Diene freiwillig, Bruder

Hier ist die Session vom Sonntag, 26. Januar 2014, morgens, in mitgeschriebener Form. Es ist die Lektion 26  Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an. Für das Ego wird sich das ein oder andere nicht ganz so prickelnd anhören, aber zum erlösen ist sie super geeignet. Also hier nun für alle fleißigen Erlöser, Aushilfskräfte des Heiligen Geistes und Handlanger von Jesus, bitteschön: 

Das, was wir hier machen, ist, nehmen wir mal den Begriff „Tradition“. In der Tradition der konzeptionellen Lehrer, so wie zum Beispiel Ken Wapnick einer war, er war ganz eindeutig ein konzeptioneller Lehrer, der dich nicht in irgendeine Erfahrung geführt hat. Es gibt die Lehrer, die führen dich in eine Erfahrung: „Setz dich hin, nimm einen tiefen Atemzug, fühle das Licht um dich herum…“. Das kannst du machen, ich nenne es einfach mal „spirituellen Saunagang“, das kannst du tun, aber was machst du nach der Sauna? Nach der Sauna auch noch relaxen oder fängst du dann endlich an zu arbeiten? Wozu ist eine Pause da? Wozu ist Entspannung in dieser Welt da? Ist es ein Selbstzweck oder ist es ein Mittel, dass du dann umso besser wieder arbeiten kannst?

Wenn du ein Arbeiter bist, wozu machst du dann eine Pause? Damit du nachher wieder weiterarbeiten kannst und zwar besser. Weil deine Arbeit dich ermüdet, aber du hast ja noch viel zu tun und damit du das Viele gut tun kannst, nur deshalb machst du eine Pause. Warum isst du? Weil es ums Essen geht, damit das Essen dir schmeckt oder isst du, damit du nachher wieder besser arbeiten kannst, damit du dein Essen verbrauchen kannst? Damit du dein Essen in Arbeit umsetzen kannst? Damit du dein Essen, während du arbeitest, verbrennen kannst? Denn du brauchst diesen Brennstoff, damit du arbeiten kannst. Also soll das Essen einfach nur nahrhaft sein, damit du möglichst viel Kraft hast, um arbeiten zu können. Also ist die Pause kurz, damit du lang arbeiten kannst, nicht umgekehrt. Nicht die Pause lang, damit du wenig arbeiten musst. Das ist in dieser Welt kein realistisches Ziel. Das machst du, wenn du mal Urlaub hast. Aber im Verhältnis zur Arbeit ist der Urlaub natürlich viel kürzer. Denn es geht ja nicht um den Urlaub. Du arbeitest nicht für den Urlaub, sondern du machst Urlaub für die Arbeit. Und das musst du irgendwann begreifen. Also sind die Urlaubsziele überhaupt nicht so wichtig, sondern der Urlaub ist nur dazu da, damit du wieder ausgeruht in die Arbeit kommen kannst, denn du bist hier um zu arbeiten und nicht, um hier Urlaub zu machen. Du bist hier um zu dienen.

Und es gibt natürlich die Menschen, das scheinen die Vorbilder zu sein, die arbeiten wenig und haben viel Urlaub. Für ein Kind, ja. Warum für ein Kind ja? Ja das Kind hat ja jemanden, der wenig Urlaub macht und viel arbeitet, nämlich sein Vater und seine Mutter. Aber was ist, wenn das Kind keinen mehr hat? Dann soll das Kind jemand sein, das froh ist, dass es jemanden hat, für den es arbeiten kann, weil es endlich sein Erwachsensein erreicht hat. Denn, wer die Hölle gemacht hat, der ist nicht dazu da, um in der Hölle möglichst viel Urlaub zu machen, sondern in der Hölle zu arbeiten ist anstrengend. Also brauchst du mal eine kurze Pause, damit du dich von der Hölle wieder erlöst hast. Und so sehen wir die Welt hier. Also mach kurze Pausen und dann arbeite wieder viel. Solange, bis es nichts mehr zu tun gibt. Und das ist eine vernünftige Einstellung, die du in dieser Welt brauchst. Und dann kannst du sehen, die Nichtsnutze, die arbeiten möglichst wenig, und wollen in der wenigen Zeit viel Geld verdienen, damit sie möglichst viel Urlaub machen können. Und das sind Nichtsnutze, das sind Taugenichtse, von denen kannst du nichts lernen, weil sie nur gut bezahlte, schnelle Jobs haben wollen. Und die Jobs, wo sie wirklich was tun müssten, die meiden sie. Weil sie da mehr arbeiten müssen und weniger Geld verdienen. Sie brauchen auch weniger Geld, weil sie ja nicht so viel Geld im Urlaub ausgeben wollen. Sie wollen ja gar nicht so lange einen teuren Urlaub machen, denn Urlaub ist was Teures, stimmt´s? Also glaubst du, du musst möglichst viel verdienen, damit du dir einen möglichst teuren Urlaub mit einem langen Flug in einem exklusiven Hotel mit lang anhaltender Wellness, wahnsinnig gutem, lang andauernden Essen leisten kannst. Dann wirst du in der Arbeit sicher nachlässig sein, weil du ja, während du arbeitest, beim Urlaub bist, denn du arbeitest ja für den Urlaub. Nein, du sollst für die Arbeit arbeiten und nicht für den Urlaub. Das ist, wie wenn du in der Schule schon an Nachmittag denkst. Nein, nein, du arbeitest für die Arbeit.

Also geht es nicht um die Urlaubserfahrung in dieser Welt, wir lehren nicht „nimm einen tiefen Atemzug und mach diese Dinge“. In dem Handbuch für Lehrer $ 26  Kann Gott direkt erreicht werden, heißt es: Alle weltlichen Zustände müssen illusionär sein. Wenn Gott in einem anhaltenden Gewahrsein Zustand direkt erreicht würde, würde der Körper nicht lange aufrechterhalten. Wir wollen aber, dass der Körper lange aufrechterhalten wird. Diejenigen, die ihren Körper abgelegt haben, das sind diejenigen, die hier was getan haben: Jesus, Ken Wapnick, die haben was getan, die haben ihren Körper sehr wohl benützt als Lernhilfe. Die standen hier voll zur Verfügung, Jesus sogar für eine Kreuzigung, Urlaub ist was anderes, ja? Sind wenige fürwahr, aber diese wenigen stehen uns zur Verfügung. Und der Kurs reduziert es sogar, es genügt dir ein einziger: Jesus. Warum? Weil der den ganzen Heilsplan erfüllt hat. Und sie brauchen Helfer, die immer noch in Knechtschaft sind, nicht in Herrschaft. Im Urlaub willst du herrschen und andere sollen dich bedienen, das ist doch die Idee von Urlaub oder Wellness oder Sauna, der andere soll wedeln, du nicht. Der andere soll dich massieren, der andere soll den Saunaofen anschüren, die Duschen sauber machen. Du machst doch da nicht die Dusche sauber, du duscht, möglichst lange und schaust nicht mal auf den Wasserverbrauch, denn du hast ja schließlich bezahlt. Und sie brauchen Helfer, die immer noch in Knechtschaft sind. Ich bin hier in Knechtschaft und ich akzeptiere das, weil es nicht um die Freiheit des Körpers geht, nicht, wenn ich den Kurs mache. Es geht nicht um die Gesundheit des Körpers, nicht um das gute Gefühl des Körpers, nicht um die Herrschaft. Das ist die Umkehrung deines Denkens, wo du begriffen hast, es ist pervers, in der Hölle Urlaub machen zu wollen. Da suche ich mir einen besseren Urlaubsort aus, das sage ich dir. Aber doch nicht hier. ….Die noch immer in Knechtschaft sind und noch immer schlafen, so dass durch ihr Erwachen Gottes Stimme gehört werden kann. Verzweifle also nicht wegen der Begrenzungen. Und deine Begrenzung kann so weit gehen, dass du eine körperliche Behinderung hast, eine schlechte Bezahlung hast, einen Partner hast, der dich, nehmen wir ruhig den Begriff „unterdrückt“, okay, gehen wir mal ins Extrem. Eine Arbeit hast, wo du auf der Matte stehen musst, in einer Beziehung bist, wo du als Frau dich eben um den Haushalt und um die Kinder kümmern musst, weil der Mann arbeitet. Oder, das heißt nicht, dass die Frau nicht arbeitet, mit „arbeitet“ meine ich „auf die Arbeit gehen“. Oder du bist der Mann, der Zuhause ist, sich um die Kinder und den Haushalt kümmert oder um die kranke Oma und die Frau geht auf die Arbeit. Aber sei dir sicher, ihr müsst beide arbeiten. Wenn du einen Partner hast, der den ganzen Tag am PC sitzt und arbeitet, dann kümmere du dich um die Wäsche und um die Dinge, mach das. Und glaub nicht, du bist dazu da, dass du mit irgendjemandem stundenlang telefonierst. Das ist nicht Arbeit. ….die immer noch in Knechtschaft sind. Wir lehren nicht Freiheit des Körpers, absichtlich, weil es uns um diese Freiheit nicht geht. Und jeder erlebt sich hier als „in Begrenzungen. Der eine, in der Begrenzung, dass er die Kohle ranschaffen muss, weil er halt grad den Job hat. Dann muss er drauf schauen, dass er seine Kohle nicht für sich verwendet und sich das noch kauft und das noch kauft wie er sagt: „Ja das habe ich doch verdient“ und der andere muss sagen: „Moment, wenn der andere verdient, dann muss ich schon auch was tun. Nämlich das, was der andere in der Zeit nicht tun kann, was wir aber miteinander teilen“. Und wenn er dann da ist, dann steht einfach ein Tee da und dann ist sein Zimmer auch sauber, sein Schlafzimmer oder was, so dass er sich da wohlfühlen kann. Das ist einfach brüderliches Denken. Oder in einer WG, dass diejenigen sich eben um das das kümmern, worum die anderen sich nicht kümmern können, die sich um was anderes kümmern.

