Zeitung „Der KursSchüler“

Wir veröffentlichen hier zwei mal monatlich neue Artikel aus dem KursSchüler.
Der nächste Beitrag erscheint am 1. Mai.
Die älteren, gedruckten Ausgaben findest du hier.

God’s Movie

von Melissa Chavez

Der Film zeigt Ideen und umfangreiche Zitate aus dem „Kurs in Wundern“ und aus Gary Renard’s “Die Illusion des Universums”.
Da ist keine Welt, weil sie ein Gedanke getrennt von Gott ist und gemacht, den Vater und den Sohn voneinander zu trennen und einen Teil von Gott selbst abzuspalten und so seine Ganzheit zu zerstören. Kann eine Welt wirklich von so einer Idee kommen? Kann sie überhaupt irgendwo sein? Verleugne Illusionen, und akzeptiere die Wahrheit. Verleugne, dass du ein Schatten bist, der flüchtig auf eine sterbende Welt geworfen wurde. Befreie deinen Geist, und du wirst auf eine befreite Welt schauen.
Heute ist es unser Zweck, die Welt von allen eitlen Gedanken zu befreien, die wir je über sie hatten, und über alle lebenden Dinge, die wir auf ihr sehen. Sie können nicht dort sein. Noch können wir es. Wir sind in dem zu Hause, das unser Vater für uns bereitet hat, mit ihnen zusammen. Und wir, die wir so sind, wie Er uns erschaffen hat, machen die Welt heute von jeder unserer Illusionen los, auf dass wir frei sein mögen.
Immer in Liebe, dein Freund auf einer Reise ohne Distanz

God`s Movie


Gedicht

Anonym

Vergeben sind nun alle Schuld und aller Schmerz,
jetzt kann sich öffnen unser Herz,
dem VATER und dem Bruder gleichermaßen,
die wir einst vor langer Zeit vergaßen. Weiterlesen


Heilung und die Augenblicklichkeit der Erlösung

von Michael Ostarek

Lass uns einen Augenblick über Heilung und die Augenblicklichkeit der Vergebung nachdenken. Es geht überhaupt nicht darum, dass du hier einen Zustand erreichst, wo du gesund bist. Das ist es, was du begreifen musst. Darum geht es nicht. Es geht nicht darum, dass du gesund bist. Du bist kein Körper. Weiterlesen


Öffne allen lachend die Tür! Ein Heilungserlebnis

von Christoph Engen

Vor kurzem wurde ich mal wieder nachts von nervenaufreibenden Spasmen in meinen Waden verfolgt. Bald, nachdem ich ins Bett gegangen war, fingen auch schon meine Beine unwillkürlich zu zucken und zappeln an. An Schlafen war nicht mehr zu denken. Weiterlesen

„GOTT geht mit mir, wohin auch immer ich gehe.

von Hans Owesen

Ein Dialog vergangener und vergänglicher Stimmen …. und dann eine andere Stimme:
Nimm doch einfach mal Valium, das mache ich auch, das hilft mir. – Nein, lieber nicht. Weiterlesen


Erfahrungen mit dem Kurs in Wundern

von Petra Fronzek

Lieber Michael,

lieben Dank für die segensreichen Tage bei euch – mit unseren/ meinen Brüdern.

Was sich in den letzten Tagen alles ereignet hat ist für mich so friedvoll und liebevoll geführt, das es mir einen so tiefen Frieden gibt …. unbeschreiblich.
Viele Lektionen aus dem letzten Jahr fangen an sich mir auf eine andere Art zu erschließen, was ich nie für möglich gehalten hätte. Es bereitet mir so große Freude – alle Lektionen noch mal aufs neue zu lehren und zu lernen …. so tief in meinen Geist zu schauen wie es mir jetzt gerade möglich ist. Diese SICHERE FÜHRUNG, das alles freundlich und gut für mich ist – wenn ich bereit bin auf alles neu zu schauen. Weiterlesen


Die freundliche alte Dame und der Engel

von Christoph Engen

85 Jahre sollte die freundliche alte Dame heute werden! Jetzt erinnerte sie sich. Sie blickte von ihrem Kalender hoch. Dort stand es schwarz auf weiß: 85. Ausrufungszeichen. Bald sollte sie zu der Geburtstagsparty abgeholt werden, die einige alten Freunde für sie ausrichteten. „Jesus Maria“, murmelte sie, „das ist allerhand, 85!“ Dann, nach einer Gedankenpause, sagte sie zu sich selbst entschlossen: „Na hüh, altes Zirkuspferd! Mach dich ein bisschen schön!“ Ihr Körper gehorchte und machte sich auf den Weg ins Bad. Weiterlesen


Die Macht der Entscheidung

von Christoph Engen

Wie wir uns kraft der Macht unserer Entscheidung von Leiden befreien können.

