Der Specht bringt mir den Schlüssel

Danke, lieber Bruder Rainer,  dass du diese Erfahrung hier mit uns teilst!

Der Specht bringt mir den Schlüssel

Wir, Beate und ich, haben seit einiger Zeit ein Futterhäuschen im Garten unserer Datsche in unmittelbarer Nähe vom Mölmeshof. Wir füllen es täglich mit großer Freude. Viele Vögel dürfen wir dabei beobachten, wie sie sich über das Futter hermachen. Eine wirklich neue Erfahrung für mich. Früher oder richtiger fast mein ganzes Leben habe ich so etwas nicht im Ansatz wahrgenommen. Was interessieren mich Vögel? Ich habe wichtigere Aufgaben. Der Kurs hat meine Wahrnehmung in kleinen Schritten geändert…..

Bei den regelmäßigen Besuchern des Futterhäuschens ist auch ein Spechtpärchen. Eine gefühlte Analogie zu Beate und mir.

Heute Morgen beobachten wir wieder mit Freude das Treiben am Futterhäuschen. Ein Specht ist auch dabei. Dann kommt ein Eichelhär zum Häuschen geflogen und der Specht fliegt panisch weg, knallt mit voller Wucht gegen unser Fenster und fällt zu Boden. Wir erschrecken uns sehr und laufen auf die Terrasse, um nach dem Specht zu schauen. In der ganzen Aufregung achten wir nicht auf unsere Tür und wir haben uns ausgesperrt. Der Schlüssel steckt von innen und wir können die Tür mit einem draußen deponierten Schlüssel nicht öffnen.

Beate geht runter zum Mölmeshof, um einen Schlüsseldienst zu organisieren. Ich bleibe oben und frage mich, was soll mir diese Lektion nun sagen …..? Unsere heutige Lektion: „Ich bin, wie GOTT mich schuf.“ Ich sitze oben, frierend, auf den Schlüsseldienst wartend und frage mich immer wieder: Was sagt mir der Specht? Meine Hauptgedanken: Er bringt mir eine Nachricht. Die Nachricht, dass ich auch bald wegen meiner Krebserkrankung gehen werde. Dann ist nicht nur das Spechtpärchen getrennt sondern auch Beate und ich. Ich bin aber auch hin- und hergerissen. Zwischen diesem Gedanken und der Tageslektion.

Dann kommt Michael vorbei, sieht mich eingehüllt in eine Decke, die wir draußen deponiert hatten. Es war kalt. Ich erzählte ihm, was passiert war. Er schaute sich den Specht an, streichelte ihn, untersuchte ihn und stellte fest, dass die Flügel nicht verletzt waren. Er sagte zu mir: Das, der Specht, ist auch Leben. Kümmere Dich um ihn, kommuniziere mit ihm, streichele ihn. Der Specht zeigte noch Lebenszeichen. Ich nahm mir den Specht und legte ihn auf ein Tuch neben mir auf unseren Terrassentisch, streichelte ihn und sprach mit ihm. Ich fühlte mich ihm sehr verbunden. Gedanken der Verbundenheit im Tod wechselten sich ab mit der Tageslektion und dem Wunsch, dass wir beide auferstehen werden.

Dann kam ein Bruder zu mir in mein Häuschen, der einem inneren Impuls folgend direkt zu mir wollte, als Beate ihm die Geschichte erzählt hatte. Er setzt sich neben mich, wir unterhielten uns und sprachen auch immer wieder mit dem Specht, streichelten ihn.

Er sagte mir – ohne dass wir je ein Wort darüber gesprochen hatten und ich auch nicht wusste, woher er das überhaupt weiß, dass ich meine Erkrankung als Geschenk ansehen sollte. Ein Geschenk, das mich hierher gebracht hat und mich auf den Weg der Erlösung geführt hat. Und: Du brauchst das jetzt nicht mehr. Die Krankheit kann jetzt gehen. Dann kannst Du deine, eine neue Funktion, übernehmen, wenn Du willst. Ich sagte: Ja, ich will. Er: Dann gib deine Entscheidung nun dem heiligen Geist. Ich war sehr ergriffen und wir unterhielten uns noch eine Weile über das Geschenk, die Entscheidung und meine neue Funktion.

Parallel schauten wir immer wieder nach „unserem“ Specht. Der Bruder legte auch seine Hände um ihn, schloss die Augen und sein Antlitz war dabei voller Liebe.

Wir bemerkten, wie der Specht wieder zunehmend aufmerksamer, wacher wurde. Dann kam der Zeitpunkt, wo unser Gespräch über „mein Geschenk“ endete. Es war irgendwie alles gesagt, was es zu sagen gab.