Solange du glaubst, du bist hier um frei zu sein, täuscht du dich – hier nicht. Hier bist du um zu dienen. Das haben diejenigen, die sich erlösen wollten und erlöst haben immer gelehrt. Auch eine Mutter Theresa hatte begriffen, dass sie hier ist, um zu arbeiten. Und sie hat gearbeitet. Und es gab Lehrer, die haben das eben nicht getan, das sind keine Vorbilder. Die haben, was weiß ich, 60 Rolls Royce gehabt, völlig sinnlos, und irgendwelche albernen Zustände gepredigt, die wirklich nur größere Verwirrung gebracht haben. Und eine sexuelle Befreiung, die ja wohl kaum erstrebenswert ist.

Uns geht es wirklich darum, die Welt ist eine Wiederspiegelung deines Geistes, das ist die Hölle, das ist eine Knechtschaft, also versuche nicht in der Knechtschaft, Freiheit zu erlangen. Versuche nicht, die Wahrheit, die absolut ist, als eine Farce körperlicher Freiheit in die Illusion zu bringen.

Oder Heilung, ein geheilter Körper ist ja wohl lächerlich, ist ja wohl eine Farce. Nütze deine Knechtschaft, nütze deine Begrenzungen und finde jede Form von anderen Begrenzungen in deinem Geist und dann erst siehst du, wie begrenzt jemand ist, der auf dem Surfbrett vor der Küste von Wahu surft, wie begrenzt er ist. Und das es da überhaupt nichts gibt, wonach du streben kannst, überhaupt nichts, das lohnt sich nicht. Alle diese körperlichen Zustände lohnen sich nicht zu erreichen. Und wenn du hier einen Meter mit deinem Körper über dem Erdboden streben kannst, Bruder, das lohnt sich nicht, das kann jede Lerche. Ja, das kann jede Schmeißfliege, also bitteschön ja…, also bitte, sei doch mal vernünftig. Ob du das kannst oder nicht kannst, das spielt überhaupt keine Rolle. Das ist nicht können, das ist träumen. Das sind doch keine Ziele, hier frei zu sein. Ich wüsste nicht, wer hier frei ist. Freiheit ist wirklich was anderes als das, was du wahrnehmen kannst mit diesen kleinen Äuglein hier, oder was du mit dem Körper machen das. Das sind doch keine Zustände, das sind einfach nur Träume.

Also akzeptiere einen Augenblick die Knechtschaft, und der eine ist eben in der Form von Knechtschaft und der andere in der Form von Knechtschaft und da gibt es nichts Erstrebenswertes. Was du hier wertschätzt wird dich verletzen. Und selbst, wenn du einen halben Meter über dem Boden schwebst kann dich jede Pistolenkugel aus deinem Traum raus in den nächsten befördern, ja? Das muss dir einfach mal klar sein, dass das lächerlich ist. Und als Surfer schnappt dich halt ein Hai. Das ist doch wirklich albern.

Hier geht es darum, in Knechtschaft zu sein und die Verantwortung dafür zu übernehmen, „du hast die Knechtschaft gemacht in den unterschiedlichsten Formen“. Und das einzige, was Liebe ist, ist: Du befreist dich und den anderen in der Knechtschaft von der Knechtschaft.

Ein Abschleppdienst arbeitet, damit du befreit wirst, vergiss das nicht. Der Abschleppdienst befreit dich zwar, aber er ist in derselben Knechtschaft wie du. Wenn er das nicht wäre, wenn du in den Straßengraben fährst, ist der Abschleppdienst frei? Das ist er dann, wenn er Urlaub macht. Dann holt er dich aber nicht raus. Und das musst du begreifen. Wenn du hier Urlaub machst, befreist du niemanden. Wenn du hier frei sein willst, hast du null Funktion, absolut null, dann bist du funktionslos.

Wenn du aber im Straßengraben bist, dann willst du jemanden, der in der Knechtschaft ist, Telefonbereitschaft hat und dich befreit. Und der verdient sich deine Dankbarkeit, das macht er. Und wenn er seinen Nächsten liebt wie sich selbst, dann ist er glücklich, weil er dich befreit hat. Dann wartet er geduldig, bis du anrufst. Und in der Zeit, wo er wartet, ist er da in irgendeinem abgehobenen Zustand? Da hört er dich ja nicht, wenn er in einer tiefen Meditation versunken ist. Dann macht er ja grad Urlaub. Dann stellt er sogar das Telefon ab, ja? Oder er sagt: „Ich brauche kein Telefon“. Oder er telefoniert gerade mit seinem besten Freund, wie toll es im Urlaub ist, dann ist die Leitung belegt. So musst du die Dinge hier begreifen. Du weißt nicht, wozu irgendwas dient.

„Ich bin unter den Dienern Gottes, bin ein Knecht Gottes“, so haben die Heiligen gesprochen und keiner hat sie verstanden. Und weil sie viele befreit haben, sind sie diejenigen, die den Körper abgelegt haben, weil sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Und du sollst den Körper auch ablegen. Aber nicht, um Urlaub zu machen, sondern, wenn, nach getaner Arbeit, so steht´s im Kurs: Nach getaner Arbeit legst du ihn ab. Und in der Zwischenzeit machst du halt mal eine kurze Pause oder du isst mal, aber du kannst beim Essen ruhig das Handy angeschaltet lassen, wirklich, das geht. Und dann wirst du ein sehr glücklicher Mensch und wirst über deine Zustände und über deine Behinderungen und Einschränkungen nicht mehr jammern, sondern sagen „die brauche ich“. Was ist, wenn du sie brauchst? Wenn du sie dem Heiligen Geist gibst, damit er sie benützt, wenn sie gebraucht werden? So denke ich, schon seit langer Zeit. Und darum lebe ich nicht auf Hawaii sondern hier und lehre da nicht irgendwelche tollen Zustände, und bin auch kein Meditationslehrer mehr und mache auch kein Wellness mehr, sondern ich bin ein konzeptioneller Lehrer, der die Fehler im Geist berichtigt und sich bewusst ist, dass er in Knechtschaft ist. Aber, ein Kind jammert, wenn es in Knechtschaft ist, das wäre die Idee von Abtrocknen, ein Kind jammert dabei. Und Eltern sollen sagen: „Du, da gibt es jetzt gar nichts zu jammern“. Das musst du lernen, dankbar zu tun. Das musst du lernen, gerne zu tun. Das musst du lernen, freudig zu tun, mit einem lachenden, mit einem freundlichen Gesicht. Nicht mit einem ärgerlichen, traurigen Gesicht, nicht ständig auf die Uhr schauen, „wann ist endlich Pause?“. Sondern mit einem freudigen Gesicht in Knechtschaft arbeiten, weil du endlich froh bist, dem Herrn zu dienen, der der Befreiung der Welt dienen will. Und dann akzeptierst du die Grenzen deines Körpers und die Grenzen deiner Wohnung und die Grenzen deines Berufes und die Grenzen deines Portemonnaies und gehst nicht ständig über diese Grenzen hinaus, sondern du benützt sie, um diejenigen zu erreichen. Und als Arbeitsloser eben die anderen Arbeitslosen. Und dann geht es nicht darum, dass du mehr Geld haben willst, sondern dass das genügt. Und wenn du in einem kleinen Mietshaus bist, dann akzeptierst du eben diese Grenze. Und wenn du diese Eltern hattest, dann akzeptierst du eben diese Grenze und wenn du diese Schulbildung hattest, dann akzeptierst du eben diese. Und wenn du Kinder hast, dann akzeptierst du eben diese Grenze und versucht nicht, darüber hinaus zu gehen. Und wenn du den Partner hast, der so viel verdient, dann akzeptierst du eben diese Grenze und stellst nicht größere Ansprüche, sondern hilfst ihm, dass er da wenigstens mal Pause machen kann, weil du was für ihn gemacht hast.