Mich haben, seit ich ihn kenne, die klimpernden Zehen meines „Ein Kurs in Wundern“ – Lehrers und Freundes Michael Ostarek fasziniert. Wann immer Michael eine seiner so genannten Sessions hält, sind seine Zehen oft in Bewegung und klimpern und spielen miteinander, als tanzten sie zu einer unhörbaren Musik. Wie macht er das? Aus meiner Sicht ist das alles eine Frage seiner geistigen Ausgerichtetheit.


A Heaven’s Kiss

by Christoph Engen, November 25th 2012

The hush of Mary cools my aching, burning heart,
her love comes streaming through my dark.
A Heaven’s Kiss


Interview mit Ruth Vogelsang


Liebe ist Kraft

von Michael Ostarek

Es ist natürlich möglich, einen höchst komplizierten Artikel über Kraft zu schreiben… Dann würde es darum gehen, über viele verschiedene Arten von Kraft, Macht und Energien zu reden. Im weiteren Verlauf unserer Ausführungen kämen wir bestimmt auch auf negative Energien zu sprechen: also auf Nicht-Kraft, Nicht-Macht und Nicht-Energie. Doch, da kannst du dir ganz sicher sein, um einen derart komplizierten, verwirrten und verwirrenden Artikel über die Absurditäten eingebildeter Kraftideen soll es hier nicht gehen. Liebe ist Kraft


Erfahrungsbericht von Petra

Lieber Michael,

das Telefonat war sehr beruhigend, hilfreich und gesegnet. Ich bin auch nicht viel später ins Bett gegangen und habe mir einiges mitgenommen was ich dem Heiligen Geist gegeben habe und was ich mit Ihm noch lernen wollte, in der Nacht. Erfahrungsbericht von Petra


Interview mit Daniel Fritsch

Danke Daniel!


Ein Gleichnis

Autor anonym; aufgeschrieben von Uli und Jeannette

Da lebte einst eine nette Familie in einem netten Dorf in einem netten Häuschen, aber sie waren nicht glücklich. Es wurde ihnen zu eng, nichts war mehr recht und die Welt schien ihnen nur schlecht.
Da machte sich der Mann auf zu einem Weisen, um Hilfe zu erbitten, denn er wusste weder ein noch aus. Ein Gleichnis


Entrinnen aus dem Klammergriff der Selbsttäuschung – Angst, Schmerz oder Mangel

Eine Übersetzung aus dem Miracle Worker von Hans Owesen

Ist dir aufgefallen, wenn du schon eine Zeitlang auf diesem Weg der Ego-Aufhebung bist, dass es inmitten eines Ego-Zustands von Angst, Konflikt oder Schmerzen unmöglich erscheint, loszulassen? Die Angst hat einen in den zeitweiligen Wahnsinn (‚insanity‘) getrieben, und diesem Zustand fühlt man sich vollkommen ausgeliefert.
Der ganze Artikel


Von mir aus kann ich gar nichts tun

von Bhakti Hardy-Ostarek

Ein Liedtext von Bhakti Hardy-Ostarek

Von mir aus kann ich gar nichts tun
Ich dreh mich im Kreis kann nicht mal ruhn
Oh lass` mich innehalten und still sein
Lass` mich durchfluten, denn ich bitt’ dich hinein

Weiterlesen


Ist es möglich, im Vertrieb zu arbeiten und dennoch ein Lehrer GOTTES zu sein?

von Kenneth Wapnick. Übersetzt von Felix

Frage: Ist es möglich, im Vertrieb zu arbeiten und dennoch ein Lehrer GOTTES zu sein? Mir scheint es im Vertrieb einzig um Manipulation und Verkaufstechniken zu gehen. Irgendwie komme ich nicht weiter, weil ich das Gefühl habe, meine einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen, ist die, einen Job auf Provisionsbasis anzunehmen. Was würden Sie empfehlen?