Der Specht erhob sich und flog davon. Wir schauten uns an, nahmen unsere Hände und weinten beide. Wir waren unglaublich berührt und dankbar. Für mich war es eine erlebte „Auferstehung“ und meine erste Deutung, der Tod des Spechtes und mein eigener Tod, wandelte sich in ein Gefühl der freudigen „Auferstehung“.

Einige Zeit später kam der Schlüsseldienst und tauschte das Türschloss aus. Jetzt haben wir ein Schloss, das sich von beiden Seiten öffnen lässt. Der Specht hat also ein neues Schloss gebracht, das eine beidseitige Öffnung oder auch „Kommunikation“ ermöglicht. Für mich eine wahrlich heilige Erfahrung mit einem Schlüssel für eine gesegnete Kommunikation.

Das Spechtpärchen war zwischenzeitlich schon wieder gemeinsam am Futterhäuschen. Mein Herz ist voller Freude und Dankbarkeit für diese Erfahrung.

Rainer

17 Gedanken zu „Der Specht bringt mir den Schlüssel“

  1. Lieber Rainer,
    liebe Brüder, DANKE für diese wunderbare Erfahrung. Wir heilen gemeinsam. Seid gesegnet und ein glückliches Sein. Freudige Tränen aus Hessen…Sabine

  2. Lieber Rainer,
    deine Heilungsgeschichte hat mich gerührt und ich danke dir, dass du sie mit uns geteilt hast. Mir ist auch ein Vogel vor ein paar Tagen während der Session gegen die Scheibe geflogen. Es würde mich nicht wundern wenn das zeitgleich geschah. Wunder über Wunder und wir sind sooo gesegnet.
    Herzliche Grüße
    Anne

  3. Danke auch von mir, für diese schöne Heilsgeschichte . Mir laufen auch die Tränen , ich bin froh davon zu erfahren. Wünsche allen eine gute Zeit ,Claudia!

  4. Lieber Bruder, Danke, daß du die Berührung der Liebe mit uns teilst.Du hast so wunderbar deine Lektion darin erkannt und mit Freude deinen Weg weitergehen. Liebe Grüße Karin

  5. Lieber Rainer!
    „Der Schlüssel zum Glück “ Du hast IHN gefunden!!!
    Grandios, genial einfach „Wunder-voll“
    Ich freue mich so sehr für Dich!
    Mein Mann und ich beobachten auch jeden Tag die Vögel im Garten am Futterhäuschen….am Mittwoch hat uns das „allererste “ mal auch ein Specht besucht-es war nur einer….
    Ich bin tief berührt!
    Alles LIEBE Dir und Beate mit fröhlichen Grüßen aus Franken

    von Sabine

  6. Habe mich bisher aus unerfindlichen Gründen davor gedrückt, Deinen Erfahrungsbericht zu lesen. Aber er macht mir Hoffnung, dass auch ich aus meinem derzeitig, wieder einmal akuten Zustand der Angst auferstehe. Ich danke Dir, Bruder Rainer.

    Romu

    1. lieber Romu
      Wann kommst du/ihr mal wieder zum Mölmeshof?
      Inzwischen wohne ich hier – Hallelujah
      alles Liebe Uli (der Neue 😉

      1. Cool Uli, dass Du jetzt da wohnst. Irgendwie war das absehbar 🙂 !
        Wir werden bald mal wieder reinschneien.
        Alle Kraft unserer Vergebung, Bruder!
        Romu

  7. Liebe Brüder!
    Wie schön….
    Erinnerte mich gerade an eine ähnliche Situation die ich vor 2 Jahren auf dem Jakobsweg mit einer Kollegin machte.
    Als wir gerade an einer Straße vorbei wanderten entdeckten Wir auf einer Straße einen Vogel der dort lag und nicht mehr weglfliegen konnte.Meine Kollegin hob den Vogel von der Straße und legte ihn in ihren Wanderhut.
    Als eine andere Gruppe von Pilgern an uns vorbei lief sagten Sie Ihr wollt doch den Vogel nicht etwa mit bis ins nächste Dorf tragen und zu einem Tierarzt nehmen,der dann noch Geld für die Behandlung nimmt…..
    Meine Kollegin ließ sich nicht davon abbringen,streichelte ihn,gab ihm Wasser,und trug ihn ins nächste Dorf.
    Als wir schließlich 3km entfernt ankamen fragten wir vor einem Obstladen nach dem Veterinario und genau in diesem Moment flog der Vogel aus dem Strohhut davon.
    Uns Allen die Wir vor diesem Obstladen standen kamen die Tränen.Ein total schönes Erlebniss das Wir miteinander teilen durften.

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