So verursachst du Leid – so erlöst du dich vom Leid!

Gestrige Worte von Michael aus der Morgensession:

Und wenn ich irgendwo hier noch eine Idee habe, eine Funktion habe, für all diejenigen, die bereit sind, diese Worte zu hören, stell ich gerne meine Zeit, mein Leben, alles hier zur Verfügung. Und klar, freue ich mich dann, wenn möglichst viele eine Session wie diese hören können oder dass sie von irgendjemandem getippt wird und wir sie verteilen können. Weil ich weiß, jeder Geist, der bereit ist, der versteht die Aussage dieser Session. Und darum ist es auch nötig, sie zur Verfügung zu stellen. 

Und hier die dazugehörige Session:

 ( die Kurszitate sind in blau geschrieben)

So verursachst du Leid – so erlöst du dich vom Leid!          

zu Lektion 297  Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.

Michael Ostarek, Mölmeshof, Morgensession, 24. Okt. 2013

Was ist die wirkliche Welt? Die wirkliche Welt ist ein Symbol, wie alles Übrige, was die Wahrnehmung anbietet. Doch steht sie für das, was dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. Deine Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die Zeugnisse des Schreckens. Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen werden außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst gefunden werden können.

Die wirkliche Welt birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und für das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. Die wirkliche Welt zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem Geist, der in Frieden ist. Dort ist nichts als Ruhe. Keine Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts außerhalb der Vergebung. Und die Anblicke sind sanft.

Heutige Lektion: Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.

Warum die einzige? Warum muss ich mich diesem Kurs so verpflichten, wie ich mich ansonsten dem urteilenden Geist verpflichte, auch wenn ich das gar nicht bemerke? Die einzige Gabe, die die Welt braucht, ist Erlösung. Dieser Kurs ist dazu da, um dir zu zeigen, was du tatsächlich verursachst, wenn du deine Bedürfnisse betonst. Angenommen, du betonst dein Bedürfnis nach Hunger, indem du lehrst: „Wichtig ist, dass alle ausreichend zu Essen haben“. Du lehrst „wichtig ist, dass alle ausreichend zu Essen haben“, und weißt überhaupt nicht, was du tust. Du betonst das Bedürfnis nach Hunger und machst Hungrige. Und darum gibt es immer mehr Hunger in der Welt. Du machst mehr Hunger. Du weißt nicht, dass du es tust, du weißt es nicht. Darum brauchst du selber Vergebung, du selber. Wie empfängst du Vergebung? Indem du vergibst. Indem du nicht sagst „wir brauchen mehr zu essen“, das tun die guten Menschen, sondern indem du begreifst: In dem Moment wo du sagst „wir brauchen mehr zu essen“, verursachst du mehr Hunger. Was ist Hunger? Hunger ist hungrige Menschen, hungrige Tiere, das ist Hunger. Hunger ist keine abstrakte Idee, Hunger ist eine konkrete Idee. Hunger ist immer: Ein Mensch der hungrig ist, ein Hund der hungrig ist, eine Kuh die hungrig ist, ein Kind das hungrig ist. Und darum gibt es in der Welt immer mehr Hunger. Wenn du lehrst „wir brauchen mehr Gesundheit“, machst du mehr Kranke. Denn wer braucht Gesundheit? Ein Kranker. Wer braucht was zu essen? Ein Hungriger. Und ich sehe bis zu meinem letzten Atemzug hier als meine Aufgabe, aufzuklären und dir wirklich zu sagen: Glaub nicht, dass das eine Gabe ist, wenn du sagst „wir brauchen mehr zu essen“ Das ist nicht eine Gabe, das ist eine Bedürftigkeit, die du machst. Du machst Millionen hungriger Menschen, Millionen. Und hast eins vergessen: Die Gabe, die hast du ihnen nicht gegeben, sondern du hast sie nur bedürftig gemacht. Und darum lehrt der Heilige Geist hundertprozentig nicht die Betonung deiner Bedürfnisse, eben nicht. Weil in der Betonung deiner Bedürfnisse das Opfer zentral ist. Und das weißt du nicht, solange du urteilst. Und das weißt du nicht, weil du nicht weißt, was du machst. Weil du nicht weißt, was du verursachst mit deinen Wünschen. Weil du wie ein Kind, ein Kind will ein Meerschweinchen, mit dem es spielen kann. Was will es? Ein hungriges Meerschweinchen will es, ein durstiges Meerschweinchen. Es sieht sein Bedürfnis nicht im Meerschweinchen. Es sieht nicht, dass das Meerschweinchen Bedürfnisse hat. Es sieht nur sein Bedürfnis „ich will ein Tier, dass ich streicheln kann“ nein: „Ich will ein hungriges, leidendes Tier, das genauso leiden soll wie ich. Ein Kind hat null Mitgefühl, null. Und du brauchst Mitgefühl. Und wenn du das Mitgefühl hast, wenn du deinen Wunsch in der Beziehung läutern lässt, dann wirst du deinen Wunsch aufgeben und sagen „ich will überhaupt kein Meerschweinchen, ich will keins“. Ich will überhaupt nicht gesund sein, ich will es nicht. Und je mehr du dieses Bedürfnis nach Gesundheit predigst, umso mehr flächendeckende Krankheiten hast du, immer mehr. Und auf diese Weise entstehen diese Krankheiten wie Prostata-krebs und Brustkrebs und Aids und all das, weil du ein Irrsinns Bedürfnis nach lehrst, von ungeheilten Heilern. Und da gibt es keinen Unterschied zwischen einem Schulmediziner und einem Homöopathen, überhaupt keinen, die wissen beide nicht, was sie tun. Es sind beides ungeheilte Heiler. Oder du lehrst, „aber es ist für ein Kind wichtig, dass es spielen kann“. Ja was machst du da für ein elendes Kind? Und dieses elende Kind, das muss dann spielen und dann erfindest du immer mehr Spielzeug und immer mehr und immer mehr und selbst, wenn das Kind eigentlich in der richtigen Küche helfen könnte, machst du in deinem Wahn eine völlig sinnlose Spielküche, in der das Kind kochen spielt. Wozu denn? Da ist eine Küche da, da soll es der Mutter oder dem Vater helfen und dann lernt es kochen, aber nicht kochen spielen. Da wird das Kind nur bedürftig, nur. Und das siehst du an den bedürftigen Kindern, die durch eine völlig fehlgeleitete Pädagogik erzogen werden zu einer jämmerlichen Bedürftigkeit. Und dann lehrst du, dass du ein sexuelles Bedürfnis hast, ja um Gottes Willen. Und dann leiden heute schon die 11-Jährigen, weil sie noch nicht mit jemandem geschlafen haben, ja? Sie leiden drunter. Und sie leiden drunter, dass sie noch keinen Bartwuchs und noch keine Brüste haben und noch nicht sexy aussehen. Das ist das Leid, dass du verursachst, durch diese jämmerliche Bedürfnistheorie. Es gibt keine vollständige Theorie, aber schau dir die Erfahrung an, die ist vollständig.