Antwort: Es geht allein um den Zweck! Wenn der Inhalt in deinem Geist der ist, dass deine Tätigkeit im Vertrieb ein Klassenzimmer ist, in dem du von Jesus oder dem HEILIGEN GEIST geführt werden kannst, um Trennung aufzuheben, dann bist du nicht im Konflikt. Du wirst dann das machen, was kompetente Vertriebsmitarbeiter tun, aber zu einem anderen Zweck: Weiterlesen


Ein Brief an meine Mutter

von Kathrin Schulze-Oertel

Liebe Mama,

Du schreibst: Für alle von mir verursachten Schmerzen erbitte ich Vergebung, als Vertrauensgrundlage!

Ich weiß, dass ich genau um eine solche Geste jahrelang bat und sie nicht bekam. Und ich danke Dir dafür, dass Du sie mir nicht gabest, ich danke Dir heute dafür, dass Du mir einmal sinngemäß sagtest, ich solle das alles mit mir selber ausmachen; was ich damals leider nicht verstand. Du hattest mich damals nur zum Schein vor den Kopf gestoßen, in Wahrheit war dies bereits der Hinweis auf den „Kurs in Wundern“.Weiterlesen


Umkehr

von Siegrid Althaus

Scheint dein Los zu schwer zu sein?
Klagst und murrst du gegen Gott?
Siehst nicht eigne Fehler ein?
Trägst das Übel oft beim Wort?
Weiterlesen


Verkehrt gefragt = keine Antwort. Richtig gefragt = eine Antwort!

von Brigitte Meier

Gestern las ich in dem Buch „Jenseits der Glückseligkeit“ von Kenneth Wapnick, in dem er über das Leben von Helen Schucman und die Niederschrift von Ein Kurs in Wundern berichtet. Auf den Seiten 219/220 geht es u. a. darum, dass Jesus und Helen sich bemühen, Bill zu helfen, seinen Widerstand gegen Jesus zu überwinden und ihm auf diese Weise näher zu kommen. Jesus sagt hier:
„Wenn du keine Antwort bekommst, liegt es immer daran, dass mit dir etwas nicht stimmt. […] Weiterlesen


Die Heilung von Bill Thetford

Autorin: Carol Howe; übersetzt von Hans Owesen

Eine enge Freundin von Bill Thetford, Co-Schreiber des Kurses, Carol Howe, erzählt uns, was wir alle aus seinem Leben und Erwachen lernen können.

(Übersetzung aus: Miracle Worker, Ausgabe 99, Mar/Apr 2011)

Möchtest du ein Leben ohne Konflikte führen? Wir können uns nach wie vor durch Bill Thetford, der wusste, wie das geht, dahin geleiten lassen. Die Bibel sagt: „Möge der Geist, der in Jesus Christus ist (im Heiligen Geist), auch in euch sein.“ Unsere moderne Version könnte lauten: „Lasst die Wahl, die Bill Thetford traf, auch unsere sein.“ Bills Lebensgeschichte ist nicht nur aus menschlicher Sicht fesselnd, sondern – noch wichtiger – auch wir können den einfachen Schritten nachfolgen, die er gegangen ist, um frei von Konflikten zu werden, zu erwachen. Weiterlesen


Heilsame Erfahrungen miteinander teilen

von Ulrike Pinkwart

Wir wollen in Wahrheit den HIMMEL,
aber erst mal eine Welt, der vergeben ist, miteinander teilen.
Mein letzter Besuch in der Arztpraxis war ein heilsames Erlebnis für viele, viele vorherige.
Immer wieder hatte ich, zusammen mit dem HEILIGEN GEIST, meine Ärzte als meine Brüder erlebt und alle Diagnosen über die Jahre hinweg immer wieder zur Berichtigung freigegeben. Und Jesus übergab ich mein Ego, Weiterlesen


Der Kurs

von Torsten Lenz

Du willst dich endlich erlösen,
vom Guten wie vom Bösen?
Du weißt nicht, wie das geht?
Da gibt es etwas, wo all das steht:
„Ein Kurs in Wundern“ ist dieser Ort,
ein Buch der Wahrheit in Schrift und Wort.
Weiterlesen


Wünsche sind keine Wunder

Ein Artikel von Michael Ostarek

Prinzipiell muss gesagt werden, dass Wünsche aus einem völlig anderen Geisteszustand entstehen als Wunder. Wünsche haben Wunder nötig gemacht.