 Das ist in dieser Welt angemessenes Denken, weil, jetzt erst bist du freiwillig in Knechtschaft. Das ist eine bewusste Wahl. Das wäre die Idee, du verpflichtest dich. „Dein Wille geschehe“ „Ja, ich bin bereit, dir zu dienen“. Davor willst du herrschen und willst tatsächlich Freiheit des Körpers als Selbstzweck. Das machen die meisten Menschen. Jeder definiert seine Freiheit, der eine will eben möglichst viel arbeiten, damit er da möglichst Karriere macht, möglichst viel Kohle, das ist halt seine Vorstellung von Freiheit. Und der andere will möglichst viel Urlaub machen, das ist seine Vorstellung von Freiheit. Es geht nicht um eigene Vorstellungen und auch nicht darum, die eigenen Vorstellungen von Knechtschaft gegen die eigenen Vorstellungen von Freiheit auszuspielen, sondern es geht darum, die Alternative zu begreifen.

Ich bin verantwortlich für alles, was ich wahrnehme. Das ist für jeden hier eine Knechtschaft, also muss ich endlich mal freiwillig unter den Knechten sein, in einem Joch gehen und nicht auf dem Kutschbock sitzen, ja? Nicht der Kutscher sein, sondern das Rindvieh, das den Karren zieht, das sollst du sein. Warum? Weil das deine angemessene Rolle hier ist. Denn, wenn du auf dem Kutschbock sitzt, dann sitzt das Ego auf dem Kutschbock. Wenn du aber im Joch gehst, dann führt dich der Heilige Geist und der peitscht dich nicht, der führt dich aus dem Leid raus, aber du musst schon willig sein. Er verlangt keinen Gehorsam. Wenn du auf dem Kutschbock sitzt, dann verlangst duGehorsam, sei dir da ganz sicher. Aber wenn der Heilige Geist da sitzt, dann will er mit dir kommunizieren und du sollst mit denen, mit denen du denselben Karren aus dem Dreck ziehst, mit denen sollst du kommunizieren.  Und dann macht ihr mal eine Pause, aber es geht nicht um die Pause, es geht um das, was getan werden muss. Und dann sind die Pausen natürlich kurz, aber sie genügen.

Und wer krank ist, der geht immer noch in demselben Joch und lässt sich nicht ziehen. Er geht dann halt langsamer, der eine humpelt, der andere mit Bauchschmerzen, aber mit dem Führer, heilst du, während du den Karren aus dem Dreck ziehst.

Denn, selbst wenn der Abschleppwagen kommt, musst du immer noch mithelfen. Du musst vielleicht ins Auto steigen und mitlenken. Oder du musst darauf achten, dass du nicht unnötig Gas gibst und dem Abschleppwagen hinten rein bretterst. Oder, dass du nicht die Handbremse ziehst und den Abschleppdienst auch noch behinderst. Oder, dass du nicht dagegen lenkst, weil du wieder in eine andere Richtung gehen willst. Das alles musst du aber bemerken, dass du immer die Führen übernehmen willst: Bremsen, Gas geben, dagegen lenken…Das sind nur Symbole, die jeder versteht.

Aber die eigentliche Idee ist, du akzeptierst die Begrenzungen, die du gemacht hast. Nicht, um in ihnen zu bleiben, aber, um ihnen zu entrinnen, nicht alleine. Und selbst, wenn du der Abschleppdienst bist, der Abschleppdienst ist ein Dienst. Selbst, wenn der Abschleppdienst demjenigen sozusagen voraus geht, ist er immer noch nicht der Führer, sondern der Diener. Und das sollst du sein. Und der Abschleppdienst ist ja in der Begrenzung. Er hilft ja denen, die sich verlaufen haben, die ihren Karren in den Dreck gefahren haben, in den Graben. Also unterliegt er einer Begrenzung.

Der Rennfahrer glaubt, dass er frei ist, der schleppt aber auch niemanden ab, der fährt selber irgendwo seine eigenen Rennen und weiß selber nicht, wozu er das überhaupt macht. Oder der, der eine Spazierfahrt macht. Ja gut, wozu dient das?

Der Abschleppdienst weiß, was er tut. Der hat seinen Sinn und Zweck hier gefunden. Der dient.

Der Urlauber glaubt, er ist frei. Der Rennfahrer glaubt, er ist frei. Der Abschleppdienst weiß, dass er dient. Und er weiß, wozu sein Auto da ist und warum er da hinfährt. Weil er gerufen wird und  weil er antworten will. Der Rennfahrer antwortet nicht und der Urlauber auch nicht. Der Abschleppdienst ist in Kommunikation. Und du sollst so jemand sein.

Und die Pausen, die du machst, ist zwischen den Diensten. Und manchmal hast du zwischen den Diensten überhaupt keine Pause, weil du kommst heim und er nächste Anruf ist schon da und du musst natürlich sofort los, denn er wartet schon. Und dann trinkst du halt mal nur schnell einen Tee, weil es nicht um das Teetrinken geht. Und wenn du heimkommst und es braucht dich niemand, dann kannst du mal länger einen Tee trinken, aber die Dauer des Tees bestimmst nicht du, die wird bestimmt. Und die Dauer des Essens bestimmst auch nicht du.

Ich will zurücktreten und ihm die Führung überlassen. Und wozu der Körper dient, das bestimmst nicht du, das bestimmt sozusagen der Anrufer. Das ist dein Dienst. Und dann funktioniert dein Körper, weil er ja benützt wird. Beim Urlauber funktioniert der Körper nicht. Da geht es um den Körper, aber nicht um die Funktion des Körpers. Das ist ein Begriff, den du verwenden kannst. Wenn du willst, dass dein Körper funktioniert, dann lass ihn bedient werden und dann wirst du begreifen: Wenn der Heilige Geist ihn bedient oder wenn du Jesus die Kontrolle über deinen Körper gibst, der weiß, wie man Körper bedient, sei dir sicher. Der ist ein Profi. Der weiß genau, wie der Körper in jeder Situation funktionieren kann, weil der sich mit Körpern auskennt. Und zwar mit jedem Zustand des Körpers weiß er immer noch, wie er ihn so bedienen kann, dass er immer noch funktioniert. Da, wo dein Körper mit deiner Bedienungsanleitung gar nicht mehr funktionieren kann, da kann dein Körper, wenn Jesus ihn bedient, immer noch funktionieren. Der kennt die Tricks, wie ein Körper funktioniert. Er weiß genau, wann er welche Ernährung braucht, damit er funktionieren kann und er weiß, welche Ernährung ihn träge macht. Und welche Übungen den Körper nur träge machen. Und er weiß, welche Übungen erholsam sind, damit er wieder arbeitet.

 

Es gibt sehr wohl zu viel Schlaf, das macht den Körper träge. Und wer zu viel schläft, der hat immer das Bedürfnis, dass er zu wenig geschlafen hat. Kinder müssen viel schlafen, aber du sicher nicht mehr. Es gibt viel, was dich träge macht. Wenn die Pausen zu lang sind, wirst du träge. Das kannst du sehen, wenn du lange im Urlaub warst, dann tust du dich am ersten Arbeitstag ganz schön schwer, weil die Pausen viel zu lang waren und weil es viel zu sehr um die Pausen ging.

Wir beziehen den Körper mit ein. Und, wenn es hier um die Freiheit des Körpers und die Gesundheit geht, dann wirst du sicher nicht wollen, dass dein Körper perfekt funktionieren soll, weil dir dann der Körper heilig ist und dann geht es um seine Zustände. Dann ist der Körper dein Götze.
Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.