Und dein Bedürfnis nach Frieden, wenn du das betonst, dann hast du immer mehr Gewalt. Denn wer hat ein Bedürfnis nach Frieden? Jemand, der verprügelt wurde, jemand, der geschlagen wurde. Ja du musst erst geschlagen werden, damit du dieses Bedürfnis überhaupt betonen kannst. Das sind diese Doppelkonzepte, wo gut und böse ein einziges Konzept ist. Und darum sagst du ja auch, „du kannst nicht wissen was gut ist, wenn du nicht weißt, was böse ist“, na tolle Theorie. Die ist wahnsinnig, diese Theorie. Also musst du erst verprügelt werden, das ist böse. Und dann hast du ein ganz betontes Bedürfnis nach Frieden, der gut sein soll. Auf das Gute beruht auf dem Bösen. Und das ist so offensichtlich, aber der urteilende Geist, der die Dinge unterschiedlich beurteilt, sieht nicht die Dualität, das Doppelkonzept, weil er es voneinander trennt. Das kannst du nicht voneinander trennen, das gehört zusammen, Gut und Böse, Leben und Tod, in diesem Denksystem. Du redest mit gespaltener Zunge. Und das ist ja die Disziplin: Erst wenn du dein Bedürfnis, weil du krank bist, nicht mehr betonst, hast du eine gute Chance zu heilen. Weil du als Kind verprügelt oder gemobbt wurdest, wenn du das berichtigst, hast du eine reale Chance zu heilen. Und du kannst sehen, wie das Egodenksystem dir sofort irgendein Bild malt, wie ein Kind, „Hauptsache wir sind gesund“. Aber wozu musst du überhaupt gesund sein? Und dann betonst du dieses Bedürfnis. Und die Betonung dieses Bedürfnisses macht dich krank. Lust und Leid sind genau dasselbe und die Lust ruht auf dem Fundament des Leides. Und der Frieden auf dem Fundament des Krieges. Und es wird systematisch Krieg gelehrt und systematisch Hunger gelehrt, und zwar von den guten Menschen oft noch mehr als von den Bösen. Von den Heilern noch mehr als von den Kranken. Und nur dem Grund halte ich überhaupt nicht von so Institutionen wie Friedensbewegung und Grüne und was weiß ich was alles, in keinster Weise. Ich unterstütze sowas überhaupt nicht. Oder das Predigen von Bedürfnissen. Ich bin so froh, dass der Heilige Geist meine Bedürfnisse nicht betont, eben nicht. Und so kannst du aus der schwersten Krankheit heilen, wenn du dein Bedürfnis überhaupt nicht betont haben willst. Weder von deinem Partner, der dazu da sein soll, dein Bedürfnis auch noch zu betonen, noch von deinem Arzt, noch von der Krankenkasse, noch von der Gesellschaft… Vor allen Dingen nicht von einem Freud, denn dazu hast du Freunde gemacht, und du sollst es nicht selber tun. Und dann erst siehst du die Zusammenhänge, wenn du auf beides gleichermaßen vergebend schaust: Auf den Hunger und auf die Ernährung. Und dann siehst du „meine Güte, das ist ja nicht verschieden. Das steht in Beziehung zueinander“. Meine Gedanken sind Beziehungen. Und seit wann steht satt sein mit hungrig sein in Beziehung? Seit wann denn?