Im Gewahrsein deiner Vollkomenheit kanntest du kein Bedürfnis: Du warst tatsächlich wunschlos. Und somit warst du glücklich!

Das bedeutet, dass es unsinnig ist zu glauben, durch Wünsche bzw. durch deren Erfüllung glücklich werden zu können. Weiterlesen


Brief an den Mölmeshof

von Martha Ritter

Lieber Michael & alle am Mölmeshof!

Danke für die Session–Abschrift und danke dir, Michael, für dein kompromissloses Lehren, auch per Kraftausdrücke-Ansprechung. Ich habe kein Problem damit. Es gibt mir Sicherheit, in der Aussage des Heiligen Geistes, dass es keine Rangunterschiede bei Wundern gibt – und dass wir verantwortlich sind für alles, was wir wahrnehmen. Weiterlesen


Das Stille Lied

von Bhakti Hardy-Ostarek

Wie herrlich klingt die Stille in meinem Geiste,
leise sie herrscht, unendlich, in allumfassendem Schweigen.
Von Ihr sich mächt’ge Wogen der Güte
in weißen Strahlen weit ausdehnen.
Weiterlesen


Im Gespräch mit Kenneth Wapnick

Gespräch in zwei Teilen, 2010.

(Übersetzung aus: Miracle Worker, Ausgabe 97, Nov/Dec 2010 (Teil 1) und Ausgabe 98, Jan/Feb 2011 (Teil 2)

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Über die praktische Heilung mit dem Kurs in Wundern

Ein Interview mit Michael Ostarek

Jeannette: Was verstehst du unter ganzheitlicher Heilung mit dem Kurs?

Michael: Es gibt keine Krankheit, die unheilbar ist. Es gibt kein Wesen, das sterben muss. Es gibt keine getrennten Wesen. Wenn ich ganzheitlich geheilt bin, dann ist mein Einssein wieder ganz. Dann gibt es keinen Unterschied zwischen dir und mir. Es interessiert mich also nicht, ob du als Individuum gesund bist. Wenn wir gesund sind, das ist ganzheitliche Heilung. Es bedeutet für mich, alles zu heilen und heilen bedeutet nicht, dass ein einzelnes Ding schön oder gesund ist, sondern, dass es keine einzelnen Dinge mehr gibt, keine einzelnen Wesen.

Felix: Waren es diese Art von Gedanken, mit denen dein Körper geheilt ist? Und gibt es noch weitere?

Michael: Ja, es geht ja auch um das, was man nennen könnte, meine Gefühle. Ich erlebe mich ja nicht nur als körperlich krank als Mensch. Ich erlebe mich auch wenn der Körper gesund ist als gefühlsmäßig krank. Oder als gekränkt, als verletzt, als traurig, das gehört natürlich alles mit dazu. Meine Vorstellungen. Habe ich Angst, wenn ich an Geld denke? Ist die Vorstellung krank oder ist sie geheilt? Meine Vorstellung, wenn ich an die Welt denke. Ein aktuelles Beispiel wäre die Tötung von Osama bin Laden. Habe ich jetzt Angst vor wachsendem Terrorismus oder heile ich das? Meine ganzheitliche Heilung ist noch nicht abgeschlossen. Das ist ein Prozess. Ich bin dabei, ganzheitlich zu heilen. Und das Ergebnis ist völlig klar, selbst wenn ich das noch nicht wahrnehme. Ich weiß das Ergebnis. Da ist nichts mehr, was mich betrübt. Das heißt, es gibt in meiner Welt nichts Betrübliches, nichts Ängstliches, nichts Verletzliches, auch nichts, was hungern kann, auch nichts, was Liebe oder Zärtlichkeit braucht. Selbst wenn es diese Liebe empfängt. Es ist nicht geheilt, solange es die Liebe einen Augenblick braucht, bevor es sie empfangen kann. Und dazu ist es nötig, dass mein Geist bei allem, woran er denkt, als Ganzes geheilt ist. In Worten kann ich´s nie ganz ausdrücken. Aber wir können Worte verwenden, um darauf hinzuweisen.