Ich muss hier lernen, wenn ich völlig bedeutungslose Gedanken denke, dann sind das in Wahrheit unsinnige Gedanken. Wenn ich unverletzlich bin, und ich bin unverletzlich, und ich hege Angriffsgedanken, dann ist das ein völlig unsinniger Gedanke, denn ich bin ja unverletzlich. Was will ich mit einem Angriffsgedanken, wenn ich unverletzlich bin? Das ist völlig unsinnig. Okay, jetzt lache ich aber nicht über so einen Gedanken, wir sind jetzt mitten in einem Geistestraining: Wenn ich über den Gedanken nicht lache, wird aus einem unsinnigen Gedanken etwas völlig Wahnsinniges: Ich mache einen Körper, der verletzt werden kann und jetzt erlebe ich einen völlig wahnsinnigen Traum: Ich werde im Gewahr Sein, dass ich ein Körper bin, gefoltert und geschlagen, ein Wahnsinns Alptraum. Jetzt ist es Wahnsinn geworden, eine völlig wahnsinnige Welt, die Angst erzeugt. In dieser Welt bin ich. Und da will ich Urlaub machen? Und da will ich Körperzustände, während ich in so einem wahnsinnigen Geschehen bin? Und dann glaube ich tatsächlich, ich bin ein guter Lehrer wenn ich mich hinsetze und eine Meditationsübung mache und mich einen Augenblick lang frei fühle und gut fühle? In diesem Wahnsinn? Da will ich auch noch herrschen? Oder ich begreife: „Das ist ja Wahnsinn, was hier passiert. Da muss mein Geist heilen“. Und jetzt brauche ich Übungen, wo ich allmählich wieder zurückgehe und auf der Ebene des Geistes begreife, dass es völlig unsinnig ist, was ich da denke. Ich bin unverletzlich und denke Angriffsgedanken. Dieser Unsinn muss mir anstelle meines Wahnsinns bewusst werden, denn es ist natürlich immer noch wahnsinnig, wenn ich unsinnige Gedanken denke und dann in dieser Hölle nach der Freiheit meines Körpers strebe und irgendwelche erreichen will, die mir überhaupt nichts nützen, wo ich nur tiefer in die Täuschung gehe.

 

Was wirklich einen Sinn ergibt, das kann ich durch lehren gar nicht erreichen. Was ergibt einen Sinn? Die Liebe erschafft wie sich selbst. Ich bin kein Körper, ich bin frei, ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf. Das ist jenseits unsinniger Gedanken und unerreichbar jenseits von diesen wahnsinnigen Zuständen, die ich hier gemacht habe. Die Manifestation unsinniger Gedanken ist der Wahnsinn, in dem ich hier bin.

 

Also muss ich es erst mal durchschauen. Und dann muss ich im Geist vernünftig werden. Und das ist arbeiten. Da muss mir bewusst werden, dass ich hier bin um zu dienen. Und während alle meine Brüder in irgendwelche Gräben fahren, ist es einfach lieblos, wenn ich mein Handy abstelle oder mein Handy mit irgendwelcher Entspannungsmusik für mich selber programmiere und die Leitung ständig blockiert ist. Und ich meinen Körper in Zustände bringen will, wo er unerreichbar ist dafür, dass er hier eigentlich dienen muss. Das mag zwar für mich ganz schön sein, aber irgendwann begreife ich, dass mir mitten in meinem Wellnessprogramm jemand eine reinhauen kann. Und das muss mir endlich klar sein, dass das passieren kann und passieren wird, weil es ständig passiert. Also sollte ich sogar einen Augenblick demjenigen dankbar sein, der mir eine reinhaut, denn der hat mich runtergeholt von meinem Thron, von meiner Wolke 7, von meiner rosa Wolke. Der hat mir was klar gemacht. Das könnte sein, dass mir das zum Besten dient. Das ist keine Aufforderung, das zu tun, aber ist eine vernünftige Sichtweise. Und ich glaube, ich bin demjenigen dankbar, der mich auf so eine rosa Wolke beamt. Nein, ich muss demjenigen dankbar sein, der mich da runter holt aus meinem Wolkenkukucksheim, wie immer wir das genannt haben. Das Ego will mir zeigen: „Das ist der Weg zu Gott, das ist er. Das ist der Weg zur Liebe. Wenn ich diese Zustände erreiche, das ist Liebe. Das ist Wellness. Das ist es, wonach du streben musst, mit deinem Körper, mit deinem Geist. Das musst du lehren, solche Erfahrungen.“ Das sind die falschen Lehrer, vor denen du dich hüten solltest, weil sie dich in eine Erfahrung bringen, die, selbst, wenn du den Zustand erreicht hast, illusionär sind.

Und glaub nicht, dass Jesus jemand ist, der dich in so einen Zustand buxieren will, ganz sicher nicht, eben nicht. Er sagt dir ganz klar, was du hier gemacht hast und er sagt dir ganz klar: „Freiheit des Körpers – niet“ „Heilung des Körpers – nein“. „Irgendwelche tollen Zustände – nein, ist nicht der Kurs in Wundern°.  Was ist der Kurs in Wundern? Befreie deine Brüder. Und das kannst du nicht machen, wenn du Urlaub machst, denn dann willst du selber befreit werden.

Und irgendwann muss die Kindheit vorbei sein und du begreifst: Durch dienen befreist du. Und dann befreist du natürlich alle und akzeptierst begrenzte Zustände.

Ein Kind muss schon lernen, dass es keinen Grund hat, sich zu ärgern, wenn seine Freiheit eingeschränkt wird, sondern dass es genau das lernen muss. Es muss lernen, dass das kein Grund ist, sich zu ärgern und einen anderen zu beschuldigen, sondern, dass es selber für diese Einschränkung verantwortlich ist. Es muss sogar lernen, denen gegenüber dankbar zu sein, die die Freiheit eingeschränkt haben, weil sie ihm geholfen haben, die Realität seines eigenen Traums zu begreifen. Das fühlt sich nicht gut an, natürlich fühlt sich das nicht gut an. Aber jetzt musst du dich gegen das Gefühl entscheiden und nicht den anderen dafür beschuldigen, sondern den Fehler im eigenen Geist berichtigen. Und dafür musst du in Knechtschaft sein, nicht, weil Gott die Knechtschaft gemacht hat, sondern weil du sie gemacht hast und du missbrauchst die Knechtschaft, um in der Knechtschaft herrschen zu wollen. Das ist der Missbrauch der Knechtschaft. Du musst die Knechtschaft benützen, um, während du in der Knechtschaft dienst, befreist du dich von der Knechtschaft.

Wenn du in der Knechtschaft herrscht, wirst du ein Diktator, ein Tyrann. Da gibt es genug. Ist ein Tyrann ein Herrscher? Ein Tyrann ist ein Tyrann und kein Herrscher, da ist ein großer Unterschied. Und ein Diktator ist keine Autorität. Ein Diktator ist das Gegenteil einer Autorität. Er tut so, aber er ist es nicht. Ihm fehlt die Liebe. Ein Diktator hat Angst, ein Tyrann hat Angst und errichtet ein Schreckensregiment. Ein Herrscher liebt. Da ist auch kein Regiment da, ein Herrscher erhofft sich nichts aus einer Beziehung, ein Herrscher kommuniziert.

Und darum haben wir irgendwann mal gesagt: Wenn, dann sind wir alle Könige und Königinnen. Aber, das ist an sich der zweite Schritt. Erst Mal müssen wir Diener und Dienerinnen sein, erst Mal. Und was sind Kinder? Kinder sind Tyrannen. Und darum muss ein Kind lernen zu dienen, das muss es lernen. Denn was hat es gemacht? Den Tyrann. Das ist so. Ein Kind will, dass seine Bedürfnisse betont werden. Und es muss lernen, dass sie nicht dazu da sind, um betont zu werden, sondern, dass die Bedürfnisse nur befriedigt werden, damit es dienen kann. Nicht, damit es mit seinen Bedürfnissen herrschen kann. Also geht es nicht um die Befriedigung der Bedürfnisse, sondern um das Bedürfnis des anderen. Und die eigenen Bedürfnisse werden nur gestillt, damit du frei von Bedürfnissen arbeiten kannst.

 Wenn du hungrig bist, dann isst du, damit du arbeiten kannst. Das ist der einzige Zweck von Essen. Es ist ein Mittel um zu dienen. Es ist aber kein Selbstzweck. Und darum haben wir mal gesagt, Essen soll an sich nur nahrhaft sein, das ist die Idee der Vollwertkost. Aber nicht, dass die Vollwertkost ein Götze ist. Und darum haben wir unterschieden zwischen Nahrungsmitteln, die nimmst du, damit du arbeiten kannst, und Genussmitteln, die brauchst du eigentlich gar nicht. In Deutschland brauchst du eigentlich gar keine Mangos, da genügen Äpfel und Birnen und Walnüsse und Haselnüsse, weil die wirklich hier genügen. Alles andere ist Genuss, der dich aber ins Leid führt. In den Stolz, in die Eitelkeit, wo du glaubst, Essen ist zum Essen da. Essen ist ein Mittel, um arbeiten zu können, mehr ist es nicht, und Trinken auch. Und Alkohol ist eigentlich nur ein Stärkungsmittel für diejenigen, die mal krank sind. Man hat früher den kranken Erwachsenen ein Schluck Wein als Stärkungsmittel, nicht als Genussmittel gegeben, damit der Kranke schneller gesund wird. Ja, aus dem Grund haben ja die Klöster Alkohol gemacht und die Mönche mussten selber lernen, dass sie Alkohol nur als Stärkungsmittel für die Kranken benützen. Doch, so war das. Und jetzt ist Alkohol für Gourmets da und Obst ist für Gourmets da, usw. Auch die Gewürze sollen nur dazu da sein, um ein Nahrungsmittel, um dem noch eine Stärke zu geben für bestimmte Krankheiten. Das war die Idee der Ayurvedischen Kochkunst. Nicht, damit es den Gesunden besser schmeckt, eben nicht, dann sitzen sie viel zu lange beim Mittagstisch.