Und je mehr ich mein Bedürfnis nach Leben, und da siehst du dieses Kinder, mein Bedürfnis nach Leben betone „ach es ist so toll zu leben, es ist so toll, Ski zu fahren und zu joggen und Auto zu fahren und schwimmen und gehen und miteinander zu vögeln und zu tanzen und das ist alles so toll zu leben“, umso mehr hast du Tod in dieser Welt. Umso mehr ist diese Welt das Reich der Toten. Denn nur die Toten haben ein Bedürfnis nach Leben, nur die Toten. Oder glaubst du, dass Gott ein Bedürfnis nach Leben hat? Oder nach Liebe? Oder der Christus? Der hat überhaupt gar kein Bedürfnis, gar keins. Und du in Wahrheit auch nicht. Lehre keine Bedürfnisse, lehre nicht das Bedürfnis nach Freiheit und nach Liebe. Je mehr du das Bedürfnis nach Liebe lehrst, umso mehr machst du Kreaturen, die überhaupt nicht fähig sein sollen zu lieben, sondern die von jedem Liebe brauchen. Ja wenn aber jeder das Bedürfnis nach Liebe lehrt, jeder, dann kann keiner mehr lieben, dann kann es keiner mehr. Und wenn die Eltern auch das Bedürfnis nach Liebe haben, die Mütter, die Vater, ja wie sollen sie dann ihre Kinder lieben können? Sie können es nicht. Und wenn sie dann auch noch lehren, dass ihre Kinder das Bedürfnis nach spielen und nach Freiheit und nach Selbständigkeit und nach Liebe haben, umso weniger werden sie von ihren Kindern geliebt. Weil sie es ihnen aberzogen haben. Und diese Ursachen, die musst du in deinem Geist finden, damit du diesen falschen Propheten einfach nicht nachfolgst. Ich halte gar nicht von Pädagogik oder humanistischer Psychologie, überhaupt nichts. Ich halte überhaupt nichts von diesen Theorien. Warum nicht? Na ich lebe doch in der Welt. Was interessieren mich Worte. Ich sehe die Erfahrung. Wozu habe ich Augen. Und dann sehe ich: Mein Augen täuschen mich, klar. Meine Ohren hören falsch. Und dahinter steckt ein System, dahinter steckt eine Stimme. Und du kannst eindeutig sehen, was das Ziel des Ego ist – das alle an ihrer Bedürftigkeit einfach nur verrecken, und sonst gar nichts. Und sie übereinander herfallen in ihrer Bedürftigkeit und jeder vom anderen das will, was der andere auch nicht hat. Weil der andere auch lehrt, auch die Eltern lehren: „Ja ich muss aber auch auf meine Bedürfnisse achten“ sagen die Frauen. Und die Frauen seit einiger Zeit verstärkt. Und die Männer müssen auch auf ihre Bedürfnisse achten. Und die Politiker müssen auf ihre Bedürfnisse achten, und die Ärzte müssen auf ihre Bedürfnisse achten. Und du musst auf die Bedürfnisse der Tiere achten. Und warum bitte schön werden Tiere immer aggressiver? Sogar Bienen. Sag nicht, das kommt von Pestiziden. Das kommt von der Idee, von der Idee der Bedürftigkeit, die von Anfang an da war und die immer mehr betont wird, immer mehr. Immer mehr verstärkt. Warum? Weil du dich immer mehr mit dem bedürftigen Körper identifizierst. Und weil der Weg das Ziel ist. Es verwundert mich in keinster Weise, dass es immer mehr hungrige Menschen gibt. Es wird immer mehr geben, wenn du nicht aufhörst, das zu lehren. Und diesen Hunger kann keiner stillen, solange er verursacht wird. Also all dieses Friedensgedöhnse, –  lass es bleiben. Diese Bedürftigkeit nach Liebe – hör auf, bedürftig zu sein, hör auf das zu lehren. Du weißt nicht, was du tust. Und darum bist du der, der Vergebung braucht, die du nur durch deine Vergebung empfängst. Und dann wird dein Hunger weniger und dann reicht die Nahrung. Und dann wird deine Krankheit weniger und dann genügt dir deine Gesundheit auf einmal und der Körper beginnt perfekt zu funktionieren. Und dann betonst du dein Bedürfnis nach Liebe nicht und dann erlebst du, dass wir uns ganz natürlich lieben, indem wir uns nicht mehr bedürftig machen. Denn in dem Moment, wo ich dich bedürftig mache, entziehe ich dir alle Liebe, die Gott dir gegeben hat und das ist von mir nicht liebevoll. Und darum hasst du mich und ich mich selber auch. Denn wenn ich keine Liebe habe, sondern nur das Bedürfnis nach Liebe und das auch noch betone, dann muss ich ja wohl wirklich verrückt sein. Wenn ich dann noch glaube, auf diese Art und Weise könnten wir uns lieben, das ist die Art und Weise, wie wir es unmöglich machen, einander zu lieben, das ist die Blockade.

Und es ist schon erstaunlich, dass das so weltweit gelehrt wird. Und du kannst sehen, das hat mit dem akademischen Grad, mit dem Wissenstand deswegen absolut null zu tun. Das ist völlig wurscht, ob derjenige Maurer ist oder Fußballfan, ob der den ganzen Tag mit der Bierflasche irgendwo bloß rum hockt und lallt, oder ob der frisch gestylt in irgendeinem akademischen Vortrag sitzt, es ist alles leeres Geschwätz, alles. Was interessieren mich die Worte? Der Inhalt ist es. Was interessieren mich die geschliffenen Formulierungen, wenn der Inhalt einfach nur Krankheit, Leid und Tod sind, weil das der Inhalt ist, weil du das verursachst? Wenn du von der Bedürftigkeit sprichst, verursachst du Leid und Krankheit. Und die größte Bedürftigkeit ist der Tod, das Bedürfnis nach Leben. Es ist selbstverständlich, dass es in der Welt immer mehr Gewalt, immer mehr Hunger, immer mehr Hass geben wird, wenn du das nicht in deinem Geist änderst. Und es ist für mich absurd, so etwas als gut zu bewerten, oder als liebevolle Gedanken. Wir sollten wirklich nicht die Bedeutung von Liebe lehren, denn das kann ja wohl nicht Liebe bedeuten. Gott sei es gedankt, ist das nicht die Bedeutung von Liebe. Sonst würden wir ganz schön alt aussehen, wenn das die Bedeutung von Liebe wäre. Und mit diesen Erklärungen wirst du wohl irgendwann begreifen, es ist deine Verpflichtung, das zu berichtigen. Das ist die einzige Verpflichtung, die es überhaupt gibt. Während du ansonsten, wenn du bedürftig bist, dann bist du deinem Hunger verpflichtet. Dann bist du deiner Krankheit verpflichtet und dann willst du jeden anderen entsprechend deiner Verpflichtung verpflichten.

In dieser Verpflichtung ist die Schuld aber unausweichlich. Du musst dich schuldig fühlen, wenn du allen, anstatt allen, alles zu geben, systematisch von Anfang an allen alles entziehst. Eine Bedürftigkeit ist sicher keine Gabe für eine Schöpfung. Angenommen, du wärst am Anfang und würdest ein Wesen erschaffen, nehmen wir ruhig einen Menschen. Womit würdest du ihn ausstatten? Du hast zwei Möglichkeiten: Mit Vollkommenheit oder mit Bedürftigkeit? Was wäre eine Gabe? „Dich liebe ich so, dich erschaffe ich bedürftig“… Nein Bruder, da liebst du ihn von Anfang an nicht. Und das auch noch zu betonen, ist an sich nur Grausamkeit. Es geht um Gedanken. Und erst einem Wesen alles zu entziehen und dann sagen „dich will ich haben, damit ich dich lieben kann, damit ich mit dir reden, damit ich mit dir spielen kann“, das ist wirklich kindisch. Da ist keine geistige Reife da, da ist keine Vollkommenheit da, da ist keine Liebe da. Das machst du ohne die Quelle, ohne den Vater, ohne den Schöpfer.