Jeannette: Kannst du uns einige deiner Heilungsschritte schildern, die du mit dem Kurs in Wundern erlebt hast?

Michael: Die Heilungsschritte werden sicher nicht immer als Heilungsschritte wahrgenommen, in dem Moment, wo sie beginnen. Es kam zunächst zu einer Trennung von meiner zweiten Frau und auch von den Kindern, die zum Teil schon erwachsen waren. Allerdings noch ganz junge Erwachsene und zum Teil erst zehn, elf Jahre alt. Und zu meiner Heilung gehörte, dass ich wieder eine Frau mit einem kleinen Kind und mit einem Haus kennenlerne, in dem ich gearbeitet habe. Ich musste lernen, um Hilfe zu bitten. Und zwar nicht um Hilfe zu bitten, dass mir geholfen wird, sondern, dass ich die Ansprüche erfüllen kann, die an mich gestellt wurden, obwohl ich krank war. Und das war meine Heilung. Ich hatte Schmerzen. Ich konnte oft nicht mal die Fensterscheibe meines kleinen Autos runterkurbeln, weil die Handgelenke so wehgetan haben, und zum Teil auch so steif waren, dass das nicht ging. Meine damalige Freundin oder Lebensgefährtin hat ein uraltes Haus gekauft für wenig Geld. Da musste ich Wände rausbrechen und die Kacheln rausschlagen und zum Teil mit einem Boschhammer arbeiten. Es war immer wieder klar, ich kann mir nicht helfen, aber ich kann anderen helfen. Wenn ich andern helfe, ist das meine Hilfe. Ich muss dann natürlich die Prinzipien dieses Kurses anwenden. Diese Schmerzen bedeuten nichts. Dieses Handgelenk bedeutet nichts. Dieses Bad bedeutet nichts. Das war die Praxis. Vergebung ist Heilung. Und wenn das nicht funktioniert hätte, hätte ich damals den Kurs weggelegt. Es war also keine Heilmethode in einem klassischen Sinn, wo ich eine Heilung gebe, sondern, wo ich an sich etwas mache, wo ich nachher eine Heilung bräuchte. Ich gebe den Dingen eine andere Bedeutung. Das ist alles. Wenn ich dem eine heilsame Bedeutung gebe. Wenn ich das auch so meine, ‚Ich bin nur hier, um wahrlich hilfreich zu sein‘, dann sagt Jesus: “Super! Da kannst du hilfreich sein. Mach das! Da will jemand was von dir!“ Ich wollte damals auch nicht mit einer Frau schlafen, weil mir überhaupt nicht danach war. Und ich war prompt mit einer Frau zusammen, die viel mit mir schlafen wollte. Ich wollte auch nicht unbedingt mit einem kleinen Kind zusammen sein, das mir dann auch noch ständig sagt: „Du hast mir gar nichts zu sagen! Du bist nicht mein Papa!“ Aber es war genau das! Welche Bedeutung hat das? Werde ich angegriffen oder ist das ein Ruf nach Liebe? Das ist Heilung im Sinn des Kurs in Wundern und sie funktioniert.

Felix: Du hast immer auch viel von Stille gesprochen. Wie passt die Stille in dieses Bild von Heilung?

Michael: In meinem Elternhaus war es sehr still. Ich war bis zu meinem zehnten Lebensjahr während der Schulzeit immer in meinem Elternhaus und später auch während den Ferien. Mein Vater saß abends meistens im Wohnzimmer und hat in irgendeinem Buch von einem Philosophen, gelesen. Aber meistens saß er einfach nur ganz still da. Und wenn ich still war, dann durfte ich mich zu ihm setzen. Das habe ich sehr genossen. Ich bin dann manchmal um neun ganz leise in das Wohnzimmer rein und er saß einfach nur still da. Und wir saßen eine Stunde, zwei Stunden einfach nur still da. Und ich hatte das Gefühl, dass er mir in dieser Stille ganz viel sagt.

In dem Kloster mussten wir sowieso viel still sein. Jeden Tag saßen wir mit 20 Kindern ein paar Stunden in einem Raum und es wurde nicht gesprochen. Auch während der Mahlzeiten wurde nicht gesprochen. Das habe ich als sehr angenehm empfunden, so dass Stille für mich etwas sehr Vertrautes war.