Ich muss begreifen, dass ich freiwillig, entweder ich bin gezwungen in Knechtschaft, das ist der ganze Trick des Egodenksystems. Wer ärgerlich arbeitet, undankbar arbeitet, wer gezwungen in der Knechtschaft ist, sucht hier die Freiheit des Körpers, wo er sie nicht finden kann. Das ist Absicht des Egodenksystems.

Für wen seine Krankheit, seine Behinderung eine Last ist, der fühlt Krankheit und Behinderung als einen Zwang, oder Armut. Der strebt hier, und das ist der ganze Trick des Ego, hier nach Freiheit und nach Reichtum und nach Gesundheit.

 

Wer vernünftig geworden ist, verpflichtet sich freiwillig der Knechtschaft, strebt dadurch hier nicht mehr nach Freiheit und nach Heilung, sondern benützt die Knechtschaft um andere zu befreien. Er braucht natürlich einen anderen Lehrplan und er muss begreifen, dass es eine freiwillige Entscheidung sein muss, sich zu verpflichten. Dann hast du keine Angst mehr vor Begrenzungen und strebst hier nicht mehr nach einer sinnlosen Freiheit. Dann kann der Heilige Geist dich verwenden, weil du dann verstehst, dass das der einzige Weg ist, dich zu befreien. Jetzt ist ein gebundener Wille ein Mittel geworden um zu befreien. Jetzt akzeptierst du, dass der Körper nie frei sein kann und auch nicht Freiheit symbolisieren kann. Und es gibt auch keine Bewegung, keine Sportart, keinen Zustand des Körpers, der dir Freiheit vermitteln kann, auch nicht das Gefühl davon. Über diesen Wahn bist du hinaus gegangen. Du bist einen Augenblick aus dem Traum sozusagen erwacht, du bist vernünftig geworden. Die Kindheit ist vorbei.

Und bezeichnender Weise macht dir das, was dir vorher Angst gemacht hat, keine mehr. Über die Idee der Knechtschaft kannst du lachen, weil sie dich nicht mehr ängstigt. Du kannst Knechtschaft benützen, das ist ein Unterschied. Du kannst Begrenzungen benützen und hast jetzt keine Angst mehr, rund um die Uhr zu arbeiten, weil dich das nicht mehr begrenzt, weil du deine Funktion gefunden hast.

Und dir ist völlig klar, das ist eine kleine Weile so, und selbst, wenn du dir vorstellst, könnte ja sein, oder dir ausrechnest, „ja ich bin erst vierzig, das könnte bedeuten, dass ich nochmal vierzig Jahre…“, sagst du „das ist für mich eine kleine Weile“. Es ist für dich nicht mehr für immer. Weil du eins weißt: Für immer ist hier überhaupt nichts. Aber eine kleine Weile, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre kannst du locker hier dienen.

Warum kannst du jetzt dienen? Weil dir jetzt die Idee zu dienen keine Angst mehr macht, sondern du siehst sie als ein nützliches Mittel.

 

Und das sehen Kinder nicht. Kinder sehen nicht, dass abtrocknen ein nützliches Mittel ist, weil sie Angst haben, weil sie alles missdeuten. Aber sie brauchen Eltern, die freiwillig abtrocknen, die freiwillig zur Arbeit gehen, die freiwillig wenig Geld haben. Oder sie müssen jemand sehen, der freiwillig im Rollstuhl sitzt. Geht das? Oh ja. Aber natürlich geht das.

 

Was hat dir Mutter Theresa gezeigt? Sie hat dir gezeigt, dass sie freiwillig das in Kalkutta gemacht hat. Und das hat sie dir immer gezeigt, dass sie es freiwillig macht, rund um die Uhr. Und was hat dir Jesus gezeigt? Dass er das freiwillig getan hat, was andere unter Zwang tun. Hattest du Eltern, die dir gezeigt haben, dass sie freiwillig für dich das tun oder waren sie nur frei, wenn sie in Urlaub gegangen sind und sinnlos schoppen gegangen sind? Wenn ja, dann vergib ihnen. Arbeitet dein Freund freiwillig, deine Freundin oder jammert die auch und schwärmt dann von jeder freien Minute? Das musst du unterscheiden. Freiwillig dienen scheint ein Widerspruch zu sein, aber das ist die einzige Art, wie du hier Freiheit erlangen kannst. Das ist für das Ego Manipulation oder irgendwie wird es das angreifen. Aber du solltest allmählich über die Angriffe des Ego erhaben sein und sie identifizieren können.

 

Bist du beim arbeiten fröhlich? Bist du fröhlich, wenn du dein Zimmer sauber machen musst? Wenn nicht, dann entscheide dich gegen das traurige Gefühl und finde den Irrtum im Geist. Aber glaube nicht, dass es ein Irrtum ist, Zimmer sauber zu machen. Verwechsele die Ebenen nicht. Es ist sicher offensichtlich, dass du, wenn du angegriffen werden kannst, nicht unverletzlich bist.

Alles, worauf dieser Kurs abzielt ist, dass du dein eigenes vergangenes Lernen mit all seinen Überzeugungen und Dogmen nicht mehr benützt, sondern wirklich über dieses Lernen hinausgehst.

Was ist die größere Freiheit? Sich beim saubermachen gezwungen fühlen und sich beim segelfliegen frei fühlen, oder ist die größere Freiheit, sich beim saubermachen frei zu fühlen? Welche Freiheit ist größer? Die Unfreiheit beim Putzen bleibt und die Freiheit des Segelfliegens ist nur eine Projektion. Wenn du das ganz kleine, klitzekleine, kaum wahrnehmbare Fünkchen Freiheit beim Putzen im putzen ausdehnst, dann ist deine Segelfliegerfreiheit nicht mehr durch das putzen müssen begrenzt. Dann wird sie nicht mehr bedroht. Dann gibt es nichts mehr, das dich bedroht. Dann ist sogar dein Segelfliegen nicht mehr bedroht. Dann ist es keine Projektion mehr. Dann hast du die Freiheit in der Knechtschaft gefunden. Dann kannst du anderen helfen.

Musst du dann, nach dem putzen segelfliegen? Musst du dann sauer sein, wenn dir während dem putzen, und du hast dir schon ausgerechnet, das putzen geht bis halb drei und dann fahre ich aber zum segelfliegen, musst du dann enttäuscht sein, wenn dir, du hast grad den Putzeimer weggestellt noch jemand sagt: „Und die Garage?“ Bist du dann enttäuscht? Nein, dann dehnst du die beim Putzen gefundene Freiheit in der Garage aus. Dann dehnst du die Heilung in der Krankheit aus. Dann dehnst du die Freiheit im Rollstuhl aus und wartest nicht drauf, ob du endlich gehen kannst. Ich spreche nur von der Realität dieses Traums. Ich spreche von dem, was jeder kennt. Ich spreche davon, willst du Angst hegen, um deine Freiheit zu begrenzen? Soll die Angst wirklich sein? Soll die Knechtschaft wirklich eine Knechtschaft sein oder kann sie zu einem liebevollen Dienst im Befreiungsplan Gottes werden?  Ist es dann noch Knechtschaft oder ist es dann ein Liebesdienst?
Liebe und Freiheit gehören übrigens zusammen.

 

In dieser Welt ist Freiheit Befreiung, also muss sie ein Dienst sein. In dieser Welt ist Heiligkeit Heilung, also musst du deine Krankheit benützen. In dieser Welt geht es nicht um Freiheit, sondern um Befreiung, das ist so. Und jeder vernünftige Lehrer hat das auch gelehrt und der hat sein Leben hier zur Verfügung gestellt und nicht versucht, es zu behalten. Er hat aus Freiheit keinen Götzen gemacht, sondern er hat Befreiung gelehrt.