Ich habe überhaupt keinen Grund, mich über den Hunger der Welt aufzuregen. Ich sehe doch, dass immer mehr Hunger verursacht wird. Und die Analyse des Hungers, „ja da sind die Reichen dran schuld“, nein Bruder, das geht nicht tief genug. Da schaust du nicht in deinen Geist. Weil die Reichen immer noch genauso bedürftig sind. Sie sind das Symbol oder sie sind die Kehrseite der ein- und derselben Medaille. An sich werden die nur dafür benützt, um sie beschuldigen zu können, als ob sie dran schuld wären, dass es Hunger in der Welt gibt. Ausgerechnet diejenigen, also sozusagen diejenigen, die alles haben, die sollen dran schuld sein, dass jemand nicht alles hat. Letztlich beschuldigst du dadurch unbewusst Gott. Denn Gott hat alles. Und der Christus hat alles. Und der soll dran schuld sein, wenn jemand nicht alles hat. Das sind ganz subtile, unterschwellige Beschuldigungen, um deinen Hass in deinem Herzen zu hegen. Sicher ist Gott in seiner Vollkommenheit nicht daran schuld, wenn es Wesen gibt, die nichts haben. Das ist der urteilende Geist, der ein eigenes Gerechtigkeitsverständnis aufbaut, auf dem die Unschuldigen schuldig sein sollen. Und dafür benützt er ein ganz ausgefeiltes, in sich korruptes Denksystem, so dass deine Vorstellung von Reichtum hasserfüllt wird. Und deine Vorstellung von Schönheit neidisch wird und du dich mit den Hungrigen verbündest und wirklich nicht mehr weißt, was du damit tust. Und darum muss ich immer mehr sagen, die einzige Gabe, die ich der Welt geben kann, ist die Gabe der Vergebung, wo alles berichtigt wird, was so vehement  für gut und richtig gehalten wird, wo du glaubst, das wäre die Lösung des Problems. Nein, das ist das Problem in seiner Unlösbarkeit. Das ist es. Auf diese Weise garantierst du 1. dass du das Problem nie erkennst und 2. dass es nie gelöst wird, entsprechend dem Diktat des Ego: Suche, aber finde nicht. Und du brauchst nur hilfreiche Erklärungen und schon durchschaust du dieses Denksystem. Und dann kannst du es nicht mehr für gut heißen, dann kannst du es mit deinem Geist nicht mehr unterstützen. Und dann kannst du, wenn du jemanden hörst, der von der Bedürftigkeit redet, kannst du in dem Moment schon seinen Fehler in deinem Geist berichtigen und schwächst dieses aggressive, zerstörerische Denksystem, aus dem hungrige Kreaturen hervorgehen, die einsam ihre Wege gehen. Das ist die Art und Weise, wie der Sohn Gottes sich selber versucht zu kreuzigen.

Und das, was ich jetzt gesagt habe, das kann jedes Kind verstehen. Das ist überhaupt nicht schwer zu verstehen. Und dann kannst du sehen, dass deine Augen täuschen, weil deine Gedanken dich täuschen. Und deine Gefühle täuschen dich auch. Und was deine Ohren dann hören täuscht dich. Es ist eine verlogene Theorie, die einfach nur bedeutungslos ist. Weil sie die Bedeutung gar nicht hat, die ihr gegeben wird. Das ist überhaupt nicht gut, so zu denken. Das ist überhaupt nicht hilfreich. Das ist überhaupt nicht gütig oder barmherzig. Das ist einfach nur, ja, eine alte Formulierung wäre: Das sind leere Worte. Ich gib damit der Welt nichts, wenn ich das lehre. Ich hab solange in der Welt überhaupt keine Funktion. Ich bin überhaupt nicht hilfreich, weil ich ja die Abwesenheit von Hilfe lehre, die Hilfsbedürftigkeit, die sich, wenn mein Lernen vollständig ist, manifestiert als hungrige Menschen. Als Menschen, die liebesbedürftig sind, friedensbedürftig, also hasserfüllt und aggressiv. Und darum gibt es ja immer mehr hasserfüllte und aggressive Kinder und Jugendliche und Tiere, ganz klar. Und das dadurch auch immer weniger Sauerstoff in der Luft ist. Wenn dein Bedürfnis nach Sauerstoff immer größer wird, ist in der Luft immer weniger Sauerstoff. Und wenn dein Bedürfnis nach sauberem Wasser, wenn du das völlig unnötig betonst, wird das Wasser immer verschmutzter. Und das ist die Erklärung für Umweltverschmutzung, die du dann irgendwo chemisch nachweist. Na tolle Sache, aber dazu brauche ich keine Chemie, da muss ich nur in meinen Geist schauen, da habe ich die Ursache. Und dann benütze ich die Mittel, da mache ich diese Mittel. Und darum ist diese Welt sehr, sehr müde.

 