Die Freundschaften mit meinen ersten Freundinnen sind meistens ziemlich schnell auseinandergegangen, weil die Mädels reden wollten und ich wollte nicht reden. Sie wollten in die Disco gehen und nach 20 Minuten hab ich´s einfach nicht mehr ausgehalten, bin dann raus und hab mich irgendwo in den Wald und auf einen Baum gehockt oder auf eine Bank. Das fanden die Mädels nicht so prickelnd, außer, um mit mir zu knutschen. Ich hatte nichts gegen knutschen, aber ich konnte doch nicht die ganze Zeit knutschen. Und auch nicht so viel. Ich wollte einfach nur still da sitzen und eine Nähe erleben, die mit dem Mädel eigentlich nur,  man muss es so sagen, indirekt etwas zu tun hatte. Es gab eine viel direktere Verbindung. Das ging aber nur, wenn mein Geist still und ich im Frieden war. Dann kann ich diese Stille auch in eine Tätigkeit, in das Einkaufen, in das Geschnatter mit einem Kind oder von Freunden ausdehnen. Aber ich brauche immer den Moment, wo ich dieses Gespräch wieder verlassen kann, um ganz still zu sein, auch äußerlich. Stille ist für mich, dass ich mit Etwas in Kommunikation bin, das eigentlich gar nicht spricht. Und dennoch ist es Kommunikation. Es ist immer da.

Jeannette: Was hat sich seit dem Beginn deiner Heilung mit dem Kurs für dich verändert?

Michael: Es ist jetzt immer noch dasselbe wie am Anfang. Von der Methode her mach ich immer noch dasselbe, mach immer noch das, was im Kurs steht, genau wie am Anfang. Ich trete zurück und vergebe. Was hat sich verändert? Ich fühle mich nicht mehr so krank. Ich fühle mich nicht mehr so getrennt. Ich erlebe mehr Freude als früher und bin mir vor allen Dingen sehr gewiss, dass alles stimmt, was im Kurs steht, dass sich das alles erfüllt. Das war am Anfang so deutlich nicht, denn das Leiden des Körpers war damals noch deutlicher als die innere Gewissheit.

Jeannette: Kannst du an einer konkreten Situation erklären, wie du mit dem Kurs Groll oder Schmerzen heilst und vergibst?

Michael: Vom Prinzip her kann man sagen, ich muss mein Bedürfnis in einem anderen finden. Wenn ich Schmerzen habe oder Ärger spüre, habe ich ein Bedürfnis. Mir hilft immer, wenn ich dem anderen helfe, wenn ich irgendetwas für den anderen tue. Und wenn ich nur im Rausgehen aus dem Sessionraum noch den Fußabstreifer ausschüttle und währenddessen an meine Brüder denke, die über diesen Fußabstreifer drüber gehen. Das hilft. Oder wenn ich einen Augenblick im Groll bin: Jetzt hat schon wieder keiner den Fußabstreifer sauber gemacht! Dann will ich den Fehler meines Bruders, egal wer mir einfällt, in meinem Geist berichtigen. Denn ich ärgere mich ja darüber. Erstens über meine Schmerzen, zweitens über den Fußabstreifer, drittens, dass du nicht sauber gemacht hast, viertens, dass ich ihn sauber machen müsste. Das alles find ich in meinem Geist, während ich ihn sauber mache. Und die Schmerzen im Handgelenk sind weg. Mein Groll ist wie weggeblasen, weil ich etwas für dich tue, was für mich ist. Und im nächsten Augenblick erlebe ich mich nicht mehr als von dir getrennt. Und mit ‚von dir getrennt‘ meine ich nicht nur, dass ich auf dich im Groll bin, sondern dass es dich und mich als getrennte Identitäten gar nicht mehr gibt. Das ist die vollständige Vergebung und dann ist es unmöglich, dass mir irgendetwas wehtut, weil ich nicht allein bin. Uns beiden tut nie etwas gemeinsam weh, niemals. Uns nicht. Es ist möglich, dass dir Das wehtut und mir Das. Es ist möglich, dass du davor Angst hast und ich davor, aber wir werden nie gemeinsam, im wahrsten Sinne des Wortes, leiden können. Wenn ich alles, wo ich wegen dir leiden könnte oder du wegen mir oder traurig oder ärgerlich oder verletzt oder irgendetwas sein könnte, wenn ich das berichtige, den kleinsten Groll, dann bin ich mit dir Eins. Dabei hat mir Achtsamkeit geholfen. Achtsamkeit im Umgang, wie zum Beispiel einen Herd putzen. Da hat Herdputzen einem ganz anderen Zweck gedient. Und das kann man lernen. Oder einen Fußabstreifer ausklopfen dient einem anderen Zweck. Oder mein Groll über dich dient einem anderen Zweck. Wenn ich ihn aufhebe, dann bin ich mit dir Eins. Während ich vorher, selbst wenn ich nicht auf dich im Groll bin, wegen einem Fußabstreifer, nur scheinbar mit dir in Frieden bin. Dann bin immer noch ich mit dir als einem anderen Wesen scheinbar im Frieden. Wenn ich aber meinen Groll vergebe und auch meine Idee, dass es toll wäre, mit dir spazieren zu gehen, dann passiert was ganz anderes. Und so ist es auch mit den Schmerzen. Es heilt viel mehr als meine Schmerzen. Darum kann es eine Weile dauern, bis auch meine Schmerzen heilen, weil viel mehr heilt. Darum muss ich Dinge tun, die ich ansonsten gar nicht verstehe, für jemanden sauber machen, mit jemandem schlafen, mit einem Kind spazieren gehen usw. Ich habe keine Ahnung, warum ich das tue, so lange bis alle einzelnen Akte der Vergebung das Wunder ergeben, was der Kurs nennt: Nur grenzenlose Geduld führt zum augenblicklichen Ergebnis. Und dann ist das Ergebnis in einem Augenblick da und ist vollständig.

