physischen Tod des Körpers. Weder wird die Erfahrung durch den physischen Tod erreicht, es sind schon viele gestorben und sind nicht in den Himmel gekommen. Aber nicht, weil sie böse waren, das wäre die Egoversion davon, sondern weil sie diese Erfahrung nicht gesucht haben, während der Körper noch da war. Wenn du diese Erfahrung nicht machen nicht, wenn du diesen Kurs nicht einschlägst, dann wirst du einfach in diesem Traum von Tod und Geburt leben und sterben und leben und sterben. Und hast lange Tage und Nächte damit verbracht, den Tod zu feiern. Heute sollst du die Erfahrung machen, dass du ausschließlich lebendig zu Gott kommst. Und darum ist es absolut notwendig, dass der Körper lebt. Das einzige was sein wird ist, dass du ihn einen Augenblick vergisst, das ist aber wirklich das einzige. Und so wirst du darauf vorbereitet, ins ewige Leben zu gehen, und zwar durch deine Entscheidung. Und alle Gedanken des Körpers die kannst du getrost berichtigen, während der Körper immer noch funktioniert, er funktioniert, selbst wenn du sagst „der Körper braucht keine Heilung“ funktioniert er. Selbst wenn du lehrst, er braucht keine gesunde Ernährung, funktioniert er. Selbst, wenn du lehrst, er fühlt gar nichts, funktioniert er immer noch. Aber das eigentliche, worum es geht ist, dass dein Geist endlich wieder diese Entscheidung trifft, mit der du alles veränderst, das du dir in keinem Traum hast träumen lassen. Wobei die Erfahrung, die dieser Tag für dich bereithält, dein sein soll. In CHRISTI GEGENWART wollen wir jetzt eingehen, und darum geht es. Du gehst doch gar nicht zum Vater, du gehst in deine Gegenwart ein. Du musst doch erst mal in Christus erwachen, du musst doch erst mal eine Erfahrung machen, wer du bist, du selber. In CHRISTI GEGENWART wollen wir jetzt eingehen, gelassen aller Dinge ungewahr außer SEINES leuchtenden Antlitzes und SEINER vollkommenen LIEBE. Es müsste dir eigentlich klar sein, wenn hier steht, „in SEINE GEGENWART möchte ich jetzt eingehen“, dann kann das nicht die Gegenwart des Vaters sein, weil du diesen Schritt nicht lehrst, das ist keine Lektion. Den Schritt tut der Vater. Aber mit diesem Schritt, da gehst du über die äußersten Bereiche hinaus, die dein Lernen überhaupt erreichen kann. In die direkte Erfahrung, dass du der Christus bist, und selbstverständlich ist da der Vater nicht weit. Es geht nur darum, das ist nicht die Lektion. In CHRISTI GEGENWART wollen wir jetzt eingehen, gelassen aller Dinge ungewahr außer SEINES leuchtenden Antlitzes und SEINER vollkommenen LIEBE. Und weil du dadurch in die vollkommene Gegenwart all deiner Brüder eingegangen bist, wirst du alle deine Brüder einfach nur noch lieben wollen. Und wenn du mit dem Körper schaust, willst du diese Schau zu ihnen bringen. Sie sollen sehen, wer sie sind. Und diese Berührung willst du ihnen bringen, sie sollen fühlen, wer sie sind. Nicht Männer, nicht Frauen, nicht was weiß ich was, nicht Ärzte, sonder der Christus, das sollen sie fühlen. Weil du ihnen eine Botschaft aus ihrer Gegenwart bringst. Aus ihrer Gegenwart, die du einen Augenblick direkt mit ihnen erlebt hast. Die Schau SEINES Antlitzes wird bei dir bleiben, es wird jedoch einen Augenblick geben, der jede Schau transzendiert, selbst diese, die die heiligste ist. Dies wirst du niemals, da steht es ja, lehren, denn dies erlangst du nicht durch Lernen. Doch die Schau spricht von deiner Erinnerung an das, was du in jenem Augenblick erkanntest und sicher wiederum erkennen wirst. Ich muss doch erst mal eine Erfahrung machen, wer bin ich überhaupt? Und erleben, dass mich der Körper von dieser Erfahrung nie trennen kann und er kann sie auch nicht herbeiführen. Er spielt da überhaupt keine Rolle. Die einzige Rolle, die er spielen kann ist, ich kann sie hier noch vermitteln. Nicht die Erfahrung, aber ich kann einen Hauch davon, den kann der andere in meinen Augen sehen. Und das kann ihn stutzig machen oder das kann ihn einen Augenblick tief berühren. Oder eine Berührung wo er spürt, „Moment, jetzt hat mich gar nicht ein Mann berührt oder eine Frau, jetzt hat mich etwas anderes berührt. Etwas, was ich ganz tief in mir fühlen kann, was von äußeren Umständen überhaupt nicht abhängig ist“. Ob der Mensch alt ist oder krank oder buckelig oder lebrös, spielt überhaupt keine Rolle mehr, bei dieser Berührung oder bei diesem Anblick. In seine Gegenwart, in Christi Gegenwart wollen wir jetzt eingehen. Und hier geht es natürlich um wir. Am Anfang deines Lernens sagst du „in seine Gegenwart möchte ich jetzt eingehen“, das ist klar, das ist deine Entscheidung, aber du sollst ziemlich schnell bemerken, dass das nicht deine Entscheidung alleine ist, sondern dass es da bereits einige gibt, die das mit dir wollen. Und warum sollst du da nicht einen Augenblick aller Dinge einfach mal gelassen sein, wenn du weißt, du kommst wieder. Ich meine, du fährst auch mal ins Kino und hast einen Babysitter und gehst dahin sogar relativ gelassen. Aber du sollst jetzt wirklich lernen, in Christi Gegenwart völlig gelassen einzugehen. Ungewahr aller Dinge sogar, außer seines leuchtenden Antlitzes und seiner vollkommenen Liebe. Wer willst du sein? Jemand, der das in den Augen eines anderes sehen will oder willst du der sein, in dessen Augen es ein anderer sehen kann? Es ist deine Lektion, also sollst du derjenige sein, dessen Körper heute geheiligt wird. Heute sollst du derjenige sein, der die Erfahrung direkt macht. Und dann soll dasselbe Leuchten in deinen Augen sein, wie in den Augen von Jesus. Und derselbe Funke soll von deinen Fingern überbringen, wie wenn Jesus dich berührt hätte. Funke und ein stilles Glühen. Es ist ein „Kurs“ für den träumenden Christus, der einen Augenblick immer wieder in seine eigene Gegenwart endlich mal eingehen kann. Das ist, wie wenn du als Mensch den ganzen Tag unterwegs warst und gearbeitet hast und Sport gemacht hast und mit jemand geredet hast und einkaufen warst und das gemacht hast und irgendwann setzt du dich in deinen Sessel und sagst „so, jetzt möchte ich einfach mal bei mir sein“. Okay? Ja. Wie wär´s wenn du jetzt wirklich einfach mal bei dir sein willst, bei dir, bei uns, dem Christus? Eine Heilige Zeit.  (Michael Ostarek, Mölmeshof, 06. Juni 2013)

 

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