Und dann bist du allmählich nicht mehr wahnsinnig, sondern du siehst nur den Unsinn deiner Angriffsgedanken und das in der praktischsten Situation: Dein Angriffsgedanke „ich kann aber jetzt nicht frei sein, wenn ich putzen muss“, der greift auf einmal beim putzen nur deine Unverletzlichkeit an. Was fühlst du dann? Du fühlst dich beim putzen auf einmal nicht verletzt, sondern siehst nur unsinnige, und jetzt sind sie wirklich unsinnig, weil sie jetzt den wahnsinnigen Zweck nicht mehr erfüllen. Dann kannst du über den Unsinn „wie, das soll jetzt meine Freiheit einschränken? Das ist doch ein Dienst, was ich jetzt tue“, dann kannst du über das lachen, worüber andere jammern müssen.

Willst du dann noch deiner Freundin oder deinem Freund zustimmen? Nee, du seufzt über ihren Unverstand, teilst ihn aber nicht mehr mit ihr. Willst du dann noch über den Unverstand deiner Kinder mit jammern oder seufzt du und sagst „Kind, du musst glaube ich beim abtrocknen noch ganz schön viel lernen, also werden wir eine Weile gemeinsam abtrocknen müssen. Fußballs spielen kommt dann später“? Das ist nun mal so, das ist Disziplin. Und das hört das Ego nicht gerne, weil das Ego im Zwang tyrannisch herrschen will. Und dann willst du auch mit deiner Krankheit tyrannisch herrschen und mit deiner Wut willst du tyrannisch herrschen. Und dann glaubst du, Freiheit könntest du durch Tyrannei erreichen. Das geht aber nicht. Denn dann machst du Freiheit zum Selbstzweck und benützt in der Freiheit andere, dass sie dir dienen. Das ist nicht sehr klug. Und du benützt in der Krankheit , dass andere dir dienen und rechtfertigst das sogar. Das alles sind Angriffsgedanken, von denen du dich im Dienst, und es geht nur im Dienst, befreien kannst. Denn in der Freizeit tust du so, als ob du frei wärst und aalst dich in einem freien Zustand, das heißt, deine Täuschung ist mal wieder perfekt. Du hast keine Chance, in diesem Zustand zu begreifen, dass du völlig wahnsinnig bist.

 

Es sei denn, jemand holt dich runter, aber auf den bist du meistens auch noch sauer dann und beschwerst dich über den und jammerst irgendwas von „der gönnt dir nichts, der neidet dir das“, das sind doch nur weitere Angriffsgedanken. So erfolgt Angriff auf Verteidigung und dann verteidigst du dein Recht auf was? Auf Freiheit? Hier? Ist doch lächerlich. Du hast doch hier kein Recht auf Freiheit. „Willst du damit Recht haben?“ würde der Heilige Geist fragen. Und das Ego gröhlt: „Ja. Einigkeit und Recht und Freiheit“. Na toll. „Liberte egalite et fraternite“, das sind Parolen Bruder, das sind Dogmen. Wer ist der Lehrer? Dann gehst du auf die Barrikaden und fühlst dich ungerecht behandelt, weil dein Recht auf Freiheit eingeschränkt wird. Wer hat´s denn eingeschränkt? Wer? Wer es eingeschränkt hat, muss in der Einschränkung leben und eine Weile darin dienen.

Jetzt ist eins wichtig: Sei nicht sauer, wenn du dienen musst, sondern sei fröhlich. Dann können andere von dir was lernen. Denn, es ist keine Kunst dann zu lachen, wenn du auf dem Surfbrett sitzt und segelst, das ist wirklich keine Kunst. Es ist eine Kunst beim putzen fröhlich zu sein und sich frei zu fühlen, weil du befreist. Ein Gefühl, dass du mit denen teilst, dass du befreist. Nicht ein Gefühl, dass du auf Kosten anderer erlebst. Da ist der Kurs, i´m sorry, da ist er kompromisslos. Und das ist sehr gut so. Warum? Lieber vorübergehend eine kleine Weile dienen, als noch ein paar Jahrtausende lang in der Knechtschaft ein Sklave zu sein und in der Herrschaft ein Tyrann. Lieber in der Knechtschaft ein liebevoller diener sein, der nicht nach Tyrannei strebt. Das ist schon eine Alternative. Also sei dir ganz sicher: Unter dieser Führung bist du in der Knechtschaft. Das heißt, du wirst überall Grenzen erleben. Jetzt sollst du aber nicht unter denen jammern, sondern sie benützen.

Und der eine ist halt in der Situation und allmählich siehst du, dass hier sowieso jeder nicht frei ist. Auch, wenn er noch so tut.

Aber, es gibt diejenigen die jammern und es gibt diejenigen, die sind lediglich stolz. Das sind für mich keine Vorbilder. Und diejenigen, die jammern, die haben für mich noch nichts gelernt. Das sind die unzufriedenen Angestellten, das sind die unzufriedenen Putzfrauen oder Arbeiter usw, die unzufriedenen Kranken. Jeder hat dieselbe Lektion, sei dir da ganz sicher. Es mag sie bei dir eine andere Form annehmen als bei mir oder dem neben dir, aber beurteile Begrenzungen nicht und beschuldige auch nicht dich selber, jetzt nicht mehr. Dein besonderer Hass wird zu deiner besonderen Liebe.

Und dein besonderer Dienst wird zu deiner besonderen Funktion in der Befreiung von jeder Begrenzung. Aber das geht nur, während du dienst. Und das geht nicht, wenn du nicht dienen willst, das ist doch klar.

Also leg keinen Wert auf irgendwelche illusionären Zustände, magst du sie manchmal erreichen oder nicht, sie sind nicht das, was wir anstreben. Nur eine kleine Weile.

Du siehst Angriff als eine wirkliche Bedrohung an. Das ist so, weil du glaubst, dass du wirklich angreifen kannst. Und was durch dich Wirkungen hat, muss auch auf dich Wirkungen haben. Es ist dieses Gesetz, das dich letztlich erlösen wird, aber jetzt missbrauchst du es. Du musst deshalb lernen, wie es zu deinem Besten genutzt werden kann statt dagegen.

 

Und auch ich musste lernen, dass ich einfach nochmal in eine Begrenzung gehe, wie zum Beispiel die, mich um einen Säugling kümmern zu müssen. Und es ist mir auch klar, dass ich dafür jetzt Geld verdienen muss, ganz klar. Und es ist mir auch klar, dass für mich jetzt weniger Geld zur Verfügung steht und auch weniger Zeit. Es ist mir klar und ich habe zwei Möglichkeiten: Ich jammere deswegen oder ich bin dankbar. Und ich sehe es als eine Gelegenheit, dass mein Dienst hier einfach verlängert wird, eine kleine Weile. Und dann habe ich eben weniger Zeit. Wie? Ich bin doch nicht hier, um Zeit für mich zu haben, eben nicht. Wofür würde ich die Zeit denn nützen? Für irgendwelche Zustände? Die angenehmer sind? Wenn ich so gar nicht mehr urteile, dann geht es gar nicht um angenehm und unangenehm. Und was erlebe ich dann? Ich nehme einen weiteren Begriff: Dann bin ich ein freier Diener. Warum? Was Wirkungen durch mich hat, hat auch Wirkungen auf mich. Wenn ich andere befreie, dann hat das eine Wirkung auf mich, dann fühle ich mich frei. Klar, geben und empfangen ist doch eins.

Wie frei hat Mutter Theresa sich gefühlt? Na hör mal, was sie gesagt hat. Sie war ein ziemlich freier Mensch, um nur ein Beispiel zu nennen.

Oder Jesus, der hat keine Angst mehr gehabt sich auf den Marktplatz zu stellen und zu sagen: „Ihr Pharisäer“. Er hat sie nicht angeklagt. Er hat keine Angst gehabt zu dienen. Das einzige, wovor du Angst hast, ist doch zu dienen. Wie willst du diese Angst kontrollieren? Na indem du dienst. Du hast Angst vor Begrenzungen. Wie kannst du diese Angst auflösen? Na indem du Begrenzungen benützt und dann siehst, dass sie dich nicht begrenzen, weil du sie benützt, um andere zu befreien. Wenn du vor ihnen Angst hast, dann begrenzen sie dich und dann ist Freiheit wirklich nur eine punktuelle Projektion in irgendeinem Zustand, zu irgendeinem Beruf, in irgendeinem Land, während die Angst von dir gehegt und gepflegt wird.

Es geht nur darum, wie kannst du Illusionen entrinnen? Nicht durch eine Illusion von Freiheit.