Felix: Vielen Dank Michael.

 


Gedruckte Ausgaben

Jeden Tag üben wir, mit den Gedanken des Heiligen Geistes unsere eigenen Gedanken berichtigen zu lassen. Hierbei macht jeder von uns Erfahrungen.

Die Idee, eine Zeitung herauszugeben, entstand durch das immer wieder geäußerte Bedürfnis, diese Erfahrungen uns gegenseitig und allen Interessierten zugänglich zu machen und so miteinander zu teilen. Mit dieser Zeitung möchten wir ein Forum entstehen lassen, in dem die Brüder sowohl von hier, als auch von überall her, die Möglichkeit nutzen können, ihre Erfahrungen mit dem Kurs in Wundern zu teilen, um uns so gegenseitig in der Praxis des Kurses zu unterstützen.

Die Artikel können dein Verständnis für den Kurs in Wundern vertiefen und dir vielleicht auch beim Üben behilflich sein. Neben inspirierenden Gedichten findest du auch ein Verzeichnis von Kursgruppen in Deutschland mit Adressen und Telefonnummern.

Autoren gesucht: Ein Aufruf an dich?

Die Zeitung soll allen am Kurs in Wundern Interessierten als ein Mittel für unsere gemeinsame Heilung dienen. Wir danken denen, die bereit waren und sind, ihre Heilung hier in Form eines Erfahrungsberichtes oder eines Gedichtes zu teilen. Wir freuen uns über alle Beiträge, denn jeder Beitrag ist für alle. Falls Du deine Erfahrungen teilen oder ein Buch, einen Film oder eine CD vorstellen möchtest, schicke einfach deinen Beitrag als Datei oder auch in schriftlicher Form entweder per Post an: Jeannette Barnikol, Mölmeshof 1, 99819, Marksuhl oder per e-mail: j.barnikol@freenet.de

Danke für Dein Interesse und Deine Mithilfe!

Ausgabe 3 — März 2012

Ausgabe 3 als pdf
Beilage: Interview mit Michael Ostarek

Falls du gedruckte Exemplare möchtest, kannst du sie gerne bei uns bestellen.

Ausgabe 2 — Mai 2011

Aufgabe 2 als pdf
Falls du gedruckte Exemplare möchtest, kannst du sie gerne bei uns bestellen.

Ausgabe 1 — November 2010

Aufgabe 1 als pdf
Falls du gedruckte Exemplare möchtest, kannst du sie gerne bei uns bestellen.

16 Gedanken zu „Zeitung „Der KursSchüler““

  1. Ich finde: wirklich eine gute Idee, ein solches Forum zu schaffen.
    Gibt es die Zeitung nur gedruckt oder auch als Datei?