Ich habe, ehe ich den Kurs gemacht habe, war mir ungefähr anderthalb Jahre vorher, war mir klar, ich will nichts mehr lesen. Ich will nicht mehr das hören, was mir irgendwelche schlafmützigen Indianer erzählen, ich will nicht mehr hören, was mir irgendein schlafmütziger Schamane erzählt, ich mag dieses Gesabbel nicht mehr, weil ich doch sehe, dass überall Leid ist. Was will ich in Indien? Hungrige Kinder sehe ich hier auch. In Indien sehe ich ausgemergelte Kühe, hier sehe ich satte Kühe, wie sie LKW weise in den Schlachthof gefahren werden. Da kann ich auch in Deutschland bleiben, da sehe ich dasselbe Leid wie in Indien. Ich brauche nicht nach Indien, ich sehe es hier. Und Hühner, die zu Millionen getötet werden. Ja, und in Indien sehe ich sie halt auf der Straße rumliegen. Es ist überall offensichtlich, das Leid, überall. Und ich war in Amerika, da ist es auch offensichtlich. Da ist jeder so dick und fett und ist überhaupt nicht glücklich. Ich wollte nur noch still sein, weil ich wissen wollte: Was ist überhaupt in meinem Geist los, mit diesen ganzen Theorien? Und als dann der Kurs kam, anderthalb Jahre später, war mir klar, „das brauche ich, damit kann ich mich berichtigen“. Es wird mir keine Predigt gehalten, ich finde alle Predigten in meinem Geist und muss still werden. Alles, was ich je gepredigt habe, als Indianer, als Schamane, als Naturwissenschaftler, als Heilpraktiker, als Psychologe, als Arzt, als Politiker, als Diktator, als König, als Demokrat, als Kommunist, als Christ, als Moslem, als Hindu, als Jude. Alle diese Predigten, die muss ich berichtigen, weil die der Welt überhaupt nichts helfen. Weil der Inhalt nicht ein gebender Inhalt ist, sondern ein entziehender, ein nehmender Inhalt. Und es wird lediglich immer mehr betont, immer mehr. Und darum gibt es immer mehr Hass und Gewalt und Hunger und Krieg. Und das muss so sein, solange ich den Gesetzen, die ich aufstelle, gehorchen muss, weil ich sie aufstelle. Und es ist ein jämmerliches Gesetz, das Gesetz der Bedürftigkeit. Das zwingt mich in die Knie. Und dann kann ich nicht mehr lieben. Und es nützt mir auch nichts, wenn ich mich dann dafür verurteile und mich dafür beschuldige. Und im nächsten Moment noch mehr Liebesunfähigkeit hervorrufe. Und ein wesentlicher Teil war die Betonung der Sexualität. Wofür steht Sexualität? Ja sie steht für Kreativität, für Liebe, für Zärtlichkeit und wenn ich die auch noch als Bedürfnis betone, dann macht mich das krank. Und dann packt mich das genau da, wo ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich tue. Und darum entsteht sexuelle Vergewaltigung. Die lehre ich systematisch. Und in dieser Welt habe ich das so arrangiert, dass Männer stärker sind als Frauen, ich lehre auch noch, dass Männer sexuell bedürftiger sind und erzeuge genau diese Gewalt. Und dann lehre ich auch noch, dass Frauen attraktiv sein sollen, ihr Bedürfnis nach Weiblichkeit nicht unterdrücken sondern ausleben sollen und jetzt treffen Männchen und Weibchen in ihrer Bedürftigkeit aufeinander und fallen übereinander her. Und was passiert? Gewalt. Absolut logisch, absolut logisch, völlig folgerichtig. Das Egodenksystem ist in sich völlig folgerichtig, völlig logisch. Du kannst es nur am Fundament aufgeben. Ich habe sehr viel damit zu tun, ständig Gedanken anderer, Fehler anderer in meinem Geist zu berichtigen. Ich muss sehr achtsam sein, dass ich keinen Fehler für gut halte, für schön, für hilfreich, für gut gemeint, sondern dass ich wirklich sehe, ich habe nur eine Funktion: Das zu berichtigen. Und darum ist für mich eine Tätigkeit, eine körperliche Tätigkeit niemals das Eigentliche, was ich mache, sondern die körperliche Tätigkeit oder die körperliche Situation – in ein Café gehen, in eine Sauna gehen, zum Arzt gehen, zum einkaufen gehen – sind Mittel, wo ich den Körper als Kommunikationshilfe nützen kann, um beim einkaufen die Ideen meiner Brüder zu hören, sie reden ja miteinander und ich sehe sie ja, und diese Fehler in meinem Geist zu berichtigen. Und darum unterhalte ich mich nicht gerne bei irgendwelchen Dingen, sondern ich brauche einfach nur meine Ohren und meine Augen, um meine Funktion in dieser Welt zu erfüllen. Und die Bedürftigkeit dieses Körpers, was braucht er denn schon? Er hat jeden Tag was zu futtern und irgendwas zum anziehen. Und je mehr ich so denke, umso perfekter funktioniert er. Ich will ja hier nicht mein Reich begründen. Und ich will mich von der Kreuzigung durch die Bedürftigkeit erlösen, indem ich sie immer weniger betone. Wie kann ich das am besten erreichen? Indem ich sage: „Jesus, kontrolliere du meinen Körper und kontrolliere du mein Ego“. Also mein Ego sind ja diese Gedanken. Und er tut es auf meine Einladung hin. Und weil ich gar nicht mehr das Bedürfnis nach Gesundheit habe, was ich natürlich als Kranker vehement hatte, konnte ich auf diese Art und Weise heilen. Aber du kannst sehen, auch die Medizin wird ja immer verrückter. Es kommen immer mehr Heilmittel auf den Markt. Und wenn dir in deiner Bedürftigkeit die Schulmedizin nicht genügt, dann machst du die Homöopathie. Und wenn die dir immer noch nicht genügt, dann erinnerst du dich „ach ja, es gibt ja Ayurvedamedizin. Und wenn die dir immer noch nicht genügt, dann rennst du zu einem Schamanen. Und wenn das auch nicht genügt, dann kauft du dir Heilsteine. Und wenn dir das nicht genügt, machst du das…. Und das macht dich immer kränker. Anstatt, dass du dich einfach mit einem Arzt mal begnügst, mit irgendetwas dich begnügst und in dieser Genügsamkeit beginnst, deinen Geist zu befreien. Oder du begnügst dich mal mit deinen Eltern, die du hattest und mit der Kindheit, die du hattest. Du begnügst dich damit und befreist dich von all dem, was dir damals schon nicht genügt hat. Du gehst den umgekehrten Weg. Und dadurch hörst du auf, dich zu opfern. Und das Ego dreht es um: „Wenn du deine Bedürfnisse nicht betont, wenn sie nicht betont werden, dann opferst du dich“. Und das ist der ganze Trick, den du durchschauen musst. Das Ego ist der Trickser, der große Trickser, der große Verführer, der große Täuscher, der dich in allem täuscht. Irgendwann konnte ich nicht mehr, diese Pädagogik vertreten, diese Psychologie, diese Lebensphilosophien, diese Lebensanschauungen und wollte lieber still werden, als dass ich so etwas lehre. Es tummelt sich nur in deinem Geist. Nur glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst vergeben hat.

Wie können Eltern ihre Kinder erziehen? Erstes Mal, indem sie selber nicht lehren, dass sie auch ihre Bedürfnisse haben. Sowas musst du gar nicht lehren, das ist überhaupt nicht nötig, die fühlst du sowieso. Du spürst, dass du hunger hast oder dass du frierst. Aber dann musst du nicht gleich groß lehren, wie sehr du frierst. Dann ziehst du halt einen Pulli an, fertig. Und berichtigst den Fehler in deinem Geist. Und ja, du brauchst eine Wohnung. Aber brauchst du gleich das und das und das und das? Musst du ständig lehren, wie schön deine Wohnung sein soll? Dann betonst du nur dein Bedürfnis. Und auch in Bezug auf die Tiere. Musst du wirklich lehren, was ein Tier alles braucht? Oder musst du lehren, was der Körper braucht? Von sich aus braucht er gar nichts. Aber das ist eine Lektion, es geht nicht darum, Herausforderungen zu suchen, aber es geht darum, die Führung dem Heiligen Geist zu überlassen. Und ganz ernsthaft durch diese Welt zu gehen, in der du immer mehr siehst, wenn das weiterhin so gelehrt wird, wird es mehr Gewalt, mehr Hunger, mehr Krieg geben müssen. Und jetzt kannst du in deinem Bruder, der nicht weiß was er tut, die Bitte um Vergebung hören und berichtigst seinen Fehler still in deinem Geist. Denn vielleicht kannst du es ihm nicht sagen, weil er noch viel zu ängstlich ist. Einem Kind kannst du nicht alles sagen, musst es nicht, sollst es auch gar nicht. Aber du kannst es in deinem Geist berichtigen.