Wie kannst du der Illusion der Krankheit entrinnen? Nicht durch eine Illusion der Gesundheit, sondern indem du die Krankheit benützt und nicht in immer tiefere Träume gehst.

Wie kannst du dem Körper entrinnen? Durch die Freiheit des Körpers, durch die Befreiung? Nein, geht doch nicht. Das ist doch kindisch.

Aber all diese Gedanken, die dich scheinbar angreifen und ängstigen und verfolgen, die haben sich manifestiert. Jetzt benütze die Manifestationen und begreife, sie sind es nicht, die dir Angst machen. Es ist die Bedeutung, es ist die Angst im Geist, es ist das, wofür du sie benützt, was dir Angst macht, was die Angst erhält.

Weil deine Angriffsgedanken projiziert werden, hast du Angst vor Angriff. Und was ist, wenn du in einer Angstprojektion dich befreist, anstatt vor der Angstprojektion davonlaufen zu wollen? In eine angebliche Freiheitsprojektion zu flüchten? Flüchten oder standhalten haben wir mal gelehrt. Du entscheidest. Wie wär´s mit standhalten? Und dann erleben, dass deiner Befreiung die Angst nicht wiederstehen kann, sie muss von dir weichen.

Wenn du aber vor dem Gefängnis flüchtest, dann nimmst du die Angst mit, sie weicht nicht von dir, du behältst sie. Also akzeptiere, du bist immer wieder in einer Angstprojektion, du bist beim abspülen und da steht jemand da und droht dir: „Und wehe, du machst das nicht sauber“. Und was ist, wenn du es akzeptierst? Und es mindestens so sauber machen kannst, wie der andere es will, vielleicht sogar noch mehr? Was hast du dann gelernt? Die Bedrohung kann dir nichts anhaben. Du hast dich in der Bedrohung befreit und bist nicht in eine Freiheitsprojektion geflüchtet. Denn du wärst aus Angst geflüchtet. Nicht flüchten, drinbleiben – durch die Angst durchgehen, in die innere Freiheit, nicht in eine äußere.

 

Es gibt viele, die schwärmen von den Büchern von Eileen Caddy. Das hat sie gelehrt und so hat sie auch gelebt. Ich habe sie noch kennengelernt, die hat gedient, und zwar rund um die Uhr und hat sich befreit. Sie ist ein Lehrer Gottes geworden. Sie hat den Körper abgelegt, da kannst du dir sicher sein, lies ihre Bücher. Die hat nicht lange rumgefackelt. Die hat nicht äußere Freiheit gesucht. Sie hat sich einen Wohnwagen zu dritt geteilt, ich hab ihn gesehen. Da kannst du dich kaum umdrehen, in dem Ding.

 

Es geht einfach nur darum, akzeptiere eine Begrenzung und glaub nicht, dass du zufällig da bist. Glaub nicht, dass du bestraft wurdest, glaub nicht, dass du geprüft wirst. Das sind alles nur angsterregende Gedanken – geprüft werden, bestraft werden, – dich bestraft niemand. Als Kind hast du schon geglaubt, du wirst bestraft, wenn du abtrocknen sollst. Das ist doch nur deine raffinierte Abwehr. Nein, du wirst eben nicht bestraft, du sollst dienen. Das ist keine Bestrafung, glaub´s nicht mehr. Nur, wer nach Freiheit strebt, fühlt sich ständig bestraft. Das sind doch Beschuldigungen, wenn du ehrlich bist. Dann beschuldigst du jemanden, dass er dich bestraft, bestrafen will. Das sind Unterstellungen, das sind Angriffsgedanken. Die greifen was an? Deine Unverletzlichkeit. Also bemerke, dass du Unsinn denkst. Wenn du bemerkst, dass du Unsinn denkst, bist du dem Wahnsinn schon ein gutes Stück entronnen.

Und der nächste Schritt ist, dass du auch nicht mehr Unsinn denkst, sondern hilfreich – ein Heilungsprozess.

Wir sind prozessorientiert, wir lernen in nachvollziehbaren Schritten. Wir predigen nicht Zustände, sondern einfach nur einen vernünftigen Prozess. Wenn du den nachvollziehst, dann hast du was gelernt. Und was erreichst du? Einen inneren Zustand, ein Gefühl der Freiheit, das dir beim dienen nicht verloren geht, stell dir vor. Und es ist nicht mehr da, wenn du grad mal Urlaub hast, sondern da ist es halt auch noch da, aber es ist nicht abhängig vom Urlaub. Es ist nicht an die Bedingung des Urlaubs oder der Freizeit gebunden. Und es geht dir nicht verloren beim dienen.

Was bedeutet das? Du hast keine Angst mehr. Du hast der Angst entsagt.

 

Und je mehr du das bist, umso mehr wirst du hier freiwillig da sein. Ich habe keine Sehnsucht mehr, endlich den Körper abzulegen, wirklich nicht mehr. Ich teile meine Sehnsucht mit dir, die Sehnsucht nach dem Vater und ich warte geduldig, bis du auch mit mir dahin gehst. Es ist nicht eine mich verzehrende, stolze, eitle Sehnsucht, „ich will endlich“…Nein, ich will nicht mehr endlich, stell dir vor. Ich diene lieber noch eine Zeit lang. Und ich sage es ganz deutlich: „Vater, wenn es dein Wille ist, dann komm ich nochmal hierher um zu dienen“. Dann gehe ich halt nochmal in die Begrenzung, na und. Mit der Liebe habe ich doch keine Angst mehr. Ich kenne die innere Freiheit. Die ist kein Körperzustand, Gott sei Dank, diese innere Freiheit, die kann ich erleben, während ich im Zustand bin, dass dieser Körper mich halt irgendwie begrenzt und dass ich unter dem Umstand bin, dass ich in einer Beziehung bin und da muss ich mich halt um ein Kind kümmern oder einkaufen fahren. Und die Begrenzung ist, dass ich halt an einem Ort lebe mit soundsoviel Geld und keinen Cent mehr, und mit dem Wetter. Und da ist kein Meer, in dem ich baden kann, das macht nicht. Ich sehne mich nicht nach einem Strand, Gott sei Dank. Warum? Weil ich auf Sehnsüchte, wo ich mich verzehre, wirklich verzichten kann, denn ich will mich nicht mit einer Sehnsucht kreuzigen. Ich hab keinen Bock mehr mich zu kreuzigen wegen einem Strand, der nicht da ist. Ich erlege mir die Tyrannei der Selbstbefreiung des Körpers wirklich nicht mehr auf.

 

Und dann bist du ein freier Diener und erlebst, das, was durch dich an Wirkungen geschieht, das erlebst du natürlich selber auch. Und das ist eine Freiheit, von der habe ich als Mensch nicht mal geträumt, die ist nämlich viel größer, die hat kein Ende, aber die hat grad mal erst begonnen, diese Befreiung. Und die wird jeden Tag größer. Also mach dein Commitment, erkläre, dass du ein Diener sein willst und dann sieht die Welt der Knechtschaft und der Tyrannei für dich anders aus, dann hat sie ihren Schrecken verloren. Und der Reiz der Tyrannei ist für dich nicht mehr da.

 

Weil deine Angriffsgedanken projiziert werden, hast du Angst vor Angriff.

Und was kann hier angegriffen werden? Na deine Vorstellung von Freiheit. Dem Angriff kannst du entrinnen. Denn wenn Angst hat, dass seine Freiheit angegriffen wird, wird sich dagegen wehren und verteidigen. Das heißt, er nimmt am Kampf teil. Und dann machst du an irgendeinem Aufstand der Knechte mit und glaubst, das wäre deine Befreiung. Nein. Ein Knecht muss erst mal lernen zu dienen.

Und wenn du Angst vor Angriff hast, musst du glauben, dass du nicht unverletzlich bist.

Wann bin ich verletzlich? Wenn meine Vorstellung von Freiheit verletzlich ist. Das ist aber nur ein bedeutungsloser Gedanke, der mich beim Denken bereits angreift und ich muss eins bemerken: Wenn ich so denke, greife ich andere an, und zwar bereits im denken. Das heißt, ich bin im denken nicht sanftmütig. Das heißt, ich provoziere Angriff. Was durch mich geschieht, hat aber auch auf mich Wirkungen. Wie kann ich dem entrinnen? Durch einen vernünftigen Dienst. Ein Diener provoziert keinen Angriff, ein unzufriedener Knecht ständig. Wenn Angriffsgedanken notgedrungen die Überzeugung nach sich ziehen, dass du verletzlich bist, besteht ihre Wirkung darin, dich in deinen eigenen Augen zu schwächen – Ursache und Wirkung.