    Viel Freude und Erfolg damit,

    Michael Feuser

    1. heute morgen habe ich während ich wie immer eine session hörte eine
      idee gehabt, die ich euch mitteilen möchte. ich hatte von anfang an schwierigkeiten mit (vergeben was der bruder nicht getan hat)

      ich hoffe, ihr findet meine idee nicht irgendwie flapsig so ist es nicht gemeint, zur sache und für mich unendlich befreiend:

      wenn ich und meine brüder und hitler und wie sie alle heißen während wir

      hier alles mögliche seit jahrtausenden machen, haben wir die ganze zeit in
      gott geruht und somit ein alibi.
      und so kann ich wunderbar vergeben. nicht, daß ich nun denke ich bin morgen erlöst, aber es fühlt sich für mich einfach so stimmig an,
      wenn ich mir immer wieder sagen kann diese welt ist nicht wirklich.

      bei dieser gelegenheit, lieber michael, liebe brüder ich bin so dankbar,
      daß es euch gibt und ic wünsche euch allen ein gesegnetes weihnachtsfest
      ich denke täglich in liebe an euch
      eure marietta

  2. Ich bin froh, dass solche Zusammenkünfte auch in Deutschland existieren.
    Weiss jemand, ob es sowas auch im Süddeutschen Raum, besser gesagt im Raum Landshut gibt?

  3. Brüder,

    im Moment höre ich die Session -Du bleibst draußen-oder du kommst herein! L226.

    Danke für den Arschtritt!

    Ich segne dich, mein Bruder- aus München- mit der LIEBE GOTTES,die ich mit dir teilen möchte.

    Rose

  4. Lieber GOTT
    danke dass ich heute Dein Wort gesprochen durch Michael anhören durfte.
    Mein EGO, bitte schreie nicht mehr so laut, damit ich mich mehr und mehr meiner eigenen Berufung widmen kann, Menschen ganzheitlich zu berühren.
    Alles ist LIEBE – ohne Bedingungen

    In LIEBE
    Markus

  5. bin grad im büro, fühlte mich plötzlich so „getrennt“, hab ins internet „kurs in wundern“ geklickt und wollte einfach ein paar worte daraus lesen, um mich wieder anbinden zu können … und kam auf euere seite … eine wunderbare fügung… ich muss mich erst „bei euch“ noch ein bisserl umsehen … aber jetzt schon mal vielen dank – es tut mir so gut, zu lesen, dass es so viele menschen gibt, die wie ich unterwegs sind … danke – danke – danke
    g a b i

  6. Hab‘ gerade eben mal alle Kommentare zum „Kurs-Schüler gelesen , und bin glücklich, -so froh und dankbar, dass wir alle wir sind. ….freu mich auf uns…jetzt…
    bis gleich
    Uli

  7. Liebe Kurs-WG, danke für den Kursschüler.
    Danke, lieber Michael, für das Gebet aus der Session vom 06.09.2010.
    Ich habe es laut und voller Hingabe gebetet.
    Und fragte: „Und wie ist die Antwort, VATER?
    Und hörte: „Du bist frei. Du bist mein geliebter SOHN.
    Ich liebe dich und alle deine Brüder.
    Ihr seid eins im CHRISTUS.
    Ihr seid mein VERMÄCHTNIS.
    Ihr seid vollkommen und heil und ganz im Glanz meiner LIEBE.“
    Danke, VATER.
    Danke, geliebte Brüder.
    Brigitte

  8. Heute wollte ich mir noch etwas Infos holen, da ich vor 3 Wochen ein Wochenende in „Kurs in Wundern“ erleben durfte. Schön, daß ich diese Videos hier auf dieser Seite sehen durfte!Ich würde gerne mal eine Woche „aussteigen“ und mit gleichesinnten Menschen zusammensein. Am besten wäre es in der Pfingstzeit.
    Kann mir jemand weiterhelfen?
    Lieben Dank!

    Patricia

  9. Liebe Herausgeber!
    Ich bin sehr interessiert an Ihrer Zeitschrift. Was kostet es, wenn man sich alle bisherigen Ausgaben zuschicken lässt?Über eine Nachricht freue ich mich sehr.
    Mit freundlichen Grüßen
    Barbara Koppmann

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Gemeinsam leben, gemeinsam heilen.