 

Ich habe nicht das Bedürfnis nach Frieden, ich bekomme von Gott die Gabe des Friedens, um sie zu geben. Denn solange ich das Bedürfnis habe, werde ich aggressiv sein. Wenn ich mich aber gegen die Idee des Bedürfnisses entscheide, dann entscheide ich mich auch gegen die Idee des Habenwollens. Und dann verpflichte ich mich, „meine Funktion ist Frieden zu geben, den ich bereits empfangen habe“. Und weil ich ihn empfangen habe, ist in mir ein ganz anderes Bedürfnis, ihn zu geben. Das ist ein erfülltes Bedürfnis, nicht ein leidendes. Das ist die Umkehrung meines Geistes. Nicht, „ich will haben“, sondern „ich will geben“, „ich will teilen“. So kann ich einer bedeutungslosen Idee „Bedürfnis“ eine wahre Bedeutung geben, die mir hilft. Solange, bis ich diese Idee überhaupt nicht mehr brauche. Oder die Idee der Heilung. Nicht „ich brauche Heilung, weil ich so krank bin“, sondern „ich will Heilung geben, weil ich heilig bin“. Das ist nicht ein Spiel mit Worten, das ist rechtgesinnt werden, das ist erleuchtet werden, wo die Wahrheit beginnt, in dir zu leuchten. Das ist die Gegenwart zu spüren und nicht die Sehnsucht, nicht die Abwesenheit. In der Gegenwart des Friedens zu ruhen, um sie auszudehnen. Das kannst du genauso lehren, wie das andere auch. Aber vom Ergebnis her ist beides grundverschieden voneinander. Heutzutage lehrt jedes Kind schon seine eigene Bedürftigkeit. Und nun schau dir dieses jämmerlichen Kinder und Jugendlichen an, die müssen spielen, die müssen sich befriedigen, die müssen sich gesund ernähren, die brauchen Sexualität, die brauchen was weiß ich was und sind überhaupt nicht mehr in der Lage, glücklich zu sein. Und sie können nicht lieben, weil es ihnen abtrainiert wurde. Und in dieser ausweglosen Situation hast du eine Funktion, die von der Welt nicht verstanden wird, aber du kannst sie lehren. Und dann wird sie sich manifestieren. Und das ist das, was dich abseits der Welt stellt. Wo du zwar noch in der Welt bist und eine Funktion hast, aber deine Dankbarkeit, die wirst du dir sicher selber verdienen müssen. Du kannst nicht erwarten, dass dir dafür jemand jetzt schon dankbar ist. Aber umso mehr wirst du von Dankbarkeit erfüllt sein und manchmal vielleicht seufzen, über das Unverständnis deiner Freunde oder Kinder oder sogar derer, die sich anmaßen, sie wüssten was gut und barmherzig und hilfreich ist. An ihrem Groll kannst du sehen, dass sie es nicht wissen. An ihrem Leid kannst du sehen, dass sie es nicht wissen. An dem Konflikt, in dem sie leben. Und deshalb wirst auch du die Fehler dieser Brüder in deinem Geist berichtigen. Weder ihnen widersprechen, noch ihnen zustimmen, sondern sie berichtigen. Manchmal mit Gedanken, manchmal mit Worten. Aber die meiste Zeit wahrscheinlich ganz still. Und darum muss ich immer sehr achtsam durch die Straßen gehen oder irgendwo sein, weil ich diese Funktion sehr ernst nehme. Ich muss hören, was meine Brüder sagen, ich muss sehen, wie sie aussehen, ich schaue in Kinderwägen, ich sehe kleine, ich sehe alte und ich bin sehr froh um diese Funktion. Und selbst die angesehensten Menschen, die sich drüber aufregen, ja wie schlimm es ist, dass es den Hunger in der Welt gibt und wie schlimm es ist, wenn die Bedürfnisse…. Und ich sage „Bruder, nicht schon wieder“. Ein kleiner Seufzer, und dann berichtige ich den Fehler. Und ob das der neue Papst ist, der so redet oder irgendjemand, auch die guten Menschen wissen nicht, was sie tun. Und ich muss darauf achten, wenn ich einem Tier, einem Hund begegne, wenn ich ihm was zu essen gebe, betone ich sein Bedürfnis, dann verurteile ich es, ohne es zu bemerken. Denn die Idee ist in meinem Geist. Und hier hat sie sich bereits manifestiert. Will ich das berichtigen? Oder will ich es in seiner Bedürftigkeit lieben und seine Bedürftigkeit dadurch auch noch betonen und verstärken? Oder lerne ich, mit ganz ganz viel Geduld, was es tatsächlich zu lernen gibt. Und das sieht vielleicht nicht wie Liebe aus, nicht wie diese zur Schau gestellte Liebe oder diese zur Schau gestellte Barmherzigkeit und diese demonstrierte Hilfsbereitschaft, aber in der Stille, auf der Ebene der Ursache, für die Augen des Körpers unsichtbar, da passiert die Korrektur, die Berichtigung. Wo ich vernünftig werde, wo die reine Vernunft beginnt zu wirken. Wo der Heilige Geist mir dankt, dass ich meinen Geist ihm zur Verfügung stelle, damit in meinem Geist, stellvertretend für alle Geister, diese Berichtigung vollbracht wird. Denn das, was in meinem Geist vollbracht wird, ist in der ganzen Sohnschaft vollbracht, denn Geister sind verbunden. Und da spielt es wirklich keine Rolle, ob ich gehen kann oder ob ich in einer kleinen Wohnung bin oder was ich tue, Hauptsache ich lehre da nicht irgendeine aufgeblasene Bedürftigkeit. Denn dann bin ich viel zu sehr damit beschäftigt, Leid zu verursachen und kriege es überhaupt nicht mit. Und jetzt möchte ich an dieser Stelle einfach mal jedem danken, dass er mir so aufmerksam zugehört hat und: Gut für dich. Von hier aus gibst du der Welt Erlösung.

