Was Sie Nicht Sagen!

Die Kurslehrer Paul Goudsmit und  Jane Tipping  geben in zwei kürzlich im Miracle Worker erschienenen Artikeln ihre Antworten auf mehrere „complaints“ (Fragen, Klagen, Kritik, Nörgelei, … wie man will) über den Kurs, die ihnen aufgefallen sind. Der Originaltitel lautet “You Don’t Say!“ (Teil 1 und 2).

Ich habe die beiden Teile übersetzt und veröffentliche hier im Einvernehmen mit dem Mölmeshof einige der 14 Klagen in wöchentlicher Folge. Wer den ganzen Artikel online haben möchte, kann ihn bei mir bestellen (siehe Artikel-Kategorie ‚Miracle Worker‘).

Vorausgeschickt sei ein Ausschnitt aus den einleitenden Bemerkungen der Autoren:          ‚…. Dieser Artikel geht auf Klagen ein, die uns erreicht haben. Wir möchten Sie dabei wissen lassen, dass Sie nicht allein sind, falls Sie frustrierende Erfahrungen mit dem Kurs gemacht haben!‘

Ob Fragen oder Antworten, alles kann als Lernhilfe genutzt werden, auch wenn sie ‚nicht davon ablenken sollten, einfach ans Werk zu gehen‘, wie die Autoren in ihrem Schlusswort sagen.

Den Anfang soll heute  Klage 1 machen:

Klage 1: Der Kurs ist kaum praktikabel! Ich möchte spezifische Anleitungen zu spezifischen Situationen, und alles, was er mir sagt, ist immer nur: vergebe, vergebe, vergebe!

Ja, der Kurs bietet keine tollen praktikablen Tipps zur Bewältigung unserer alltäglichen Probleme. Aber lassen Sie uns einmal den Prozess der Vergebung in seine Teile zerlegen  und  auf die Anleitung schauen, die der Kurs tatsächlich bereitstellt. Wenn wir uns die Details irgendeiner besonderen Situation anhören – sie sagte, er sagte, … also diese ganze Geschichte – hängen wir uns an diesen Details auf und kommen zu einigen ziemlich eindeutigen Schlussfolgerungen, was richtig und was falsch ist, wer ‚gut’  und wer  ‚böse‘ ist. Und dann entscheiden wir über die Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um die Situation zu bereinigen.

Mit anderen Worten, wir prüfen Mittel und Wege, die Situation zu meistern oder zu kontrollieren, um uns mit dem Geschehen besser zu fühlen. Das führt zu einer Linderung  momentaner Angst oder Beklemmung. Auf diese Weise ‚haken‘ wir diese eine Situation ab und atmen erleichtert auf, und dann, siehe da, taucht sie in einer anderen Form oder irgendwo anders wieder auf! Der Grund, warum der Kurs nicht ‚praktisch‘ ist, liegt darin, dass er ein ‚Universalrezept‘ für all unsere Probleme liefert. All unsere Probleme entstammen einer Quelle, nämlich dass wir uns selbst als winzige Individuen in einem unfreundlichen Universum erleben, in dem wir Strategien entwickeln und kämpfen müssen, um zu überleben.

Die Lösung dafür besteht darin, uns zu erinnern, dass wir eines Geistes sind und es keinen Mangel gibt.

Denken Sie einmal darüber nach – wenn wir erkennen würden, dass wir all unseren Entscheidungen vertrauen könnten,  dass wir gar nichts falsch machen können und nur  Entscheidungen treffen können, die uns von einem faszinierenden Abenteuer zum nächsten führen – was soll hieran nicht praktikabel sein?

Der Kurs bittet uns zu vergeben, aber es geht bei der Bitte um Vergebung weniger um andere Leute und lästige Situationen als vielmehr um die vergessene Wahrheit unserer eigenen Unschuld und innewohnenden Macht.

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