Somit greifen sie deine eigene Wahrnehmung deiner selbst an. Jetzt weißt du, warum du dich angegriffen fühlst. Jetzt weißt du, wovor du Angst hast und warum. Jetzt weißt du, dass du dem dadurch nicht entrinnst, weil du es ja dadurch machst. Und weil du an sie glaubst, kannst du nicht mehr an dich selbst glauben. Und dann glaubst du auch nicht mehr an dich. Wer glaubt nicht mehr an sich? Derjenige, der glaubt, dass er von anderen angegriffen werden kann und angegriffen wird. Der glaubt mehr an andere als an sich. Das ist so. Das bisschen, was du dann an dich glaubst, ist viel zu geschwächt. Das lohnt sich auch nicht, darin eine Stärke zu sehen oder zu suchen. Wenn, dann sei dir einen Augenblick der Schwäche bewusst und suche dir nicht einen Verbündeten in der Schwäche, sondern entscheide dich gegen die Schwäche und finde die Ursache dafür. Das ist ziemlich komplex, aber es lohnt sich, das zu machen.

Ein falsches Bild von dir nimmt nun den Platz dessen ein, was du bist. Den heutigen Leitgedanken zu üben wird dir verstehen helfen, dass Verletzlichkeit und Unverletzlichkeit die Folge deiner eigenen Gedanken sind. Nichts außer deinen Gedanken kann dich angreifen. Nichts außer deinen Gedanken kann dich glauben machen, dass du verletzlich bist. Und nichts außer deinen Gedanken kann dir beweisen, dass dem nicht so ist.

Heute fängst du an, dir durch deine Gedanken zu beweisen, dass du es nicht bist. Du kannst dir auch durch deine Gedanken beweisen, dass du es bist. Es ist eine Frage deines Willens.

 

Was willst du dir beweisen? Wozu benützt du den Beweis, dass du verletzlich bist? Was ist das Ziel? Das Ziel ist ganz einfach: Du willst damit beweisen, dass der andere schuldig ist und du auch. Das ist eindeutig so, weil dass das Ergebnis sein muss. Und was ist das Ergebnis und das Ziel wenn du dir beweisen willst, dass du unverletzlich bist? Dann willst du auch beweisen, dass deine Angriffsgedanken unsinnig sind. Dann willst du deine Brüder befreien, vorher nicht.
Mit dem einen willst du Angst beweisen und Feindseligkeit und Schuld, zahlst aber den Preis, dass du verletzt wirst. Und mit dem anderen willst du Liebe und Freiheit und Unverletzlichkeit beweisen, was du tun musst, weil: Das einzige, was einen Sinn macht, dass es bewiesen wird ist die Wahrheit. Sie braucht vorübergehend einen Beweis, damit sie für dich wieder wirklich wird. Es geht uns um Beweisführung, ist doch klar. Du hast allerdings auch die Möglichkeit, durch die Macht deines Geistes etwas zu beweisen, was nicht wirklich ist. Ist der Beweis dann wahr oder ist er eine Täuschung? Mach dir solche Dinge klar Bruder, denn dafür hast du den Kurs. Das lohnt sich. Um die Erfahrung musst du dich nicht kümmern. Wer der Wahrheit dient, der hat sich bis jetzt noch immer befreit.

Und wer in Illusionen herrschen will, der wird sich noch lange in Illusionen rumtreiben. Also nütze die Chance.

Der heutige Gedanke sollte wie folgt angewendet werden:

Nenne zuerst die Situation:

                                               Ich mache mir Sorgen über ….meine Freiheit,

….meine Gesundheit, z.B.

Zähle dann jeden möglichen Ausgang auf, der dir in diesem Zusammenhang in den Sinn gekommen ist……dann kann ich nicht das tun, ….dann muss ich das tun, …dann werde ich das nicht erleben, ….dann muss ich darauf verzichten, ….dann fühle ich mich aber nicht geachtet, ….dann muss ich womöglich noch das machen. Zähl dein Gruselkabinett auf, mach´s dir bewusst.
Zähle dann jeden möglichen Ausgang auf, der dir in diesem Zusammenhang in den Sinn gekommen ist und Sorge bereitet hat, indem du dich konkret auf jeden einzelnen beziehst und sagst:

                                               Ich habe Angst, dass…..ich dann auch noch das machen muss,

…..dann auch noch das geschieht.

 

Wenn du die Übungen richtig durchführst, solltest du ungefähr fünf oder sechs beunruhigende Möglichkeiten, ich habe jetzt nur drei aufgezählt oder so, höchstwahrscheinlich mehr, für jede Situation verfügbar haben, die du heranziehst.

 

Nein Bruder, jetzt manifestierst du es nicht. Du siehst nur deine Gedanken, die genauso aussehen wie die Manifestation.

Es ist viel hilfreicher, ein paar Situationen gründlich zu behandeln, als eine größere Anzahl nur anzureißen. Während die Liste der erwarteten Ergebnisse für jede Situation länger wird, hoffentlich, wirst du wahrscheinlich einige davon – besonders solche, die dir gegen Ende einfallen – als weniger annehmbar empfinden. Versuche jedoch, so gut du kannst, sie alle gleich zu behandeln.

Ja Bruder, der Kurs ist nichts für Angsthasen. Die Angst musst du schon kontrollieren, wenn du den Kurs machen willst. Da musst du die Angst wirklich kontrollieren, sonst schaust du nicht tief genug in deinen Geist. Sonst schreckst du vor deinen eigenen Gedanken wieder zurück und kriegst eins nicht mit: Manifestieren wirst du sie trotzdem. Erst, wenn du nicht mehr zurückschreckst, wirst du sie nicht mehr manifestieren. Weil du sie ganz konkret berichtigst.

Versuche jedoch, so gut du kannst, sie alle gleich zu behandeln. Nachdem du jedes Ergebnis genannt hast, das dir Angst macht, nenne diese Ergebnisse. Sag nicht, „dadurch, dass ich sie nenne, mache ich sie wirklich“, eben nicht. Das ist ein viel längerer Prozess, sie wirklich zu machen, als sie nur mal zu nennen. Wie machst du sie wirklich? In Beziehungen machst du sie wirklich, aber doch nicht alleine, indem du sie nennst. In Gesprächen machst du sie wirklich, ohne es zu bemerken. Wer sie ganz bewusst nennt, macht sie eben nicht wirklich. Weil du es alleine tust, machst du es nicht wirklich, weil du es nur benennst und alleine aufgibst als deiner Funktion. Mit dem Heiligen Geist, mit ihm machst du sie nicht wirklich, denn er weist sie doch zurück. Er nimmt sie doch nicht an. Er hat doch keine Angst davor. Es ist eine gemeinsame Erlösung. Mit Jesus machst du sie doch nicht wirklich. Er weist sie, genau wie du, zurück, indem er sie in seinem Geist als Fehler berichtigt, genau wie du das machst. Das sind die Heiligen Beziehungen, wo keiner von beiden die Idee wirklich macht, die einer benennt.

Dieser Gedanke ist ein Angriff auf mich selbst.

Das ist er, das macht aber nichts, denn er greift meine Unverletzlichkeit an. Also ist er völlig unsinnig und ich gebe ihn auf.

Beschließe jede Übungsperiode, indem du den heutigen Gedanken noch einmal für dich wiederholst.

Meine Angriffsgedanken, das ist für mich wiederholen, greifen meine Unverletzlichkeit an.

 

So wird deinem Geist die Unsinnigkeit dieses Vorhabens bewusst. Und sei dir sicher, es ist identifizieren und loslassen. Also genau das, was du brauchst.

Und wenn du dafür mal, weil du sehr viel arbeitest, mal in die Sauna gehst, dann ist es wirklich entspannend, ja, oder einen Spaziergang machst oder dich mittags eine halbe Stunde hinlegst oder so. Oder abends schon früher ins Bett gehst, klar. Aber sieh hier nichts als einen Selbstzweck, sondern nur als ein Mittel, um deinen Dienst hier erfüllen zu können.

(Michael Ostarek, Mölmeshof, 26. Januar 2014)

Ein Gedanke zu „Diene freiwillig, Bruder“

  1. Danke für die erfrischend bodenständigen und doch voll auf die Erlösung fokussierten Ausführungen, die mir eine praktikable Perspektive geben.

    Am Samstag früh mich freuen, wenn ich aufstehen kann und frisches Gebäck für ein gutes Frühstück zu Zweit holen kann und dabei die Einheit mit meiner Frau spüren, die soviel im Haushalt schafft, und mit allen frühstückenden Eheleuten dieser Welt und ….
    Solche banalen Liebesdienste kann man herrlich ausdehnen und dankbar dafür sein.

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