 Die wirkliche Welt ist das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass GOTTES SOHN nicht länger schläft. Seine erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines VATERS LIEBE wahr, das sichere Versprechen, dass er erlöst ist. Die wirkliche Welt bedeutet das Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos. Der HEILIGE GEIST braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie SEINEM Zweck gedient hat. Jetzt wartet ER nur noch jenen einen Augenblick, da GOTT SEINEN letzten Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst sei.

Und wenn ich irgendwo hier noch eine Idee habe, eine Funktion habe, für all diejenigen, die bereit sind, diese Worte zu hören, stell ich gerne meine Zeit, mein Leben, alles hier zur Verfügung. Und klar, freue ich mich dann, wenn möglichst viele eine Session wie diese hören können oder dass sie von irgendjemandem getippt wird und wir sie verteilen können. Weil ich weiß, jeder Geist, der bereit ist, der versteht die Aussage dieser Session Und darum ist es auch nötig, sie zur Verfügung zu stellen.

Es ist keine Verurteilung da, es ist einfach nur eine stille Einsicht, wo du wirklich begreifen kannst, „ach daher kommt der Hunger der Welt, daher“. Nicht in der Analyse außen, weil so viele Wälder abgeholzt werden, weil wenige Leute so viel zu Essen haben, viel zu viel… Nein. Warum haben wenige Leute zu viel zu Essen und woher kommen die vielen vielen Millionen hungrigen Menschen? Woher kommen sie? Direkt aus meinem Geist, solange mein Geist so denkt, das ist die Ursache. Im Geist auf schieren Schrecken schauen, nicht außen. Und dann werden mir die Ideen gezeigt und ich kann endlich sagen „diesen Gedanken will ich nicht und diesen auch nicht und diesen auch nicht.“ Und nicht einen Gedanken davon will ich, gar keinen will ich. Es gibt keine Rangunterschiede bei Wundern. Jeder Gedanke muss berichtigt werden. Ich will nicht bedürftig sein, überhaupt nicht. Weil ich in meiner Bedürftigkeit keinen Frieden finde. Also ist die Idee der Bedürfnisbefriedigung eine korrupte, eine wahnsinnige Idee, ein Doppelkonzept. Wo finde ich Frieden? In meiner Bedürfnislosigkeit, da finde ich Frieden, in meiner Vollkommenheit, wenn ich die gebe als eine wahre Idee, die meine falsche Idee berichtigen kann. Und dann kann ich sagen „Wie? Bedürfnisbefriedigung? Diesen Gedanken will ich nicht“. Das Ego lehrt das viel zu laut, als das es glaubhaft wäre. Es versucht immer diese stille Stimme des Heiligen Geistes zu übertönen und es packt mich bei meiner Liebe, denn ich liebe. Und das kann ich nicht ganz verleugnen. Und dann redet jemand von seiner Bedürftigkeit und ich sage „ja, die will ich stillen, ja das will ich“. Und dann lehre ich auch die Wichtigkeit von Bedürfnisbefriedigung. Wie ein Kind, sehe in meinem Geist hungernde Menschen und sage „und ich will die lieben und ich will sie füttern“…zu spät. Gott hat so eine Welt nicht erschaffen. Ich muss die Idee aufgeben, anstatt mich voller Liebe auf die Bedürftigen stürzen zu wollen in einer guten Absicht, die ich dann sowie nicht, ich kann dieses Bedürfnis sowieso nicht befriedigen. Es bleibt die Welt der Toten und der Kranken und der Leidenden und es werden immer mehr, klar.

L 297 Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe. Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe, weil sie die einzige Gabe ist, die ich will. Und alles, was ich gebe, gebe ich mir selbst. Das ist die simple Formel der Erlösung. Und ich, der ich erlöst sein möchte, möchte sie zu der meinen machen, auf das sie die Weise sei, in einer Welt zu legen, die die Erlösung braucht.

Und das Ego sagt mir, „wenn mein Bedürfnis befriedigt ist, dann bin ich erlöst“. Und genau das stimmt nicht. Wenn mein Bedürfnis befriedigt ist, bleibt mein Bedürfnis und ich bin im Konflikt mit Frieden und Bedürfnis. Und dieser Konflikt der heilt nicht durch die Befriedigung des Bedürfnisses, sondern der wird geschürt, der wird in Gang gehalten, wie der Konflikt zwischen Gut und Böse. Und ich, der ich erlöst sein möchte, möchte sie zu der meinen machen, auf dass sie die Weise sei, in einer Welt zu leben, die die Erlösung braucht und die erlöst sein wird, wenn ich die SÜHNE für mich akzeptiere.

Und klar, solange ich hier in dieser Welt eine Funktion habe, werde ich Bedürfnisse haben, ja. Sonst kann ich gar nicht hier in der Welt sein. Ein Erlöser muss wissen, wovon er sich erlöst. Mir war das bei meiner Entscheidung hier zu sein völlig klar, dass ich hier bedürftig sein werde, um denen zu begegnen, die bedürftig sind. Aber was ist die Funktion? Es auf der Ebene der Ursache zu berichtigen. Denn ich kann nicht zwei Welten sehen. Wenn ich in der Welt bin, bin ich auch bedürftig. Aber es gibt einen Unterschied. Wofür nütze ich diese Bedürftigkeit? Um sie immer weniger zu betonen, solange bis der Körper nicht mehr gebraucht wird und hier seine Funktion erfüllt hat.

VATER, wie sicher sind doch DEINE Wege, wie gewiss ihr Endergebnis, und wie getreulich ist jeder Schritt in meiner Erlösung bereits festgelegt und durch DEINE Gnade schon vollbracht. Dank sei DIR für DEINE ewigen Gaben, und Dank sei DIR für meine IDENTITÄT.

In so einem Gebet soll mir immer wieder einen Augenblick dämmern, dass meine wahre Identität die der Vollkommenheit ist, die ich mit meinen Brüdern teile.

Wie weit du in diesem Lernen kommst, wie sehr du eine Situation, in der du dich als bedürftig erlebst nützt, um sie dem Heiligen Geist zu geben, du wirst sicher die Angst kontrollieren müssen, die alle Bedürftigen haben. Und das, was du dir von der Bedürftigkeit, also vom Leid an Lustgewinn versprichst, das musst du sicher auch kontrollieren lassen, damit du nicht wieder ins Leid gehst.

Es ist an sich gar nicht so schwer, diesen Weg zu gehen, wenn du die Lektionen benützt. Ich glaube, dass die Welt die Erlösung braucht. Ich muss nur begreifen, wo beginnt die Erlösung? Nach der Bedürftigkeit oder vorher muss ich mich von der Bedürftigkeit erlösen? Das Ego sagt, die Befriedigung der Bedürftigkeit ist die Erlösung. Die Erfahrung zeigt mir, dass das falsch ist, dass das nicht stimmt. Ich muss auch eins berücksichtigen: Ich kann keine Idee begrenzen, weil mein Geist ein grenzenloser, allmächtiger Geist ist. Wenn die Idee der Bedürftigkeit das ist, werde ich diese Idee ausdehnen. Das heißt, ich werde immer mehr Bedürftigkeit machen. Das ist die Ursache für die Bedürftigkeit dieser Welt und für die Zunahme der Bedürfnistheorien. Und dann hilft nur noch Magie, um dieser Bedürftigkeit abzuhelfen. Magie hilft aber nichts. In der Idee der Vergebung, –  sie nützt auch die Macht meines Geistes, – wenn Vergebung meine einzige Idee bleibt, wird sich die Vergebung immer mehr ausdehnen und immer mehr und immer mehr, bis sie schließlich alles bedeckt, weil ich die Vergebung auch nicht begrenzen kann. Es sei denn, ich begrenze sie durch den urteilenden Geist, indem ich urteile und vergebe. Das wird den Konflikt verschärfen, solange, bis ich mich für eins von beiden entschieden habe. Und dann ist meine einzige Verpflichtung die, zu vergeben. Ich erlöse dann die Welt von allem, was sie braucht. Ich erlöse sie von der Idee des Brauchens, und dann ist Frieden, dann ist alles da.

Als Mensch glaube ich, durch Brauchen empfange ich, durch Hunger werde ich satt. Ich muss logischerweise glauben, wenn ich keinen Hunger spüre, muss ich verhungern, dann kann ich gar nicht satt werden. Also betone ich die Idee des Hungers, der Bedürftigkeit. Das mache ich als Wissenschaftler, das mache ich als Psychologe und da habe ich eine in sich geschlossene Beweisführung. Dafür benütze ich meine Gefühle. Ja ohne Hungergefühl,“ wenn ein Mensch kein Hungergefühl hat, dann….“ fange ich an logisch zu denken. „Ja wenn er seine Sexualität gar nicht spürt, ja dann fehlt ihm was“, wenn er seine Bedürftigkeit nicht spürt. Also lehre ich: Er muss sie äußern dürfen. Alles in sich völlig logisch. Ich weiß nur nicht, was ich dadurch tatsächlich verursache. Nur an den Wirkungen könnte ich längst erkennen, was ich verursache, wenn ich ehrlich bin.

Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe. Das ist ein Vorsatz, da gehe ich eine innere Verpflichtung ein, die mir helfen wird, mein Ziel zu erreichen. Und dann kann ich auch die Mittel nützen, die mir der Heilige Geist in den Situationen zur Verfügung stellt. Dann können alle Dinge, die ich hier so erlebe, zu Lektionen werden, in denen ich mein vergangenes Lernen nicht mehr beurteile ob es richtig ist oder falsch, sondern ich will es nicht benützen. Und weil ich es nicht benütze, wirkt es nicht mehr bei mir. Das ist Erlösung. Und ganz allmählich kannst du aus dem Funken Leben, den du hier in allem wahrnimmst, hören, wie dir gedankt wird. Es gibt kein Wesen, das bedürftig sein will. Und um das, was es bekommt, dazu braucht es keine Bedürftigkeit. Was ist die Idee der Bedürftigkeit? Zu bitten und zu betteln. Seit wann müssen Kreaturen beten und bitten und betteln? Nicht nur mit Worten, sondern mit Gefühlen betteln. Was ist Hunger? Betteln ist es, betteln um Nahrung. Seit wann hast du einen Gott, den du anbetteln musst mit einem Hungergefühl? Das ist nicht Kommunikation, das unterbricht die Kommunikation. Hunger ist sozusagen wortloses betteln, hier knurrt dein Magen. Schmerz ist sozusagen betteln. Und das Ego will H-genau diese Gefühle wertschätzen und veredeln und betonen und lieben und achten, anstatt dass es einfach mal still ist.

3 Gedanken zu „So verursachst du Leid – so erlöst du dich vom Leid!“

  1. Danke für die Lektion! Ich verstehe so Vieles, gefühlsmäßig, sogar die Wahrheit, dass der Gedanke der Bedürftigkeit Bedürftigkeit verursacht (morphogenetisches Feld, die Schöpferkraft der Gedanken etc.). Was ich nicht verstehe, ist der Mensch, der KEINE NAHRUNG zur Verfügung hat und verhungert. Daran verstehe ich allenfalls, dass er offensichtlich bereit sei, daran zu sterben. Ist das so? Wo ein Körper ist, benötigt er ganz real Nahrung, um zu leben. Hat der Geist, der keine Nahrung findet, beschlossen, seinen Körper sterben zu lassen? Der Mensch ist vollkommen und unsterblich wie seine Seele. Viele Fragen. Danke für eine Erwiderung!

    1. „Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt“ sagt der Kurs. Das heißt, meine Wahrnehmung entsteht in meinem Geist, und dann projiziere ich sie nach außen. Und erst dann nehme ich es wahr, außen, als dich oder mich oder irgendwas oder irgendwen, als die ganze Welt wo wir leben, usw…

      Was heißt das?

      Wenn ich nicht glücklich mit meiner Wahrnehmung bin, weil sie mir z.B. verhungernde Menschen zeigt, dann sind in meinem Geist Fehler, die ich berichtigen muss.

      Alle Fragen nach dem Warum und Wieso und Was und Wie erübrigen sich in dieser einfachen Einsicht und stattdessen wird mir klar: „Oha, da muss ich noch was lernen — weil mich meine Wahrnehmung nicht erfreut.“

      Das ist kein AdHoc-Hoppla-Hopp-Hokus-Pokus, sondern ein Weg, den ich in Demut, Hingabe und viel Geduld tagtäglich gehe, bis zutrifft, was in der Einleitung zum Übungsbuch steht:

      „Das Übungsbuch zielt darauf ab, deinen Geist systematisch in einer anderen Wahrnehmung von allen und allem in der Welt zu schulen.“

      Los geht’s 🙂

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